Historie


1907 Vereinsgründung Name: Fußball-Club “Germania” Elversberg.
1914 Kriegsausbruch, vorzeitiges Ende der sportlichen Tätigkeit
1918 Wiedergründung nach dem Ersten Weltkrieg unter dem neuen Namen: Sportvereinigung Elversberg, VfB. Der Verein zählt schon vor dem ersten Weltkrieg bei Gründung des Saar-Pfalz-Verbandes zu dessen ersten 28 Mitgliedsvereinen.
1918 Erste Sportstätte auf dem Gebiet der heutigen “Friedrich-Ludwig-Jahn”-Siedlung. 12 – 15 Fußballmannschaften, 3 Faustballmannschaften, 2 Schlagballmannschaften, 3 Damen-Tamburin-Mannschaften.
1919 Über 300 Mitglieder, Zugehörigkeit zum Süddeutschen Fußballverband und zur Deutschen Turnerschaft. Aufstieg in die A-Klasse.
1921/22 Meisterelf 1920 1921Meister der A-Klasse, Aufstieg in die erste Klasse des Süddeutschen Fußballverbandes, später Eingliederung in die Kreisliga. Ca. 1925 Pacht eines Waldgeländes südlich der Kaiserlinde und Bau eines Sportplatzes.
ca. 1925 Sportplatz um 1925Pacht eines Waldgeländes südlich der Kaiserlinde und Bau eines Sportplatzes. Das Foto zeigt den Sportplatz noch während seiner Entstehung. Nach der Fertigstellung trug die SV 07 Elversberg an dieser Stelle ihre Spiele aus – bis in die 80er Jahre. Heute befindet sich hier das Wohngebiet Willi-Neu-Ring, westlich liegt der neue LIDL-Markt (früherer Ort des Gemeindesportplatzes) und nördlich die Lindenstraße / Kreisel / Kaiserlinde. Die Straße südlich des ehemaligen Sportplatzes heißt übrigens Sportplatzstraße.
 1927 Historie_20jähriges _STiftungsfetsn18. Juni 1927: Trotz Weltwirtschaftskrise, schwindender Anzahl an Spielern und sinkendem Allgemeininteresse an Sport gelingt es dem Verein, die Kreisliga zu halten und gleichzeitig ein Sportfest zum 20-jährigen Jubiläum zu veranstalten. Der 1. Vorsitzende damals hieß Dr. Walter Friesecke.
1929/30 Abstieg in die A-Klasse.
1930 Sportplatz geht in Eigentum des Vereins über.
1930/31 Meisterelf 1930 1931Meisterschaft und Aufstieg in die Kreisliga.
1932/33 Zuteilung zur Bezirksliga wegen Neugestaltung des Spielsystems.
1934/35 Abstieg
1945 Erlaubnis der Besatzungsmächte, neue Sportgemeinschaften zu gründen: “Omni Sportverein” (Hier waren alle Sportarten vertreten). Name: Sportgemeinde Elversberg, Sparte Fußball.
1946/47 Kreisklasse 1 / Südsaarkreis (Spitzname: “Linie 9″).
1947 1948 SVE Fortuna Düsseldorf460 Mitglieder, 6 Fußballmannschaften, 1. Mai 1948 Freundschaftsspiel gegen Fortuna Düsseldorf mit Nationalspieler Paul Janes (Rekord-Nationalspieler der 40er Jahre), 3.500 Zuschauer, Ergebnis 1:5. Das Foto zeigt die beiden Mannschaften vor dem Spiel.
1949/50 Ausgliederung aus dem Südsaarkreis und Zuteilung zum Kreis Mittelsaar. 2. Platz. Durch Dreiteilung der Bezirksklasse Aufstieg zur Bezirksklasse.
1950/51 Historie_Meisterelf 1950_51_nAufstieg in die Landesliga: Am Ende der Saison 1950/51 musste ein Entscheidungsspiel zwischen der SV 07 Elversberg und RW Sulzbach über die Meisterschaft entscheiden. Beide Vereine waren nach Ende der Saison punktgleich. Die SVE gewann das Entscheidungsspiel vor mehreren tausend Zuschauern in Quierschied mit 3:2 und stieg in die höchste saarländische Amateurklasse auf.
1951/52 3. Platz 1952 Regierungsnovelle zum Vereinsgesetz: Lösung aus der Sportgemeinde und Annahme des alten Namens: “Sportvereinigung Elversberg, VfB 07″
1952/53 2. Platz
1953/54 2. Platz
1954/55 2. Platz
1956/57 6. Platz
1957 ca. 40 Prozent der Mitglieder treten aus dem Verein aus.
1959/60 Abstieg in die Ost-Staffel der 2. Amateurliga.
1961/62 Abstieg in die A-Klasse, Mittelsaarkreis.
1965/66 Abstieg in die B-Klasse, Gruppe Neunkirchen.
1966/67 2. Mannschaft wird Meister der Reserven
1967/68 Meisterelf 1967 1968Meisterschaft und Aufstieg in die A-Klasse.
1968 Saarlandmeisterschaft der B-Klasse (Vorläufer des 1974 eingeführten Saarlandpokals): Bezirksmeister Ost, im Endspiel gegen den FC Besseringen ausgeschieden.
1968/69 A-Klasse: 1. Mannschaft 5. Platz; 
2. Mannschaft 5. Platz; 3. Mannschaft 7. Platz in der C-Klasse. Nach der Saison wird die 3. Mannschaft wieder abgemeldet.
1969/70 A-Klasse: 1. Mannschaft 3. Platz; 2. Mannschaft gewinnt den Titel bei den Reserve-Teams und bleibt die gesamte Saison über ohne Niederlage.
1970/71 A-Klasse: 1. Mannschaft 7. Platz; 2. Mannschaft 2. Platz.
1971/72 A-Klasse: 1. Mannschaft 5. Platz; 2. Mannschaft 3. Platz.
1972/73 A-Klasse: 1. Mannschaft 10. Platz; 2. Mannschaft 2. Platz.
1973/74 A-Klasse: 1. Mannschaft 3. Platz; 2. Mannschaft wird erneut Meister der Reserveteams.
1974/75 A-Klasse: 1. Mannschaft 4. Platz; 2. Mannschaft 3. Platz. Trainer der 1. Mannschaft ist erstmals Jürgen Fuhrmann.
1975/76 Meisterelf 1975_1976Der Beginn einer erfolgreichen Elversberger Fußballära: Die 1. Mannschaft wird Meister der A-Klasse und steigt in die Bezirksliga auf. Im gesamten Saisonverlauf gab es nur zwei Niederlagen – gegen Blieskastel und Erbach. Am Ende sicherte sich die Mannschaft von Trainer Jürgen Fuhrmann mit zwei Punkten Vorsprung vor dem SV Kirkel die Meisterschaft. Auch die 2. Mannschaft spielte eine erfolgreiche Runde und wurde Meister der Reserveteams. Das Foto zeigt die erste Mannschaft der SV 07 Elversberg in der Meistersaison 1975/76.
1976/77 Bezirksliga: 1. Mannschaft 10. Platz; 600 Vereinsmitglieder. Im Frühjahr 1977 verlässt Trainer Jürgen Fuhrmann den Verein Richtung Wiebelskirchen.
1977/78 Bezirksliga: 1. Mannschaft 8. Platz. Trainer: Christian Links, zuvor erfolgreicher Jugend-Coach beim ASC Dudweiler. Da die Mannschaft hinter den hohen Erwartungen bleibt – eigentlich wollte man ein Wörtchen im Kampf um die Meisterschaft mitsprechen – kam es zu Jahresbeginn 1978 zu einem spektakulären Trainerwechsel: Jürgen Fuhrmann kam aus Wiebelskirchen zurück und löste Christian Links als Trainer ab.
1978/79 Bezirksliga wird zur Landesliga Nord/Ost. Trainer: Jürgen Fuhrmann. Aufstieg in die Verbandsliga. Gegen den ärgsten Verfolger SV Bexbach setzt sich die SVE an der Kaiserlinde vor 2.000 Zuschauern mit 6:0 durch. Saarlandpokal: Im Finale gegen den SV Auersmacher 5:6 n.E. verloren. Vor über 3.000 Zuschauern in Friedrichsthal stand es nach Ende der neunzig Minuten 1:1, nach der Verlängerung 2:2. Teilnahme an der DFB-Pokalrunde 1979/1980: In der ersten Runde Sieg gegen Heider SV in Friedrichsthal (5:2), in der zweiten Runde Niederlage beim SC Verl (3:1).
1979/80 Aufstieg in die Oberliga Südwest (nach Entscheidungsspiel gegen Saarwellingen vor 5.000 Zuschauern in Hasborn, Ergebnis 2:1 nach Verlängerung). Trainer: Jürgen Fuhrmann. 
2. Mannschaft spielt erstmals in der Pflichtrunde der Kreisliga B (Gruppe Bexbach), wird Meister und steigt in die Kreisliga A (Höcherberg) auf.
1980/81
Klaus Müller, SVE-Torjäger in den 80ern in der damaligen Oberliga Südwest.

Klaus Müller, SVE-Torjäger in den 80ern in der damaligen Oberliga Südwest.

Oberliga Südwest, Abschluß: 8. Platz. Trainer: Jürgen Fuhrmann. Die SVE wird bester Saarverein in der Oberliga Südwest. Saarlandpokal: Platz 3 und Teilnahme am DFB-Pokal in der Saison 1981/1982: 1. Runde: Bei der TSV Röttenbach gewinnt die SVE nach Toren von Kobel (2x) und Fuchs nach einem 0:1 Pausenrückstand noch mit 3:1. In der 2. Runde zieht die SVE ein Traumlos und empfängt am Samstag, den 10. Oktober 1981 den Bundesligisten Borussia Dortmund. 7.000 Zuschauer sehen  bei strömendem Regen im Saarbrücker Ludwigspark eine 1:4 Niederlage – trotzdem kommt die Mannschaft, die in der ersten Halbzeit mit zu viel Respekt auftrat, in der Presse sehr gut weg.
 Den Ehrentreffer zum 1:4 erzielte Leonhardt in der 83. Minute, für den BVB erzielte u.a. Manfred Burgsmüller zwei Tore. Die 2. Mannschaft spielt zusammen mit der DJK Elversberg in der Kreisliga A und erreicht den 4. Tabellenplatz. Foto: Der gebürtige Spiesener Klaus Müller im Angriff der SV 07 Elversberg steigt in dieser Szene zum Kopfball hoch. Gespielt wurde damals noch auf Hartplatz – in der dritthöchsten Liga Deutschlands!

