Die Meisterschaft im letzten Heimspiel!


Wahnsinn! Unsere Elv hat es geschafft: Im letzten regulären Saison-Heimspiel hat die SV Elversberg die Meisterschaft perfekt gemacht! Dank eines 4:0-Heimsieges gegen den FC Nöttingen hat das Team von Chefcoach Michael Wiesinger am Samstag in der URSAPHARM-Arena die Trophäe geholt und damit wieder Historisches geschafft. Es war der erste Meister-Titel der SVE in der Regionalliga Südwest.

A48H3383Nach dem Abpfiff kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Als SVE-Kapitän Thomas Birk mit seiner Mannschaft um 16.00 Uhr den Pokal in den Himmel reckte, lagen sich die Fans in den Armen, der Konfetti-Regen mischte sich mit den Bier-Duschen – ein perfekter Nachmittag an der Kaiserlinde, den alle noch lange in Erinnerung behalten werden. Voraussetzung für den Freudentaumel der Spieler und Fans war der klare 4:0-Heimsieg gegen Schlusslicht Nöttingen, durch den die SVE den Titel gesichert hat.

Zum Spiel: Im Elversberger Kader gab es im Vergleich zum vorherigen Auswärtssieg gegen Watzenborn-Steinberg einige Änderungen. Leandro Grech, der sich vor einer Woche bei einem Zweikampf eine Platzwunde zugezogen hatte, konnte noch nicht wieder spielen. Daneben nahmen Steffen Bohl und Maximilian Oesterhelweg auf der Bank Platz. Stattdessen durften diesmal Simon Handle und Niko Dobros sowie der wieder genesene Kevin Maek von Beginn an ran. Außerdem stand Keeper Daniel Batz gegen Nöttingen wieder zwischen den Pfosten. Edmond Kapllani stand ebenfalls nach langer Ausfallzeit wieder im Kader und wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Die Gäste aus Nöttingen mussten derweil auf den Gelb-gesperrten Michael Schürg, der vor einer Woche den 3:2-Siegtreffer gegen Mannheim erzielt hatte, verzichten. Daneben rotierte Gästetrainer Dubravko Kolinger auch auf weiteren Positionen. Neben Schürg standen Niklas Kolbe und Jonas Bergmann nicht mehr in der Startformation, dafür liefen Claudio Bellanave, Reinhard Schenker und Mario Bilger von Anfang an auf.

A48H2507Vorentscheidung schon in der ersten Halbzeit

Die SVE zeigte gegen Nöttingen direkt, dass sie ein klares Ziel vor Augen hatte – und riss das Spiel sofort an sich. In den ersten Minuten lief die Partie klar in eine Richtung, die SVE belagerte den gegnerischen Strafraum und kombinierte sich immer wieder schön nach vorne. Und so dauerte es auch nicht lange, bis der erste Treffer der Partie fiel. In der 10. Minute brachte Merveille Biankadi eine lange Flanke auf Kapitän Birk, der direkt weiter in den Nöttinger Strafraum spielte. Dort wurde Markus Obernosterer nicht wirklich gedeckt, kam problemlos zum Kopfball und drückte die Kugel zum 1:0 über die Linie. Auch danach blieb die SVE zunächst am Drücker und hatte ein paar Gelegenheiten, das nächste Tor nachzulegen. Nach knapp einer Viertelstunde versuchte es Biankadi aus 16 Metern, setzte den Ball aber über das Tor. Wenig später hatten auch Niko Dobros bei einem Freistoß und Julius Perstaller nach einem Eckball gute Möglichkeiten. Nach rund 20 Minuten kamen dann auch die Gäste aus Nöttingen besser rein, hatten ein paar gute Szenen aus dem Spiel heraus und Chancen nach Eckbällen. Aber die SVE-Defensive stand absolut sicher und ließ nichts zu. Wenige Minuten vor dem Pausenpfiff sorgte die Elv von der Kaiserlinde dann für eine Vorentscheidung. Vorlagengeber war erneut Birk, der sich links gegen seine Gegenspieler durchsetzte, den Ball behauptete und auf den heraneilenden Niko Dobros durchsteckte – und Dobros ließ Gästetorwart Robin Kraski keine Chance und verlängerte die Hereingabe direkt zum 2:0 für die SVE (41.).

A48H3356Perstaller und Kapllani machen den Sieg perfekt

Die 1.672 Zuschauer in der URSAPHARM-Arena waren schon zur Halbzeit am Singen und Feiern – und unsere Elv lieferte den Fans in den zweiten 45 Minuten noch mehr Gründe zum Jubeln. Schon wenige Sekunden nach Wiederanpfiff erhöhte die SVE auf 3:0, durch ein recht kurioses Tor. Nach einem Nöttinger Rückpass wollte Gästetorhüter Kraski den Ball einfach nur rausschlagen, schoss dabei aber dem vorgelaufenen Julius Perstaller den Ball an die Brust – und von dort landete die Kugel aus 14 Metern Entfernung tatsächlich im Nöttinger Tor (47.). Danach entwickelte sich ein Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Unsere Elv hätte eigentlich schon früh den vierten Treffer nachlegen müssen, zwei schöne Dobros-Hereingaben fanden jedoch keinen Abnehmer, beim eigenen Abschluss landete Dobros‘ Ball knapp über dem Tor und Perstaller kam nach einer Flanke von Birk einen Schritt zu spät. Auf der anderen Seite bewiesen die Gäste eine starke Moral und kämpften sich immer wieder nach vorne. Die beste Chance hatte Claudio Bellanave auf dem Fuß, bei seinem strammen Abschluss war Daniel Batz allerdings noch mit den Fingerspitzen am Ball und verhinderte den Gegentreffer. In der 66. Minute gab es bei den Elversbergern dann den Dreifach-Wechsel: Merveille Biankadi, Jan Washausen und Florian Bichler verließen das Feld, dafür schickte das Trainerteam Marco Kofler, Max Oesterhelweg und Edmond Kapllani in die Partie. Und dadurch ging noch mal frischer Wind durch die Mannschaft. Die SVE hatte noch gute Möglichkeiten bei einem Konter in Überzahl oder auch bei einem Abschluss von Oesterhelweg, der an der Latte hängen blieb. Die Elversberger Fans mussten sich noch bis zur 80. Minute gedulden, bis sie zum vierten Mal an diesem Nachmittag feiern durften. Auf der linken Seite tanzte der starke Dobros seine Gegenspieler aus, brachte eine präzise Flanke in den Strafraum, wo Kapllani lauerte und den Ball mit dem Kopf zum 4:0-Endstand ins Netz drückte (80.).

Nach dem Schlusspfiff wurde die URSAPHARM-Arena dann zum Zentrum einer ausgelassenen Feier. Nach der Überreichung der Medaillen und des Pokals standen Spieler und Fans noch lange zusammen und feierten gemeinsam diesen Titel. Auch wenn mit den Aufstiegsspielen die wichtigsten Partien in dieser Saison noch anstehen, hat diese Meisterschaft in der Regionalliga Südwest schon jetzt für Euphorie gesorgt und einfach gut getan. Eine erste Belohnung für eine starke Saison, der hoffentlich noch weitere Erfolge folgen werden.

DSC04309