1981/82 Oberliga Südwest 1981_694672181_oOberliga Südwest, Abschluß: 9. Platz. Pokal: Vize-Saarlandpokalsieger. Im Achtelfinale gegen Furschweiler gewonnen. Im Viertelfinale gegen den ASV Dudweiler, im Halbfinale gegen Röchling Völklingen gewonnen. Im Finale verliert die SVE in Saarwellingen gegen den FC Ensdorf mit 0:1. Höhepunkte in der zweiten Oberligasaison sind ein 4:2 Heimerfolg über den 1. FC Saarbrücken (FC-Trainer Uwe Klimaschefski blieb gerüchteweise in Saarbrücken, da er nicht mit dem Elversberger Hartplatz vorlieb nehmem wollte), ein 3:3 zu Hause gegen den späteren Meister FC Homburg, ein 2:1 Heimerfolg über Borussia Neunkirchen und ein 2:1 Sieg beim FK Pirmasens. Spektakulär: Am 30. November 1981 wechselt der Aufstiegs-Trainer Jürgen Fuhrmann zu Borussia Neunkirchen, Walter Paulus übernimmt an der Kaiserlinde. Zuschauerschnitt in dieser Saison: 1.197 Zuschauer pro Heimspiel. Walter Paulus beendete sein Trainer-Engagement noch in der gleichen Saison, da er der beruflichen Doppelbelastung nicht gewachsen war – allerdings erst, nachdem der Klassenerhalt unter Dach und Fach war. Zur neuen Saison kehrt Jürgen Fuhrmann aus Neunkirchen wieder zurück.
1982/83 Jürgren Fuhrmann und Lothar MorgenthalOberliga Südwest, Abschluß: 11. Platz. Trainer: Jürgen Fuhrmann. Zuschauerschnitt: 925 pro Heimspiel. Pokal: 1. Runde: SVE – Kleinottweiler 4:2 Achtelfinale: SVE – ASC Dudweiler 6:4 nach Verlängerung Viertelfinale: SVE – Hasborn 3:2 Halbfinale 1. FC Saarbrücken – SVE 3:0. Das Punktspiel beim späteren Meister 1. FC Saarbrücken geht aus Elversberger Sicht im Ludwigspark vor 8.000 Zuschauern mit 0:2 verloren. SVE-Stürmer Klaus Müller erzielte 18 Saisontreffer und spielte sich somit in den Fokus höherklassiger Vereine. Das Foto zeigt die leider schon verstorbene Trainerlegende der SVE, Jürgen Fuhrmann (re.) sowie den damaligen Sportvorstand Lothar Morgenthal.
1983/84 1982 Baubeginn KaiserlindeOberliga Südwest, Abschluß: 7. Platz, knapp hinter dem FK Pirmasens und Wormatia Worms, aber noch vor dem FSV Mainz 05 und Borussia Neunkirchen. Trainer: Jürgen Fuhrmann, ab 30. Spieltag Lothar Morgenthal. Ab Sommer 1983 trägt die SVE ihre Heimspiele erstmals auf Rasen im neuen Waldstadion an der Kaiserlinde aus. In einer “internen” Tabelle der saarländischen Oberligisten (FC Homburg, ASC Dudweiler, Borussia Neunkirchen, FC St. Wendel, Röchling Völklingen) belegt die SVE hinter Südwestmeister FC Homburg den zweiten Platz. Saisonhöhepunkte sind die Heimsiege gegen den FC Homburg (3:2 vor 2.800 Zuschauern) und Borussia Neunkirchen (5:1). Zuschauerschnitt: 1.041 pro Heimspiel. Pokal: 2. Hauptrunde: Rohrbach – SVE 1:5, Achtelfinale: Neuweiler – SVE 3:2 nach Elfmeterschießen. Nach der Saison wechselt Stürmer Klaus Müller (19 Saisontore) zum FC Homburg in de Zweite Bundesliga. Foto: Bis zum Jahr 1983 trug die SVE ihre Heimspiele auf dem Hartplatz aus. Baubeginn des Stadions an der Kaiserlinde war 1982, bis zum ersten Spiel dauerte es dann noch bis 1983.
1984/85 Oberliga Südwest, Abschluß: 15. Platz. Die SVE kann sich nur knapp vor dem Abstieg retten. Trainer: Hans Günther Müller, ab 24. Spieltag Lothar Morgenthal und Kapitän Dieter Paul, ab 30. Spieltag Manfred Klein. Pokal: Gegen SV Auersmacher ausgeschieden. Drastischer Einbruch bei den Zuschauerzahlen, der Schnitt beträgt nur noch 618 Zuschauer pro Heimspiel.
1985/86 Oberliga Südwest, Abschluß: 15. Platz. Trainer: Günter Schmalz. Der Zuschauerschnitt liegt nur noch bei 447 Zuschauern pro Heimspiel. Pokal: 2. Runde SV Blickweiler – SVE 4:2. Die Hauptereignisse dieser Saison finden aber abseits des grünen Rasens statt: Hans-Jürgen Euschen, 1. Vorsitzender, tritt zurück, da ihm finanzielle Unregelmäßigkeiten zu Last gelegt werden. Aufgrund ausstehender Zuwendungen an Spieler droht die Einstellung des Spielbetriebs. Der Verein wird in dieser Zeit von einem Notvorstand geführt, dem Hans Albert Lauer, Wolfgang Mühlen, Werner Förster und Fritz Berwanger angehören. In einer Mitgliederversammlung im Februar 1982 wird der offizielle Schuldenstand von 742.439 DM bekannt gegeben. Mannschaftskapitän Dieter Paul gibt während der Versammlung bekannt, daß alle Spieler auf beträchtliche Summen verzichten, um dem Verein wieder auf die Beine zu helfen. Trotz dieser Turbulenzen gelingt der Mannschaft der Klassenerhalt, obwohl man im April noch auf dem vorletzten Platz lag und bereits als sicherer Absteiger verspottet wurde.
1986/87 Oberliga Südwest, Abschluß: 18. Platz und somit Tabellenletzter. Bester Tabellenplatz während der gesamten Saison ist Rang 16. Trotzdem fehlen am Ende gerade mal vier Pünktchen zum Klassenerhalt. Zu Hause gelingt der SVE gegen den FK Clausen ein 7:3 Erfolg, obwohl man nach 35 Minuten bereits mit 0:3 zurück lag. Mit 81 Gegentreffern stellt man die schlechteste Abwehr der Liga, während der Saison gilt es, mehrere heftige Klatschen zu verkraften (u.a. 1:5 gegen Überherrn, Trier und Ludwigshafen). Der Zuschauerschnitt beträgt nur noch 300 Zuschauer pro Heimspiel. Trainer: Heinz Nitze, ab 10 Spieltag Günter Schmalz. Abstieg in die Verbandsliga.
1987/88 Verbandsliga Saar, Abschluß: 7. Platz mit 34:34 Punkten und 50:62 Toren. Trainer: Johannes Mainka.
1988/89 Verbandsliga Saar, Abschluß: 17. Platz. Trainer: Johannes Mainka. Abstieg in die Landesliga. Gemeinsam mit Elversberg steigt der Traditionsclub Röchling Völklingen ab.
1989/90 Landesliga Nord/Ost, Abschluß: 9. Tabellenplatz. Trainer: Norbert Hess. Frank Holzer übernimmt im Herbst 1989 das Amt des 1. Vorsitzenden. Der Verein steht zu diesem Zeitpunkt auf einem Abstiegsplatz, der Sturz in die Bezirksliga droht, zudem drückt den Verein eine Schuldenlast von 800.000 DM. Obwohl man am Saisonende auf dem neunten Platz liegt, hat man nur drei Punkte mehr auf dem Konto als die Absteiger. Pokal: In der ersten Runde gegen Mimbach ausgeschieden.
1990/91 Landesliga Nord/Ost, Abschluß: 1. Platz mit 51:9 Punkten und 87:24 Toren. Der Tabellenzweite Limbach hat 43:17 Punkte auf dem Konto. Trainer: Norbert Hess. Aufstieg in die Verbandsliga Saar. In dieser Saison spielt man übrigens erstmals seit Jahren wieder mit der DJK Elversberg in einer Klasse. Zu den beiden Ortsderbies kommen jeweils fast 1.000 Zuschauer. Pokal: In der ersten Runde gegen Alsweiler ausgeschieden.
1991/92 Verbandsliga Saar, Abschluß: 5. Platz. Trainer: Norbert Hess, später Frank Holzer.
1992/93 Verbandsliga Saar, Abschluß: 8. Platz. Trainer: Klaus Müller, später Frank Holzer/Günter Hermann/Heiner Kraus. Pokal: Im Achtelfinale gegen SV Ludweiler ausgeschieden.
1993/94 Verbandsliga Saar, Abschluß: 1. Platz mit zwei Punkten Vorsprung vor dem VFB Dillingen. Trainer: Jürgen Fuhrmann. Aufstieg in die Oberliga Südwest. Pokal: Im Achtelfinale gegen SC Gresaubach ausgeschieden.
1994/95

“Klassenerhalt vor dem Sportgericht – Hauenstein sei Dank”

Oberliga Südwest, Abschluß: 14. Platz (letzter Nichtabstiegsplatz) mit einem Punkt Vorsprung vor dem FSV Saarwellingen. Trainer: Jürgen Fuhrmann, später Frank Holzer/Günter Hermann, dann Heinz Histing.

Erst die beiden Heimsiege gegen Saarwellingen am 32. Spieltag (2:0) und gegen Prüm am 34. Spieltag (4:2) sichern den Klassenerhalt. Kurios: Eigentlich wäre die SVE trotz Tabellenplatz 14 abgestiegen, da es aufgrund des Zwangsabstiegs des 1. FC Saarbrücken aus der Zweiten Liga zu einer Kettenreaktion in den darunter liegenden Klassen gekommen wäre. In der Regionalliga betroffen war der sportlich gerettete SC Hauenstein, der gegen seinen Abstieg klagte – und Recht bekam. Somit durfte auch die SVE in der Oberliga bleiben. Pokal 1995: Im Achtelfinale gegen SV Auersmacher gewonnen. Im Viertelfinale gegen Hüttigweiler ausgeschieden.

1995/96

“Sensationeller Aufstieg in die Regionalliga – Dramatik pur am letzten Spieltag”

Oberliga Südwest, Abschluß: 1. Platz. Trainer: Frank Holzer/Günter Hermann. Aufstieg in die Regionalliga West/Südwest.

Oberliga Meister Saison 1995_1996Gegen den härtesten Konkurrenten TuS Koblenz setzte sich die SVE an der Kaiserlinde vor 1.300 Zuschauern mit 3:1 durch. Die Entscheidung um den Aufstieg fiel erst am letzten Spieltag. Obwohl die SVE in Eisbachtal verlor, feierte man schließlich die Meisterschaft, da Koblenz in Mettlach nur 1:1 gespielt hatte. Pokal: Im Achtelfinale gegen Sitzerath gewonnen. Im Viertelfinale gegen SC Halberg-Brebach ausgeschieden. Die 2. Mannschaft verfehlte knapp den Aufstieg in die Kreisklasse A. Das Foto zeigt die Meistermannschaft der Saison 1995/96.

1996/97

“Nach nur einem Jahr ist das Abenteuer Regionalliga schon wieder beendet”

Regionalliga West/Südwest, Abschluß: 18. Platz
. Trainer: Joe Brehmer, später Frank Holzer/Günter Hermann, dann Neale Marmon/Günter Hermann. 


Abstieg in die Oberliga Südwest. Pokal 1997: In der 2. Hauptrunde gegen Borussia Neunkirchen ausgeschieden 
2. Mannschaft im Entscheidungsspiel gegen SV Altstadt 3:2 verloren.

1997/98

“Souveräner Wiederaufstieg in die Regionalliga West/Südwest”

Oberliga Südwest, Abschluß: 1. Platz
. Trainer: Neale Marmon.

Zugänge: Bernd Rohrbacher (1. FC Saarbrücken A.); Ralph Flausse, Elvir Melunovic, Valentin Valtschev, David Weidner, Sascha Bähring, Frank-Peter Seibert (alle Borussia Neunkirchen); Klaus Schott (eigene Zweite Mannschaft); Emanuel Jost, Dirk Dattge, Maxwell Siaw, Tobias Fick (alle eigene Jugend); Gary Blissett (während der Vorrunde von den Sembawang Rangers / Singapur)

Abgänge: Jens Kiefer (Borussia Neunkirchen); Dragan Kavac, Robert Clarke (Ziel unbekannt); Vincenzo Tino La Cava (SC Halberg Brebach); Bernd Gries (RW Hasborn); Michael Graf (Viktoria Hühnerfeld); Christian Stopp (SV St. Ingbert); Andreas Wagner SV Saar 05 Saarbrücken); Thomas Müllenbach (Ziel unbekannt)

Frank Holzer hatte nach dem Abstieg aus der Regionalliga die Weichen auf sofortigen Wiederaufstieg gestellt. Mit Neale Marmon, der bereits in der Winterpause der letzten Saison den Trainerposten übernommen hatte, nahm der Profifußball in Elversberg erste Züge an. Marmon, der bereits in der Rückrunde mit seiner Mannschaft beachtliche Ergebnisse erzielen konnte, profitierte dabei aus seiner langjährigen Erfahrung als Spieler beim VFL Osnabrück, bei Hannover 96, bei Colchester United, beim FC Homburg und beim FSV Salmrohr. Auch wenn die meisten Spieler der späteren Meistermannschaft noch einer Arbeit nachgingen, versuchte Marmon, wie mit einer waschechten Profitruppe zu arbeiten. Dies erwies sich letztlich als Garant des Erfolgs und war der Hauptgrund für die souveräne Meisterschaft.

Oberliga-Meister 1997_1998

Saar-Derby beim SC Halberg Brebach: Marek Wosnitza (am Ball), Ralf Dräger, im Hintergrund Neale Marmon (noch als Spielertrainer), im Tor Jörg Heidenreich und links am Bildrand Almir Delic.

Bereits vor der Saison sorgte der Wechsel von gleich sechs Spielern vom Neunkircher Ellenfeld an die Elversberger Kaiserlinde für Furore. Der Stamm der Mannschaft, der in der Rückrunde seine Regionalligatauglichkeit zwar schon beweisen, den Abstieg aber nicht mehr verhindern konnte, wurde gehalten, hinzu kam mit Bernd Rohrbacher von den Amateuren des 1. FC Saarbrücken ein Spieler mit Profierfahrung. Von Anfang an, nachdem man sich am ersten Spieltag mit 4:2 gegen Mettlach hatte durchsetzen können, belegte die SpVgg einen der vorderen Plätze und verbuchte in der gesamten Vorrunde nur zwei Niederlagen. Am zweiten Spieltag gab es beim späteren Zweitplatzierten Eisbachtal eine 2:3 Niederlage, und am 17. Spieltag verlor man völlig überraschend mit 0:3 beim SV Auersmacher. Obwohl zu diesem Zeitpunkt längst Tabellenführer, befand sich die SpVgg zu Beginn der Rückrunde an einem Scheideweg. Nachdem auch das Spiel beim SV Mettlach mit 0:1 verloren ging, stand die SpVgg vor dem Heimspiel gegen den Verfolger SF Eisbachtal gehörig unter Druck. Und dieses Spiel sollte als wohl eines der Besten in die Elversberger Fußballgeschichte eingehen. Trotz zwischenzeitlicher 1:0 Führung durch Ralph Flausse nutzen die Gäste aus dem Westerwald die Verunsicherung der SpVgg aus und profitierten dabei von einer an Torhüter Jörg Heidenreich verhängten Roten Karte, der angeblich eine Tätlichkeit begangen haben sollte. Bis zur Pause führte Eisbachtal, angetrieben vom überragenden früheren Bundesligaakteur Thorsten Wörsdorfer mit 3:1, und niemand gab mehr einen Pfifferling auf die SpVgg. Doch mit der Einwechslung des Engländers Gary Blissett in der 66. Minute, er kam einige Woche zuvor aus Singapur zur SpVgg, wendete sich das Blatt. Blissett selbst und Christian Mehle sorgten bis zur 82. Minute für das 3:3, und in der 90. Minute wuchtete Gary Blissett, früher Spieler beim FC Wimbledon in der englischen Premier League, nach einem Mehle – Eckball die Kugel unhaltbar in die Maschen.

Dieses Spiel bedeute den Knackpunkt in Sachen Meisterschaft und die SpVgg steuerte sicher ihrem großen Ziel entgegen. Besonders auswärts behielt die Mannschaft stets die Nerven und konnte bis auf das Spiel in Eisbachtal vom zweiten Spieltag alle übrigen Spitzenspiele für sich entscheiden (1:0 in Hauenstein, 3:0 in Brebach, 2:0 in Pirmasens, 1:0 in Hamm in Unterzahl, 2:1 in Idar-Oberstein, 2:0 in Neunkirchen). Am drittletzten Spieltag war es dann so weit und die Mannschaft von Neale Marmon konnte durch einen 5:0 Sieg gegen die TSG Pfeddersheim bereits vorzeitig die Meisterschaft klar machen. Am Ende hatte man acht Punkte Vorsprung vor dem ärgsten Verfolger SF Eisbachtal, und die gesamte Liga musste die Dominanz der SpVgg neidlos anerkennen. Als Glücksgriff erwies sich der bereits in der Winterpause der Regionalligasaison von Niederauerbach gekommene Bosnier Almir Delic, damals 21 Jahre jung, der 34 Spiele in der Oberliga bestritt und zwölf Tore erzielte. Einige Jahre später sollte Delic sein Glück bei Waldhof Mannheim bzw. bei Schweinfurt 05 in der Zweiten Bundesliga versuchen. Im Saarlandpokal schied die SpVgg im Halbfinale mit 0:2 beim Regionalligisten FC Homburg aus.

2. Mannschaft: Endlich gelingt der Aufstieg in die Kreisliga A. – Auch für die 2. Mannschaft beginnt somit ein erfolgreiches Jahrzehnt, man gewinnt Meisterschaft auf Meisterschaft und spielt sich schließlich hoch bis in die Oberliga.

1998/99

“Tolle Saison nach dem Wiederaufstieg in die Regionalliga”

Regionalliga West/Südwest, Abschluß: 12. Platz. 
Trainer: Neale Marmon.

Neuzugänge: Nenad Drljaca (FC Homburg); Mario Nickeleit, Peter Eiden (beide 1. FC Saarbrücken); Brent Goulet (Wuppertaler SV); Catalin Racanel, Pascal Euler, Dimitri Papava (alle Borussia Neunkirchen); Andreas Reisinger (FK Pirmasens); Jochen Zwirnlein (SC Hauenstein); Lars Knobloch (während der Saison vom FC Homburg); Tobias Fick (als A-Jugendlicher in der Rückrunde eingesetzt)

Abgänge: Markus Krumm, Dirk Dattge, Klaus Schott (alle SV St. Ingbert); Christian Wagner (TuS Steinbach); Ralf Draeger (Kutzhof); Ralph Flausse (Borussia Neunkirchen); Eric Gianonatti (Röchling Völklingen); Gerhard Kohns (ASV Kleinottweiler); Bernd Rohrbacher (Spielertrainer RW Hasborn); Marek Wosnitza (Borussia Neunkirchen), Sascha Bähring, Frank-Peter Seibert (beide SC Halberg Brebach); Stefan Wachter (SC Bosen); Maxwell Siaw (SG Noswendel-Wadern)

Frank Holzer hatte aus dem Desaster aus der Saison 1996/97, als man sang – und klanglos wieder aus der Regionalliga absteigen musste, gelernt und die Mannschaft im Rahmen der Möglichkeiten verstärkt. Der in der Oberliga eingeschlagene Weg, unter Trainer Neale Marmon unter Profibedingungen zu arbeiten, wurde fortgeführt. Zahlreiche Spieler, die in den letzten Jahren das Spiel der SpVgg mitgeprägt hatten, verließen nach dem Aufstieg den Verein, weil ihnen die Regionalliga zu zeitaufwendig und nicht mehr mit ihrem Beruf vereinbar war. Statt dessen versuchten sie ihr Glück allesamt bei saarländischen Amateurvereinen, von denen die SpVgg vor zwei Jahren noch selbst einer war. Spektakulärster Neuzugang war Brent Goulet vom Wuppertaler SV, ein ehemaliger US-Nationalspieler, der 1988 in Seoul die Bronzemedaille gewann und sich in den 90iger Jahren u.a. bei Tennis Borussia Berlin, RW Oberhausen, dem Bonner SC und beim Wuppertaler SV als Stürmer einen gefürchteten Namen machte. Seine Tore sollten entscheidend zum Klassenerhalt beitragen. Aber auch die anderen Neuzugänge, allen voran Mario Nickeleit und der Spiesener Peter Eiden vom 1. FC Saarbrücken, Nenad Drljaca vom FC Homburg, Catalin Racanel und Dimitri Papava von Borussia Neunkirchen und Torhüter Jochen Zwirnlein vom SC Hauenstein trugen zum gelungenen Abschneiden der Saison bei.

Saarderby gegen den FC Homburg: Miroslav Klose im Dress des FCH steigt zum Kopfball hoch, Papava und Valtschev haben das Nachsehen. Die Partie endete 0:0.

Saarderby gegen den FC Homburg: Miroslav Klose im Dress des FCH steigt zum Kopfball hoch, Papava und Valtschev haben das Nachsehen. Die Partie endete 0:0.

Trotzdem startete die SpVgg als krasser Außenseiter und Abstiegskandidat Nummer 1. Doch das sollte sich schon bald ändern und gerade gegen die großen Vereine zeigte die SpVgg in dieser Saison beeindruckende Leistungen. Im ersten Spiel rettete Dimitri Papava mit seinem 1:1 Ausgleich in der letzten Minute gegen Preußen Münster seine Mannschaft vor einem klassischen Fehlstart. Dem 0:0 bei der SpVgg Erkenschwick folgte das Heimspiel gegen den Wuppertaler SV, das mit 1:0 gewonnen wurde. Obwohl die SpVgg über 90 Minuten überlegen war, einen Elfmeter verschoss und Almir Delic nur den Pfosten traf, stand es bis zur letzten Minute noch 0:0. Doch dann kam der Engländer Gary Blissett, der nach einem Eckball von Christian Mehle den Ball ins Wuppertaler Tor wuchtete und so den ersten Sieg der Saison bescherte. Nach diesen drei Spielen war für alle Beteiligten klar, dass die SpVgg, anders noch als vor zwei Jahren, konditionell und spielerisch mithalten konnte. Zu den Höhepunkten zählten die Spiele gegen die Spitzenteams SF Siegen (auswärts 1:1, zu Hause 3:0) und Alemannia Aachen. Die Elf vom Tivoli, die am Ende der Saison in die Zweite Bundesliga aufstieg, hatte in beiden Spielen gegen die SpVgg große Probleme und konnte jeweils nur mit 2:1 gewinnen. Das Heimspiel gegen Aachen wurde aus organisatorischen und sicherheitstechnischen Gründen übrigens in den Saarbrücker Ludwigspark verlegt, da weit über 1000 Aachener Fans ihrer Mannschaft im Aufstiegskampf den Rücken stärkten. Nach zwischenzeitlicher 2:0 Führung für Aachen erzielte Brent Goulet mit einem Heber aus 40 Metern den Anschlusstreffer, und am Ende hatte Aachen Glück, dass Sascha Loos nach einem Eckball nur den Pfosten traf.

Spektakulär waren auch die beiden Spiele gegen den 1. FC Saarbrücken. Das Heimspiel, ausgetragen im Ellenfeldstadion, ging aus Elversberger Sicht mit 0:1 verloren. Trotz einer überragenden ersten Hälfte und einer Vielzahl an Chancen ging die Elf von Neale Marmon am Ende als Verlierer vom Platz, da man sich von dem 0:1 Rückstand zu Beginn der zweiten Hälfte nicht mehr erholen konnte. In Saarbrücken lief es für die SpVgg besser: Mario Nickeleit brachte die SpVgg in Führung, und wäre Peter Eiden Mitte der Zweiten Halbzeit nicht ein Eigentor gelungen, hätte sich der große Favorit aus der Landeshauptstadt wohl blamiert bis auf die Knochen. In Erinnerung blieben auch die Spiele gegen die Spitzenteams SC Paderborn und Bayer Leverkusen Amateure, die an der Kaiserlinde mit 3:0 bzw. 2:0 unter die Räder kamen. Einziges Dilemma dieser Saison war die mangelnde Konstanz, so folgten z. B. oben genannten Siegen gegen Paderborn und Leverkusen jeweils nur enttäuschende 1:1 Unentschieden gegen die Kellerkinder aus Salmrohr und Remscheid. Trotzdem war diese Runde für nicht wenige SVE-Anhänger die schönste Saison in der Regionalliga, gerade weil man als No-Name-Verein gestartet war und angenehm überzeugen konnte. Gerade der Respekt der meisten Gegner, die vor allem die kämpferische Einstellung und den Willen der SpVgg schätzen und fürchteten, trug zu dieser Einstellung bei. Den Nagel auf den Kopf traf Markus Kalmes, ein Redakteur der Saarbrücker Zeitung, der in einem seiner Berichte schrieb: “Die SpVgg ist eine Mannschaft, die erst dann aufhört zu kämpfen, wenn das Wasser unter der Dusche kalt ist.” Tobias Fick, eigentlich noch Spieler der A-Jugend, kam gegen Ende der Saison noch zu fünf Einsätzen in der Regionalliga.

Im Saarlandpokal schied die SpVgg in einem dramatischen Spiel zu Hause gegen Borussia Neunkirchen (Oberliga) mit 4:5 aus. Dem ehemaligen Elversberger Jens Kiefer gelangen dabei vier Tore.

1999/2000

“Dramatische Qualifikation zur zweigleisigen Regionalliga”

Regionalliga West/Südwest, Abschluß: 12 Platz
. Trainer: Neale Marmon

Zugänge: Bernd Eichmann (FC Homburg), Marek Czakon (Eintracht Trier), Marek Wosnitza (Borussia Neunkirchen), Tim Lawson (Hibernian Saints; Pacific Coast Soccer League), Alexandre de Arruda Marques (Bridgeport Soccer Club; USA), Paulo Henrique Barbosa (FC Campo Grande; Rio de Janeiro), Juan Carlos Corvalan (1. FC Saarbrücken), Patrick Klyk (1. FC Saarbrücken), Charles Haffner (1. FC Saarbrücken), Oliver Hirschauer (FSV Hemmersdorf), Stéphane Gillet (Spora Luxemburg), Patrick Bick (FC Homburg, ab dem 8. Spieltag), Oleksandr Gayduk (kam in der Winterpause vom SC Katar), Adam Kucz (kam in der Winterpause von Odra Wodzislav / Polen)

Abgänge: Catalin Racanel (Eintracht Trier), Tobias Fick (ausgeliehen zum SC Gresaubach), Nenad Drljaca (FC Homburg), Andreas Reisinger (TuS Hohenecken), David Weidner, Elvir Melunovic (FC Homburg), Peter Eiden (Borussia Neunkirchen), Lars Knobloch (FC Homburg), Pascal Euler (SC Halberg – Brebach), Christian Mehle (FC Homburg), Massimo D`Ippolito (VFB Theley)

Schon die Anzahl und Qualität der zahlreichen Neuzugänge machten deutlich, um was es für die SpVgg Elversberg in dieser Saison ging: Um die Qualifikation zur zweigleisigen Regionalliga. Ab der Saison 2000/2001 sollten die bisher vier Regionalligen (Nord, Nord-Ost, West-Südwest, Süd) auf zwei reduziert werden. Für die Regionalliga West/Südwest wurden die Plätze 2 – 11 als direkte Qualifikationsplätze vergeben, der nach Rundenende auf Platz 12 stehende Verein musste in die Relegation gegen die Oberligameister aus den Bereichen Südwest, Nordrhein und Westfalen. Trotz einer auf 19 Vereine aufgestockten Liga (Pirmasens und Idar-Oberstein stiegen beide aus der Oberliga Südwest auf) und zahlreichen Traditionsvereinen, darunter vier Absteigern aus der Zweiten Bundesliga (Wattenscheid 09, KFC Uerdingen, Fortuna Düsseldorf, FC Gütersloh) peilte die SpVgg vor Rundenbeginn den elften Platz und somit die direkte Qualifikation zur zweigleisigen Regionalliga an.

Die Saison selbst bedeute für alle Beteiligten dann ein Wechselbad der Gefühle: Nie konnte man sich entscheidend von diesem elften Platz absetzen, die Mannschaft spielte zu unkonstant und ließ teils spektakulären Siegen immer wieder Niederlagen folgen. Zu den Höhepunkten zählten der 8:2 Erfolg gegen den FK Pirmasens (einer der höchsten Siege in der Regionalliga-Geschichte überhaupt), das 0:0 an der berüchtigten Hafenstraße bei RW Essen, die 0:5 Niederlage gegen den 1. FC Saarbrücken vor nahezu 7000 Zuschauern im Neunkircher Ellenfeld, die beiden 2:1 Siege beim KFC Uerdingen und bei der SG Wattenscheid 09 sowie der 3:2 Heimerfolg gegen den späteren Aufsteiger (in der Aufstiegsrunde) LR Ahlen. Vier Spieltage vor Schluss war die Dramatik dann kaum noch zu überbieten. Nach einem 1:1 Unentschieden zu Hause gegen RW Essen musste die SpVgg beim 1. FC Saarbrücken antreten. Vor 20.000 Zuschauern verlor die SpVgg im Ludwigspark chancenlos mit 0:2 (live Übertragung im SR-Fernsehen) und der 1. FCS konnte unter Trainer Klaus Toppmöller bereits vorzeitig die Meisterschaft und den Aufstieg in die Zweite Bundesliga feiern. Jetzt musste gegen Wattenscheid 09 an der Kaiserlinde unbedingt ein Sieg her, um noch eine Chance auf die Regionalligaqualifikation zu haben. Trotz überlegen geführtem Spiel und einer zwischenzeitlichen 1:0 Führung durch Marek Czakon verlor die SpVgg am Ende mit 1:2 und belegte nach diesem vorletzten Spieltag den 13. Tabellenplatz. Die Qualifikation war in weite Ferne gerückt, zumal man noch bei den heimstarken Sportfreunden aus Siegen (Platz 3 in der Abschlusstabelle) antreten musste.

Mit Preußen Münster, den Amateuren von Borussia Dortmund, dem KFC Uerdingen, dem SC Paderborn, den Amateuren des 1. FC Kaiserslautern und der SpVgg Elversberg kämpften gleich sechs Teams um drei noch zu vergebene Plätze. Die besten Chancen hatten Münster (Heimspiel gegen Verl), Borussia Dortmund (Spiel in Wattenscheid, jedoch gutes Torverhältnis) und der SC Paderborn, dem ein Punkt bei den FCK-Amateuren genügt hätte. Doch jetzt zum Spiel der SpVgg in Siegen: Charles Haffner hatte die SpVgg nach 51 Minuten mit 1:0 in Führung gebracht, die der einige Jahre später mal in Elversberg spielende Titus Ottiji nach 60 Minuten aber ausgleichen konnte. Bis zur 90. Minute hatte dieses 1:1 bestand, und die SpVgg war in die Oberliga abgestiegen. Doch dann kamen die drei Minuten, die man in Elversberg wohl nie vergessen wird: Der Pole Marek Czakon erzielte noch zwei Treffer und sicherte der SpVgg den vielleicht wichtigsten Sieg der Vereinsgeschichte. Ein Blick auf die Abschlusstabelle macht deutlich, welche Bedeutung gerade das 3:1 hatte: Mit Uerdingen (4:1 Sieg in Idar-Oberstein, 48 Punkte, 52:52 Tore, Platz 11), Elversberg (48 Punkte, 49:49 Tore, Platz 12), Paderborn (3:2 Niederlage in Kaiserslautern trotz zwischenzeitlicher 2:1 Führung, 48 Punkte, 47:47 Tore, Platz 13) und dem 1. FC Kaiserslautern (48 Punkte, 49:55 Tore) waren gleich vier Teams punktgleich und sogar drei torgleich. Die Anzahl der erzielten Tore bedeute jedoch für Uerdingen die direkte Qualifikation, für die SpVgg Platz 12 und somit Teilnahme an der Relegation und für Paderborn den Abstieg in die Oberliga. Ein Tor weniger in Siegen, und die SpVgg wäre trotz eines 2:1 Erfolges bei den lange Zeit um den Aufstieg mitspielenden Sportfreunden in die Oberliga abgestiegen.

Die Relegationsrunde mit den Oberligameistern Südwest (Borussia Neunkirchen), Nordrhein (Wuppertaler SV) und Westfalen (VFB Hüls), wegen der Reduzierung von vier auf zwei Ligen und somit von 73 auf 36 Mannschaften notwendig geworden, begann für die SpVgg mit einem Heimspiel gegen den Nachbarn aus dem Ellenfeld. Vor 4500 Zuschauern an der Kaiserlinde, die trotz der Live-Übertragung des SR gekommen waren, siegte die SpVgg deutlich mit 3:0 (Tore: Goulet, Czakon, Delic) und zeigte der Borussia deutlich ihre Grenzen auf. Das zweite Spiel führte die SpVgg an einem Mittwochabend nach Marl-Hüls, wo gegen den dort ansässigen VFB glücklich mit 2:1 gewonnen wurde (Tore: Goulet, Eigentor). Da am selben Tage der Wuppertaler SV mit 5:0 bei Borussia Neunkirchen triumphierte, kam dem letzten Spiel besondere Bedeutung zu. Wuppertal, mit drei Punkten und einem Torverhältnis von 5:1, musste gegen die SpVgg unbedingt gewinnen, der Elf von der Kaiserlinde genügte bei sechs Punkten und einem Torverhältnis von ebenfalls 5:1 bereits ein Unentschieden. Und der Verband trieb die Dramatik noch auf die Spitze: Das ursprünglich in Bad Kreuznach geplante Spiel wurde zwei Tage vorher abgesagt, da in der Kurstadt angeblich keine ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen existieren würden. Mit über einwöchiger Verspätung fand das Spiel schließlich in Worms statt. Trotz zweimaligem Rückstand konnte die SpVgg durch Almir Delic immer wieder egalisieren, und als Juan Carlos Corvalan schließlich in der 83. Minute das 3:2 erzielte, kannte die Freude bei den 300 mitgereisten Anhängern keine Grenzen mehr. Die SpVgg war unter den besten 72 Mannschaften Deutschlands (die Teams der 1. und 2. Liga sowie die Teams der beiden 3. Ligen zusammengezählt)!

Nach einer turbulenten Saison mit vielen Höhen und Tiefen hatte die SpVgg in einem atemberaubenden Schlussspurt die Qualifikation zur zweigleisigen Regionalliga doch noch geschafft und somit für eine kleine Sensation gesorgt. Als der Mannschaftsbus an dem Abend des Worms-Spiels in Elversberg einfuhr, empfingen etwa 150 SVE-Fans ihre Helden bereits am Ortseingang und machten die Nacht zum Tage. Im Saarlandpokal schied die SpVgg im Achtelfinale an der Kaiserlinde mit 1:5 gegen den 1. FC Saarbrücken aus.

2000/2001

“Erste Saison in der zweigleisigen Regionalliga mit Höhen und Tiefen: Zuerst Tabellenführer, dann fast abgestiegen”

Regionalliga Süd, Abschluß: 14. Platz
. Trainer: Neale Marmon (bis April 2001). Danach: Frank Holzer mit Johannes Mainka.

Zugänge:  Jens Gerlach (1. FC Saarbrücken), Minas Hantzidis (Wuppertaler SV), Branko Zibert (1. FC Saarbrücken), Grover Gibson (FC Augsburg), Dominik Holzer (eigene Jugend), Daniel Matheis (eigene Jugend), Hans-Joachim Mainka (eigene Jugend), Emanuel Jost (2. Mannschaft), Evans Wise (Winterpause vom SSV  Ulm), Tobias Fick (Winterpause vom SC Gresaubach)

Abgänge:  Almir Delic (SV Waldhof Mannheim), Marek Wosnitza (FC 08 Homburg), Oliver Hirschauer (RW Hasborn), Daniel Bartenschlager (FV Eppelborn), Mario Nickeleit (FC Grün-Weiß Wolfen), Oleksandr Gayduk (Ziel unbekannt), Adam Kucz (Lech Posen)

Das Spieljahr 2000/2001 zählte im nachhinein zu einem der Spektakulärsten der Elversberger Regionalligageschichte. Durch die erst in allerletzter Minute errungene Qualifikation zur zweigleisigen Regionalliga blieb dem Vorstand nur wenig Zeit, um die Mannschaft gezielt zu verstärken. Trotzdem gelang es Frank Holzer, mit Jens Gerlach, Minas Hantzidis, Branko Zibert und Grover Gibson ausnahmslos echte Verstärkungen an Land zu ziehen.

Und die Mannschaft, wohl noch beflügelt von der erfolgreichen Qualifikationsrunde, legte los wie die Feuerwehr und gewann sensationell die ersten drei Saisonspiele (1:0 gegen Carl Zeiss Jena vor 2500 Zuschauern, 3:1 in Siegen, 1:0 gegen 1860 München Amateure vor 2000 Zuschauern). Ab dem zweiten Spieltag war man Tabellenführer der neu geschaffenen Regionalliga Süd und schwamm auf einer Welle der Euphorie. Der Höhepunkt der Saison stieg bereits am vierten Spieltag, wo man beim Aufstiegsanwärter Nummer 1, dem Karlsruher SC, anzutreten hatte. Vor weit über 14 000 Zuschauern, darunter etwa 250 mitgereiste SVE-Anhänger, gelang der Mannschaft von Neale Marmon ein 0:0 Unentschieden gegen die von Stefan Kuntz trainierte Karlsruher Mannschaft. Die SpVgg führte weiter die Tabelle der Regionalliga Süd an, ließ sich von der ersten Niederlage beim SC Pfullendorf (1:2) nicht aus der Bahn werfen und war bundesweit in aller Munde. Sogar die Sport-Bild, eine der größten deutschen Sportzeitungen, widmete der SpVgg einen ganzseitigen Bericht mit der Überschrift: “Europameister Kuntz……..jagt dieses Dorf.” Ab dem neunten Spieltag verlor die SpVgg zwar ihre Poole-Position, konnte sich aber bis zum Ende der Vorrunde auf dem dritten Platz halten. Trotzdem verlor die Elf von der Kaiserlinde ihre Souveränität, verlor in diesem Zeitraum das Spitzenspiel in Schweinfurt (Zweiter gegen Dritter) vor 6000 Zuschauern mit 0:6 und später zu Rückrundenbeginn bei Carl Zeiss Jena mit 0:5. Das Jahr 2001 beendete die SpVgg mit einem trotzdem zufriedenstellenden siebten Tabellenplatz.

Wer jedoch geglaubt hatte, die SpVgg würde sich im neuen Jahr fangen, sah sich getäuscht. Die Negativserie setzte sich nahtlos fort und brachte die SpVgg in nicht mehr für möglich gehaltene Abstiegsgefahr. Das erste Spiel des Jahres 2002 stellte zugleich einen Höhepunkt der Saison dar: Über 4000 Zuschauer verfolgten an der Kaiserlinde  die 0:3 Niederlage gegen den späteren Meister und Aufsteiger Karlsruher SC. Bis zum 26. Spieltag (0:1 Heimniederlage gegen Eintracht Trier) blieb die SpVgg ohne Sieg und hatte eine beeindruckende Bilanz von fünf Monaten ohne dreifachen Punktgewinn aufzuweisen. Der letzte Sieg datierte vom 14. Spieltag, als man im Saarbrücker Ludwigspark (Spiel aus Sicherheitsgründen dorthin verlegt) mit 3:1 gegen Kickers Offenbach gewinnen konnte. Nach dem 0:1 gegen Trier trennte sich der Verein in beiderseitigem Einvernehmen von seinem langjährigen Coach Neale Marmon und Frank Holzer übernahm fortan die Geschicke auf der Trainerbank. Gleich in seinem ersten Spiel als Coach gelang der erste Sieg: In Erfurt gab es einen 2:1 Erfolg, obwohl man bis zur 83. Minute mit 0:1 zurück gelegen hatte. Das nächste Heimspiel gegen die Amateure von Bayern München ging mit 1:3 verloren und nach dem 1:1 beim VFR Mannheim stand der Verein zum ersten mal auf einem Abstiegsplatz.

Dem Aufeinandertreffen gegen die Amateure des VFB Stuttgart, am Ende Platz 2 in der Abschlusstabelle und gespickt mit Jungstars, kam demnach besondere Bedeutung zu. Um dieser gerecht zu werden, ließ sich die SpVgg etwas besonderes einfallen und gewährte jedem Zuschauer den halben Eintrittspreis, der ein Gerät zum “Krach” machen (Trommel, Fanfare usw.) mit ins Stadion brachte. Und die Maßnahme fruchtete: Nachdem man bei einem Halbzeitstand von 0:1 bereits mit einem Bein in der Oberliga stand, drehten in der zweiten Hälfte Minas Hantzidis (65.) und der in der Winterpause vom SC Gresaubach zurückgekehrte 21jährige Tobias Fick (90. Minute) das Spiel noch um und über 2000 Zuschauer, darunter etwa 300 “Krachmacher”, waren schier aus dem Häuschen. Mit dieser Euphorie im Rücken gelang der Holzer – Truppe am darauffolgenden Spieltag vor 9000 Zuschauern, darunter 200 Elversberger (2 Fanbusse), ein 1:0 Auswärtserfolg am Bieberer Berg in Offenbach. Schütze des Goldenen Tores war Juan Carlos Corvalan in der 89. Minute. Vor dem drittletzten Spieltag, dem Heimspiel gegen den späteren Aufsteiger Schweinfurt (Stuttgart durfte als Amateurverein nicht in die Zweite Bundesliga aufsteigen), benötigte die SpVgg noch dringend einen Sieg, um endgültig aller Abstiegssorgen los zu sein. Vor diesem alles entscheidenden Spiel veranstalteten die Fans der SpVgg eine “Bengalow-Show” mit zehn roten bengalischen Feuern und verbreiteten somit bereits beim Einlaufen der beiden Mannschaften Gänsehaut-Atmosphäre an der Kaiserlinde. Als Jens Gerlach in der 85. Minute schließlich der 1:0 Siegtreffer gelang, kannte die Freude kein Halten mehr und 2500 Zuschauer feierten gemeinsam den zwischenzeitlich nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt.

Obwohl die letzten beiden Spiele in Aalen (0:3) und zu Hause gegen Wehen (0:3) beide verloren gingen, hatte die SpVgg nach einer turbulenten Saison den Verbleib in der Regionalliga aus eigner Kraft geschafft. Am Ende hatte man vier Punkte Vorsprung vor dem ersten Abstiegsrang, der von RW Erfurt belegt wurde. Trotzdem durften die Thüringer in der Regionalliga verbleiben, da dem SSV Ulm (Absteiger aus der Zweiten Bundesliga) auch die Lizenz für die Regionalliga verwehrt wurde.

Im Saarlandpokal schied die SpVgg im Viertelfinale beim Oberligisten FC Homburg mit 0:2 aus. Jörg Heidenreich, langjähriger Torwart bei der SpVgg, beendete nach der Saison seine Karriere.

2001/2002

“Souveräner Klassenerhalt unter Trainer Klaus Scheer”

Regionalliga Süd Abschluß: 11. Platz,
 Trainer: Klaus Scheer.

Zugänge: Frank Böse (VFB Lübeck), Afrim Kuci (Eintracht Braunschweig), Martin Molz (1. FC Saarbrücken), Andreas Wieczorek (Eintracht Braunschweig), Ali Nuhic (FC 08 Homburg), Amaechi Titus Ottiji (VFB Oldenburg) Zugänge während der Saison: Vladimir Hranos (Ostrau, Tschechien), Branko Marcetic (FSV Zwickau),  Jens Hartz (eigene Jugend), Chad Evans (Hersay Wildcats, USA)

Abgänge: Stéphane Gillet (Paris St. Germain), Valentin Valtschev (Röchling Völklingen), Dimitri Papava (SF Saarbrücken), Jörg Heidenreich (Laufbahn beendet), Daniel Matheis (FV Eppelborn), Hans-Joachim Mainka (FSV Jägersburg), Gary Blissett (Trainer 2. Mannschaft), Paulo Barbosa (Campo Grande AC), Marek Czakon (Karriereende), Marc Schommer (Vertrag als Torwarttrainer nicht verlängert) Während der Saison: Tuuko Salonen (Eintracht Bad Kreuznach), Andreas Wieczorek (TuS Erndtebrück), Branko Zibert (zurück nach Slowenien/Karriereende)

Die Saison 2001 / 2002 bedeute für die SpVgg erstmals seit Jahren eine Runde ohne große Höhepunkte. Mit dem neuen Trainer Klaus Scheer, ehemaliger Bundesligaspieler bei Schalke 04 und dem 1. FC Kaiserslautern, wurde erstmals ein Trainer mit Namen verpflichtet. Immerhin gelang es ihm, rechtzeitig den Klassenerhalt zu sichern und somit dem Verein eine weitere Zittersaison zu ersparen.

Branko Marketic (vorne) und Minas Hantzidis im Heimspiel gegen RW Erfurt.

Branko Marketic (vorne) und Minas Hantzidis im Heimspiel gegen RW Erfurt.

Doch mit ein wenig mehr Konstanz wäre für Klaus Scheer und seine Mannschaft deutlich mehr möglich gewesen. Nach Rundenende belegte die SpVgg in der Heimtabelle immerhin den dritten Platz, noch vor den beiden Aufsteigern aus Burghausen und Trier. Und auch in der Rückrundentabelle war die SpVgg mit 29 Punkten das drittbeste Team, besser nur die späteren Zweitligaaufsteiger Eintracht Trier (33) und Wacker Burghausen (31). Dass es nicht für mehr reichte, lag an der bescheidenen Bilanz auf fremden Plätzen. Nur ganze vier Auswärtssiege gelang der Elf von der Kaiserlinde, somit lag man in der Auswärtstabelle nur auf einem enttäuschenden 16. Tabellenplatz. Nur bei den späteren Absteigern Borussia Fulda, 1. FC Kaiserslautern Amateure, SpVgg Ansbach und VFB Stuttgart Amateure konnte gewonnen werden. Höhepunkte der Saison waren der 2:1 Heimerfolg über Eintracht Trier am zweiten Spieltag, den knapp 3000 Zuschauer bejubelten, das 0:0 bei Kickers Offenbach am vierten Spieltag vor 7000 Fans sowie die Heimsiege gegen die Spitzenteams SV Wehen (4:1), Kickers Offenbach (2:0) und RW Erfurt (3:2). Obwohl die SpVgg an der Kaiserlinde erfolgreichen Fußball spielte und während der gesamten Saison nur drei Heimspiele verlor (TSG Hoffenheim, VFB Stuttgart Amateure, VFR Aalen), ging der Zuschauerschnitt im Vergleich zu letzter Saison um 859 Zuschauer pro Spiel zurück. Die Gründe: Erstmals seit Jahren fehlte ein absolutes Zugpferd, wie es bisher immer der 1. FC Saarbrücken oder in der letzten Saison der Karlsruher SC gewesen war. Außerdem spielte die Mannschaft fast die gesamte Runde konstant im Mittelfeld, so dass es weder eine Aufstiegseuphorie noch einen dramatischen Abstiegskampf, beides noch in der vergangenen Saison beobachtet, gab. Frank Holzer war auf jeden Fall nach der Saison mit dem elften Tabellenplatz zufrieden, auch weil er erstmals seit Jahren rechtzeitig für die neue Saison planen konnte.

 

Verließ nach nur eineinhalb Spielzeiten wieder die SVE: Evans Wise.

Verließ nach nur eineinhalb Spielzeiten wieder die SVE: Evans Wise, Teilnehmer der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 mit Trinidad & Tobago.

Im Saarlandpokal schied die SpVgg im Halbfinale bei den Amateuren des 1. FC Saarbrücken (Verbandsliga) in einem wahren Skandalspiel mit 1:2 aus. Drei Platzverweise für Afrim Kuci und Ali Nuhic (beide Rot) und Minas Hantzidis (Gelb-Rot), ein Feldverweis für Trainer Klaus Scheer nach bereits nur fünf Minuten sowie ein nicht gegebener Elfmeter an Afrim Kuci, der die sichere 2:0 Führung für die SpVgg bedeutet hätte, bedeuteten für die Elf von der Kaiserlinde das Aus. Somit verpasste es die SpVgg erstmals seit dem Anfang der 80iger Jahre wieder, sich für den DFB-Pokal zu qualifizieren (damals 1:4 Niederlage gegen Borussia Dortmund). Den Saarlandpokal gewannen übrigens die FCS-Amateure mit 3:1 gegen den Verbandsligisten FV Eppelborn. Nach der Runde verließen Grover Gibson (Mainz 05), Charles Haffner (Karlsruher SC) und Evans Wise (Wacker Burghausen) die SpVgg Richtung Zweite Bundesliga. Neben einigen anderen Spielern mussten der frühere griechische Nationalspieler Minas Hantzidis und der ehemalige Bundesligatorhüter des FC St. Pauli, Frank Böse, den Verein verlassen. Patrick Klyk musste mit einem Knorpelschaden seine Karriere beenden.

2002/2003

“Im Schlussspurt unter Trainer Gerd Schwickert gerade noch zum Klassenerhalt”

Regionalliga Süd, Abschluß: 14. Platz.
 Trainer: Klaus Scheer (bis zum 8. Spieltag)
; Frank Holzer mit Johannes Mainka (9. bis 11. Spieltag); Bernd Eichmann (12. – 29. Spieltag)
; Gerd Schwickert (29.- 38. Spieltag).

Diese Saison wird den Zuschauern und Verantwortlichen an der Kaiserlinde in keiner guten Erinnerung bleiben. Obwohl man sich vor der Runde erstmals mit namhaften Spielern verstärkte, als Saisonziel einen Platz unter den ersten 6 Mannschaften erreichen wollte und die SpVgg sogar insgeheim zu den “Geheimfavoriten” gezählt wurde, gelang erst am letzten Spieltag der Klassenerhalt. Außerdem wurde die Mannschaft von vier verschiedenen Trainern trainiert, fand aber nur unter Frank Holzer und am Ende unter Gerd Schwickert zu ihrer vollen Leistungsstärke.

Von Anfang an stand die Saison unter keinem guten Stern. Die ersten beiden Auswärtsspiele (in Regensburg, in München) fielen sprichwörtlich ins Wasser und mussten aufgrund sinnflutartiger Regenfälle abgesagt werden, nachdem die SpVgg bereits die Anreise angetreten hatte. So konnte die Mannschaft in den ersten Spielen nie Fuß fassen und enttäuschte auf der ganzen Linie. Höhepunkte waren die 0:4 Heimniederlage gegen Aalen (7. Spieltag) und das darauffolgende 1:4 im Derby bei Borussia Neunkirchen. Nach diesem 8. Spieltag hatte die SpVgg gerade mal drei Punkte und zwei erzielte Tore auf ihrem Konto und zierte den letzten Tabellenplatz – noch hinter Borussia Neunkirchen, das in der gesamten Saison gerade mal drei Spiele gewinnen konnte. Diese Situation brachte bei Vorstand und Fans das Fass zum Überlaufen und man trennte sich von Trainer Klaus Scheer.

In den folgenden drei Spielen unter der Regie von Frank Holzer gelang es dem 1. Vorsitzenden, die SpVgg erstmals in dieser Saison auf einen Nichtabstiegsplatz zu führen. Die Spiele gegen Erfurt (2:1), in Schweinfurt (2:1) und zu Hause gegen Pfullendorf (1:0) konnten allesamt gewonnen werden. Doch leider konnte Frank Holzer aufgrund seiner beruflichen Belastung das Traineramt nicht weiter ausüben und beförderte Bernd Eichmann vom Spieler zum Trainer. Dies sollte sich im Laufe der Saison jedoch als fataler Fehler herausstellen, denn Bernd Eichmann gelang es nie, die Mannschaft Aus der Gefahrenzone heraus ins gesicherte Mittelfeld der Liga zu führen. Dies lag freilich nicht an der Person Bernd Eichmann, denn dieser leiste eine hervorragende Arbeit, war insgesamt für das harte Trainergeschäft aber zu gutmütig. So wurde “Eiche” von einigen Akteuren gnadenlos ausgenutzt, und die SpVgg taumelte unter seiner Regie dem Absturz in die Oberliga entgegen. Immer wieder musste die Mannschaft nach gewonnenen Spielen Nackenschläge verkraften, und auch die Spiele, in denen man ansehnlichen Fußball bot und das bessere Team war, gingen am Ende verloren. So gewann der 1. FC Saarbrücken vor 6000 Zuschauern an der Kaiserlinde durch ein Tor in der 90. Minute mit 1:0, und auch eine zwischenzeitliche 2:0 Führung gegen den Abstiegskonkurrenten Stuttgarter Kickers reichte nicht zum Sieg, am Ende stand es 2:2. So kam es wie es kommen musste, und die SpVgg musste auf einem Abstiegsplatz (Rang 17) überwintern. Und das, obwohl man das letzte Spiel vor der Winterpause noch mit 1:0 bei den Amateuren des 1. FC Kaiserslautern gewinnen konnte.

Diese prekäre Situation sollte sich auch im neuen Jahr nicht ändern. Obwohl die SpVgg nach Aussage aller Beteiligten eine gute Vorbereitung gespielt hatte und auch das Trainingslager in der Türkei in Ordnung war, wurde zum Auftakt in Wehen mit 0:1 verloren. Anschließend gab es zwar mit dem 3:2 Sieg zu Hause gegen Kickers Offenbach und dem 0:0 beim VFR Aalen zwei Erfolgserlebnisse zu verbuchen, doch als die Mannschaft im Nachholspiel gegen Bayern München (das erste Spiel des neuen Jahres war aufgrund unbespielbarer Platzverhältnisse an der Kaiserlinde ausgefallen und verlegt worden) die Möglichkeit hatte, erstmals seit langer Zeit wieder die Abstiegsplätze zu verlassen, versagte sie erneut auf der ganzen Linie. Am Ende gewannen die kleinen Bayern mit 2:0 in Elversberg und der Druck auf Trainer Bernd Eichmann und die Mannschaft verstärkte sich spürbar. In dieser Situation kam es nun zum Saarderby mit Borussia Neunkirchen, und eine Niederlage in diesem prestigeträchtigen Spiel hätte bereits das Aus für den sympathischen Trainer bedeutet. Doch die Neunkircher waren in der gesamten Saison zu schwach und konnten selbst die SpVgg nicht gefährden, am Ende gab es für die Elf von der Kaiserlinde einen 2:0 Erfolg. Das Spiel war zwar schlecht, Kampf und Krampf prägten die neunzig Minuten, aber dank des Sieges war das Umfeld erstmals versöhnt und die SpVgg schaffte den Sprung auf einen Nichtabstiegsrang.

Dieser war jedoch nur eine Woche später und nach der 0:2 Niederlage in Erfurt dahin, und das Spiel gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Schweinfurt sollte für Bernd Eichmann das Letzte als Trainer der SpVgg gewesen sein. Nach einer indiskutablen ersten Halbzeit verlor die SpVgg am Ende mit 1:2 und musste mit ansehen, wie Schweinfurt, zur Winterpause noch mit 5 Punkten Rückstand auf die SpVgg auf dem vorletzten Platz stehend, an Elversberg vorbei zog. Nun, acht Spieltage vor Schluss, musste Frank Holzer reagieren, denn die Situation war bereits so gut wie aussichtslos. Drei Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz, das schwere Auswärtsspiel in Pfullendorf vor der Brust, dazu eine Mannschaft, die nicht gerade große Hoffnungen weckte – selbst hartgesottene SVE-Anhänger glaubten nicht mehr an den Klassenerhalt. Doch anstatt wie in den vergangenen Jahren selbst das Traineramt zu übernehmen, wurde Gerd Schwickert als Trainer verpflichtet. Der zu diesem Zeitpunkt 53-jährige Coach ist im Saarland kein Unbekannter, war er doch lange Jahre in verschiedenen Positionen beim FC Homburg und bei Borussia Neunkirchen tätig.

Und dem erfahrenen Fußballlehrer gelang das, was niemand mehr zu träumen gewagt hätte: Schwickert formte eine schlagkräftige, homogene und kampfstarke Mannschaft, die fortan 16 von möglichen 24 Punkten holen sollte. Nach einem 1:0 Sieg in Pfullendorf und einem 1:1 im Heimspiel gegen Aufstiegsanwärter Augsburg gewann die SpVgg mit 2:0 beim 1. FC Saarbrücken (Tore: Donato und Fick). Dieser Erfolg beim großen Nachbarn war übrigens der erste Sieg der SpVgg gegen den FCS seit genau 21 Jahren. Spätestens jetzt realisierte auch der letzte SVE- Fan, dass wieder Leben in der Mannschaft steckte und das Team bis zum Schluss gegen den drohenden Abstieg kämpfen würde. Das anschließende Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten SF Siegen wurde trotz 0:1 Halbzeitrückstand noch mit 4:2 gewonnen, und alle Zuschauer, die ein Gerät zum “Krachmachen” mit dabei hatten, erhielten für das letzte Heimspiel der Saison gegen Unterhaching eine Freikarte geschenkt. Zwar gab es in der darauffolgenden Woche ein deutliche 0:3 Niederlage beim SV Darmstadt 98 (ebenfalls ein direkter Konkurrent), doch nachdem die Amateure von Eintracht Frankfurt anschließend mit 4:1 bezwungen werden konnten, hatte die SpVgg den Klassenerhalt in der eigenen Hand.

Doch am vorletzten Spieltag sollte sich die Situation zu ungunsten der SpVgg wenden: Man selbst verlor das “Endspiel um den Klassenerhalt” bei den ebenfalls akut bedrohten Stuttgarter Kickers mit 0:1, und gleichzeitig gewannen die übrigen Konkurrenten aus Kaiserslautern, Schweinfurt und Darmstadt ihre Spiele. Die SpVgg stand vor dem letzten Spieltag auf dem 16. Rang und somit auf einem Abstiegsplatz und empfing zum Abschluss keinen geringeren als den Meister und Aufsteiger SpVgg Unterhaching. Da die SpVgg von allen beteiligten Vereinen noch das schlechteste Torverhältnis hatte, gestaltete sich die Situation wie folgt: Die SpVgg musste ihr Spiel gegen Unterhaching gewinnen und gleichzeitig darauf hoffen, dass Schweinfurt oder Darmstadt in ihren Heimspielen verlieren oder nur Unentschieden spielen würden. Und das Wunder von der Kaiserlinde wurde Wirklichkeit: Afrim Kuci erzielte bereits in der siebten Minute das Tor des Tages, und fortan zitterten sich die 1800 Zuschauer dem Schlusspfiff entgegen. Doch hatte der eigene 1:0 Sieg auch wirklich zum Klassenerhalt gereicht? Wie hatten die Konkurrenten gespielt? Schweinfurt konnte den VFR Aalen mit 3:1 bezwingen und war aus dem Schneider. Doch dann ertönte über die Lautsprecheranlage das Endergebnis aus Darmstadt: Die Lilien hatten vor über 10 000 Zuschauern mit 1:3 gegen Regensburg verloren und mussten in die Oberliga absteigen, die SpVgg war am Ende mit einer um ein Tor besseren Torbilanz gegenüber den Stuttgarter Kickers gerettet!

Gerd Schwickert durfte sich zurecht als Retter von der Kaiserlinde feiern lassen und die Mannschaft hatte wenigstens noch für ein versöhnliches Ende einer verkorksten Saison gesorgt. Übrigens: Auch die Stuttgarter Kickers auf dem ersten Abstiegsrang blieben der Regionalliga erhalten, da Waldhof Mannheim als Zweitligaabsteiger keine Lizenz für die Dritte Liga erhalten hatte. Im Saarlandpokal schied die SpVgg im Viertelfinale beim Oberligisten FC Homburg mit 0:1 aus. Das eigentliche Highlight dieser Saison war die Austragung des U 19 Länderspiels an der Kaiserlinde zwischen Deutschland und England (Endstand 3:2). Hierfür erntete die SpVgg viel Lob, und auch der damalige DFB-Präsident Gerhard Meyer Vorfelder und Bundestrainer Michael Skibbe ließen es sich nicht nehmen, der Kaiserlinde einen Besuch abzustatten. Zu diesem Spiel was das Waldstadion erstmals ausverkauft, es kamen 7000 Zuschauer.

2003/2004

“Zur Winterpause auf Platz 3, in der Rückrunde elf Spiele ohne Sieg: Vom Aufstiegs- zum Abstiegskandidaten!”

Regionalliga Süd, Abschluß: 12 Platz
. Trainer: Gerd Schwickert (1. – 26. Spieltag), Co-Trainer: Brent Goulet
. Trainer: Frank Holzer und Brent Goulet (27. – 34. Spieltag).

Diese Saison hatte für die SpVgg (wieder einmal) sämtliche Extreme zu bieten. Zur Winterpause lag die Elf von der Kaiserlinde auf dem dritten Tabellenplatz, einem Aufstiegsplatz zur Zweiten Bundesliga, so dass im Saarland offen von einem möglichen Aufstieg geredet wurde. Angeheizt wurde diese Diskussion zusätzlich von Frank Holzer, der das anfängliche Saisonziel “Klassenerhalt” deutlich nach oben korrigierte und jetzt auch von einem möglichen Aufstieg in die Zweite Bundesliga sprach. Am Ende musste die SpVgg sogar wieder um den Klassenerhalt zittern, nachdem man in der Rückrunde elf Spiele ohne Sieg geblieben war.

Die Saison begann mit einem Paukenschlag, als die SpVgg am ersten Spieltag den haushohen Favoriten FC Augsburg an der Kaiserlinde mit 1:0 bezwingen konnte. Doch die anfängliche Euphorie war schnell verflogen, und die SpVgg war nach dem 6. Spieltag wieder in untere Tabellengefilde abgerutscht. Doch ab dem 7. Spieltag (1:1 zu Hause gegen RW Erfurt) startete die SpVgg eine Serie und blieb für neun Spiele unbesiegt. In diesen Zeitraum fielen auch die zwei Höhepunkte der Vorrunde: Am 9. Spieltag trennten sich die SpVgg Elversberg und der 1. FC Saarbrücken im Neunkircher Ellenfeld mit einem 2:2 Unentschieden, und über 10 000 Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten. Bis acht Minuten vor Schluss führte die SpVgg mit 2:1 und hatte somit den Favoriten aus der Landeshauptstadt am Rande einer Niederlage. Nur zwei Wochen später wurde den Amateuren von Bayern München, die mit einem Start-Ziel Sieg letztlich souverän die Meisterschaft in der Regionalliga Süd erzielten, an der Kaiserlinde beim 2:2 Unentschieden ein Punkt abgetrotzt, und das trotz eines zwischenzeitlichen 0:2 Rückstands.

Die Erfolgsgeschichte setzte sich bis zur Winterpause fort, als am letzten Spieltag des Jahres 2003 Anfang Dezember die TSG Hoffenheim mit 3:1 geschlagen wurde. Drei Tage vorher hatte Hoffenheim im DFB-Pokal noch die Sensation geschafft und Bayer Leverkusen aus dem Pokal geworfen. Doch an diesem Tag war die Elf von der Kaiserlinde einfach stärker, gewann letztlich verdient und durfte als Belohnung auf dem dritten Tabellenplatz überwintern, und das punktgleich mit dem großen Nachbarn 1. FC Saarbrücken. In der Winterpause wurde dann im Saarland öffentlich über einen möglichen Zweitligaaufstieg der SpVgg diskutiert. Da bereits abzusehen war, dass die Bayern-Amateure als beste Mannschaft der Liga zwar Meister werden würden, aber nicht aufsteigen können, war klar, dass in dieser Saison der zweite und dritte Tabellenplatz zum Aufstieg berechtigen würde. Noch nie war die Chance also größer, den Sprung ins Unterhaus des Deutschen Fußballs zu schaffen. Angeheizt wurde die Diskussion zusätzlich von Frank Holzer, der zusammen mit Coach Gerd Schwickert offen den Wunsch äußerte, in die Zweite Liga aufsteigen zu wollen. Damit sollte der Mannschaft nach der starken Vorrunde der Rücken gestärkt und Selbstvertrauen vermittelt werden.

Doch wieder einmal kam alles anders als geplant und die Elversberger Akteure enttäuschten auf der ganzen Linie. Im nachhinein wurden eine schlechte Vorbereitung sowie Querelen in der Mannschaft als Gründe für die katastrophale Rückrunde ausgemacht. Gleich im ersten Spiel nach der Winterpause gab es zu Hause eine deutliche 1:4 Niederlage gegen die Amateure des VFB Stuttgart. Auch in den folgenden Spielen gelang es der Mannschaft nie, an die guten Leistungen aus der Vorrunde anzuknüpfen, so dass die Mannschaft auch bis zum 26. Spieltag ohne Sieg blieb. An besagtem Spieltag kam es dann zum Saarderby beim 1. FC Saarbrücken, das ebenfalls mit 1:3 verloren wurde. Nun musste Trainer Gerd Schwickert seinen Hut nehmen, fortan übernahmen Frank Holzer und Brent Goulet (bisher Co-Trainer) das Traineramt. Doch auch den beiden schien das Glück nicht gerade hold zu sein, denn es dauerte bis zum 31. Spieltag, ehe der erste Sieg gelingen sollte. Zuvor war die SpVgg nach dem 30. Spieltag und einer 0:2 Niederlage bei den Stuttgarter Kickers erstmals in dieser Saison auf einen Abstiegsplatz abgerutscht und nicht wenige sahen die SpVgg bereits in der Oberliga. Doch als keiner mehr mit einer Trendwende gerechnet hatte, gelang der SpVgg am 31. Spieltag mit einem 2:0 gegen die Amateure des 1. FC Kaiserslautern der erste Sieg des neuen Jahres.

Am darauffolgenden Spieltag gab es bei Kickers Offenbach auf dem Bieberer Berg einen 3:2 Erfolg zu verzeichnen, und nach dem anschließenden 3:0 Heimerfolg über den FC Eschborn war der Klassenerhalt dann in trockenen Tüchern. Am Ende wäre die ganze Aufregung dann umsonst gewesen. Bei nur einem Absteiger aus der Zweiten Liga (Regensburg) und dem Schweinfurter Lizenzentzug gab es mit den FCK-Amateuren und dem FC Eschborn nur zwei Absteiger aus der Regionalliga zu verzeichnen. Den Aufstieg in die Zweite Liga schaffte neben RW Erfurt auch der
 1. FC Saarbrücken, die SpVgg landete letztlich im gesicherten Mittelfeld – zu wenig, wenn man bedenkt, dass man zur Winterpause noch auf einem Aufstiegsrang gestanden hatte.

Im Saarlandpokal erreichte die SpVgg erstmals seit über 20 Jahren wieder das Endspiel, unterlag dort aber dem 1. FC Saarbrücken mit 1:3 (1:2). Ausgetragen wurde die Partie vor 5000 Zuschauern im Ellenfeld.

2004/2005

“Bis Anfang April schnupperte die SpVgg an den Aufstiegsrängen zur Zweiten Liga – dann kam der Einbruch”

Regionalliga Süd, Abschluß: 10 Platz
. Trainer: Brent Goulet. Co-Trainer: Dimitri Papava.

„Nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, so lautete zu Saisonbeginn die Devise bei der SpVgg Elversberg. Überraschend installierte Frank Holzer mit Brent Goulet den letztjährigen Co-Trainer und ehemaligen Spieler als Trainer, und schnell war mit Dimitri Papava auch ein Co-Trainer gefunden, dem die Verhältnisse an der Kaiserlinde aus seiner aktiven Zeit als Spieler bestens bekannt waren. Bevor die Saison so richtig angefangen hatte, gab es zu erst einmal eine schlechte Nachricht zu verdauen: Afrim Kuci, der sich ein Jahr zuvor mit seinem Siegtreffer am letzten Spieltag gegen Unterhaching noch in die Herzen der SVE-Fans geschossen hatte, erlitt bei seinem neuen Verein FC Eschborn während des Trainings eine lebensgefährliche Hirnblutung und lag anschließend wochenlang im Koma. Doch Afrim war schon immer ein Kämpfertyp und konnte zusammen mit seiner Familie und seinen Freunden auch diese Situation überstehen. Auch wenn er seit diesem schlimmen Ereignis kein Fußball mehr spielen kann, haben ihn die Elversberger nie aus ihrem Gedächtnis verloren.

Die Saison startete für die SpVgg mit einem Auswärtsspiel beim Topfavoriten FC Augsburg. Die SpVgg überzeugte in der Rosenau auf voller Linie und machte aus einem zwischenzeitlichen 0:2 Rückstand noch ein 2:2 Unentschieden. Der Auftakt war also geglückt, und die Elversberger Zuschauer freuten sich auf den Heimauftakt gegen den SV Wehen. Der wurde allerdings mit 1:3 verloren, und die Zuschauer mussten nach einem 1:1 in Koblenz bis zum 4. Spieltag warten, ehe mit einem 1:0 Sieg zu Hause gegen 1860 München der erste Saisonsieg gefeiert werden konnte. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt wurde bereits deutlich, dass der SpVgg mit der Verpflichtung von Vitus Nagorny ein absoluter Volltreffer gelungen war. Bis dato erzielte der lange Stürmer in jedem Spiel ein Tor, und am Saisonende hatte es Nagorny auf 16 Treffer gebracht, der ihn auf den zweiten Platz der Torjägerliste hievte. Das beste Saisonspiel machte die SpVgg dann am 5. Spieltag beim späteren Aufsteiger Kickers Offenbach. Dort spielte die Elf von der Kaiserlinde Konterfußball „von einem anderen Stern“ und gewann in der Höhle des Löwen mit 3:2. Dieser Höhenflug sollte in der Folge, mal abgesehen von einigen Ausrutschern (z.B. 0:4 Niederlage bei Bayern München), auch anhalten, und nach einer tollen Serie mit Siegen u.a. in Regensburg und Darmstadt (je 2:1) belegte die SpVgg nach dem 16. Spieltag und dem damit verbundenen 1:0 Sieg in Pfullendorf den 2. Tabellenplatz.

Doch die Euphorie des Aufstiegsplatzes hielt nicht lange an: Mit einem 1:1 zu Hause gegen Aalen und einer 1:4 Klatsche in Wehen ging man in die Winterpause. Trotzdem durfte man weiter vom Aufstieg in die 2. Bundesliga träumen, zumal die SpVgg noch ein Spiel mehr als die Konkurrenz auszutragen hatte, da das Spiel gegen Augsburg ausgefallen war. Mit großen Erwartungen startete man also in die Rückrunde, die mit einem 2:0 Erfolg gegen Koblenz äußerst erfolgreich begann (der Rasen wurde im Vorfeld der Partie von zahlreichen Helfern von Eis und Schnee befreit). Und bis Anfang April schnupperte die SpVgg munter weiter an den Aufstiegsrängen zu Liga 2. Doch was sich dann abspielte, hatte keiner der schwarz-weißen Anhänger zu träumen gewagt. Ab dem 26. Spieltag (3:2 Sieg zu Hause gegen Jahn Regensburg) gelang der Mannschaft von Brent Goulet bis zum Saisonende kein einziger Sieg mehr. Statt dessen setzte es eine Reihe peinlicher Niederlagen (1:5 in Hoffenheim; 3:4 nach zwischenzeitlicher 3:1 Führung in Feucht; 2:5 beim VFB Stuttgart), und nach zwei Unentschieden zum Saisonausklang (0:0 zu Hause gegen Pfullendorf, 2:2 in Aalen) landete die SpVgg in der Abschlusstabelle auf dem 10. Tabellenrang. Dies bedeute zwar die beste Platzierung der SpVgg Elversberg in ihrer bisherigen Regionalligageschichte bis zu diesem Zeitpunkt, darf trotzdem aber nicht über die schlechte Rückrunde hinwegtäuschen. Mit ein wenig mehr Konstanz und einer besseren Einstellung hätte die SpVgg mit diesem Kader bis zum Saisonende um den Aufstieg in die Zweite Bundesliga mitspielen müssen, so landete man am Ende mit der fünftschlechtesten Abwehr der Liga (55 Gegentore) im Niemandsland der Liga. Aller Unkenrufe zum Trotz (in den Medien wurde bereits über mögliche Nachfolger spekuliert) hielt Frank Holzer aber am Trainergespann Goulet/Papava fest.

Im Saarlandpokal schied die SpVgg im Viertelfinale beim FC Homburg mit 1:2 aus, so dass der große Traum von Gewinn des Saarlandpokals und einer damit verbundenen Teilnahme am DFB-Pokal wieder mal geplatzt war.
 Sascha Loos, der bereits seit der F-Jugend bei der SpVgg kickte und insgesamt 130 Spiele (6Tore) in der Regionalliga für seinen Heimatverein machte, beendete nach der Saison seine aktive Karriere als Fußballer.

2005/2006

“Platz vier nach der Hinrunde, am Ende Neunter – die Saison der verpassten Möglichkeiten”

Regionalliga Süd, Abschluß: 9 Platz.
 Trainer: Brent Goulet. Co-Trainer: Dimitri Papava.

Endlich einmal unter die ersten zehn kommen, so lautete das offizielle Ziel der SpVgg vor Start in diese Spielzeit. Insgesamt hatte man sich aber mit Sicherheit erhofft, ein Wörtchen im oberen Tabellendrittel mitzureden, denn die Neuzugänge konnten sich hören und sehen lassen. Zwar musste man den Abgang von Torhüter Thomas Richter und Top-Torjäger Vitus Nagorny verkraften (er wechselte zu Erzgebirge Aue in die 2. Liga), verpflichtete aber vor allem mit Rückkehrer Almir Delic (er zog sich leider Ende der Vorrunde einen Kreuzbandriss zu und fiel für den Rest der Saison aus), dem Saarländer Carsten Birk (ehemals Hostenbach und 1. FC Saarbrücken) und Kristian Sprecakovic ein spielstarkes Trio für das Mittelfeld. Zudem kam mit Sascha Maier ein bekannter Regionalliga-Stürmer nach Elversberg, der die Saison zuvor 16 Tore für Pfullendorf erzielt hatte.

Die Saison startete mit einem nie gefährdeten 3:0 Heimerfolg über den Aufsteiger Karlsruher SC II. Dabei trafen mit Carsten Birk, Sascha Maier und Lamine Cissé (ehemals Waldhof Mannheim, 2. Bundesliga) gleich drei neue Spieler. Außerdem zeichnete sich schon ab, dass die SpVgg den Abgang von Thomas Richter gleichwertig ersetzen konnte. Mit Kevin Knödler von der TSG Hoffenheim kam ein Mann, der sich über die gesamte Saison hinweg betrachtet nicht nur zum beständigsten Elversberger Akteur entwickeln sollte, sondern auch zu einem der besten Torhüter der Regionalliga Süd. Nach dem 3:0 über den KSC war die SpVgg nach dem ersten Spieltag sogar Tabellenführer. In Kaiserslautern gab es trotz drückender Überlegenheit eine 0:1 Niederlage, die bereits durch einen Sonntagsschuss in der ersten Minute zu Stande kam. Trotzdem war die Vorfreude auf das Südwest-Derby gegen den alten Rivalen Eintracht Trier besonders groß, und 2500 Zuschauer verfolgten an einem Dienstag Abend im August das Duell der SpVgg gegen den Zweitligaabsteiger. Nach einem dramatischen Spiel, einer frühen Roten Karte für Kristian Sprecakovic und Torchancen auf beiden Seiten gewann die SpVgg letztlich verdient mit 3:2 und setzte sich in der Spitzengruppe der Liga fest. In den folgenden Spielen war schon früh zu erkennen, dass sich die SpVgg in dieser Saison wieder einmal auswärts leichter tun würde als zu Hause. So gab es Siege in Regensburg und in Aalen sowie ein Unentschieden bei Bayern München II, zu Hause dagegen musste man gegen den Angstgegner SV Wehen eine 0:2 Niederlage hinnehmen und auch gegen Kellerkind SC Pfullendorf kam man nicht über ein 0:0 hinaus. Am 9. Spieltag machte dann die SpVgg das vielleicht beste Heimspiel der Saison: Mit einem klaren 3:0 wurden die Stuttgarter Kickers nach Hause geschickt und die SpVgg hatte sich vor den “Wochen der Wahrheit” unter den 5 Top-Teams der Liga etabliert.

Und genau gegen diese vier anderen Teams galt es, in den kommenden Wochen anzutreten. Den Anfang machte das Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim, das die Elf von der Kaiserlinde dank eines Treffers von Sprecakovic sensationell mit 1:0 gewinnen konnte. Knapp 80 Fans hatten ihre Mannschaft an diesem Freitag Abend in den Kraichgau begleitet und der Jubel kannte nach dem Sieg keine Grenzen. Doch Zeit zum Verschnaufen gab es nicht, denn eine Woche später stand das schwere Auswärtsspiel beim von Bruno Labbadia trainierten Top-Favoriten Darmstadt 98 auf dem Programm. Vor knapp 5000 Zuschauern am Böllenfalltor machte die SpVgg in der ersten Halbzeit eine super Partie und ging auch durch Sascha Maier verdient in Führung. Nach dem Wechsel überschlugen sich die Ereignisse und das Spiel war an Spannung nicht mehr zu überbieten. Zuerst wurde Lamine Cissé mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen, dann hielt SVE-Keeper Knödler einen Foulelfmeter von Censi, um in der Folge zum besten Spieler auf dem Platz zu avancieren. Knödler brachte mit seinen Paraden seine Gegenspieler schier zur Verzweiflung, musste sich dann aber in der 85. Minute doch geschlagen geben. Charles Haffner hätte in der Nachspielzeit beinahe doch noch für drei Punkte gesorgt, doch völlig frei vor Thomas Richter versagtem dem Franzosen im Dress der SpVgg die Nerven. So blieb es beim 1:1, mit dem vor allem die SpVgg gut leben konnte. Fortgesetzt wurde die Reihe der Spitzenspiele mit dem Heimspiel gegen den TuS Koblenz, bei dem zu dieser Zeit Stefan Kuntz als Manager das Zepter schwang. Vor der enttäuschenden Kulisse von 1200 Zuschauern gab es ein leistungsgerechtes 0:0 Unentschieden, und eine Woche darauf musste die Mannschaft von Brent Goulet beim Tabellenführer FC Augsburg antreten. Dort hielt die SpVgg lange Zeit gut mit, geriet aber in der 80. Minute mit 0:1 in Rückstand. Doch die Mannschaft bewies Moral und kam in der Schlussminute durch Cissé zum etwas glücklichen Ausgleich. Die SpVgg hatte gegen alle vier Top-Teams der Liga (Augsburg und Koblenz stiegen am Saisonende auch souverän in die Zweite Liga auf) nicht verloren und stand weiter ganz weit oben in der Tabelle.

Doch in den darauffolgenden Spielen schien der Mannschaft etwas die Luft auszugehen: Einem 1:1 zu Hause gegen Aufsteiger Bayreuth (Ausgleich erst in letzter Sekunde durch Pfuderer) folgte zwar noch ein 3:1 Sieg bei Schlusslicht Eschborn, anschließend gab es aber an der Kaiserlinde trotz einer 2:0 Führung gegen Abstiegskandidat 1860 München II nur ein 2:2, und eine Woche darauf setzte es beim VFB Stuttgart II sogar eine 0:3 Klatsche. Die SpVgg bäumte sich beim anschließenden Rückrundenauftakt beim Karlsruher SC II zwar nochmals auf und gewann mit 2:0, trotzdem war der Kräfteverschleiss nicht zu übersehen. Am letzten Spieltag vor der Winterpause gab es zu Hause gegen den 1. FC Kaiserslautern II eine bittere 0:1 Niederlage, und die SpVgg überwinterte hinter Augsburg, Koblenz und Hoffenheim auf einem 4. Tabellenplatz. Da auch Koblenz in den letzten Wochen Schwächen gezeigt hatte, betrug der Rückstand auf den Tabellenzweiten nur 5 Punkte. Augsburg hatte zu diesem Zeitpunkt als unangefochtener Spitzenreiter bereits 14 Punkte mehr auf dem Konto als die SpVgg.

Die Geschichte der zweiten Saisonhälfte ist schnell erzählt. Erneut konnte die SpVgg an die guten Ergebnisse der Hinserie nicht anknüpfen und verschwand im Mittelmaß der Liga. Gleich zum Auftakt gab es bei Eintracht Trier eine 0:2 Niederlage, beide Treffer erzielte der Ex-Elversberger Vitus Nagorny, der in der Winterpause von Aue nach Trier gewechselt war. Gegen Bayern München II gewann man zwar durch einen Treffer von Winter-Neuzugang Abdul Iyodo mit 1:0, aber in nur einer Woche verspielte die SpVgg dann sämtliche Chancen auf eine gutklassige Platzierung: Im Nachholspiel in Pfullendorf gab es eine 1:3 Niederlage, und drei Tage später verlor man bei den Stuttgarter Kickers gar mit 0:3. In den zwei auf einander folgenden Heimspielen gegen Hoffenheim (0:1) und Darmstadt (0:3) gab es ebenfalls empfindliche Schlappen, und nach dem 28. Spieltag war die SpVgg auf den elften Tabellenplatz abgerutscht. Erst jetzt, nachdem die Abstiegszone bis auf sechs Punkte an die SpVgg herangerückt war, besann sich die Mannschaft wieder ihrer Tugenden und sollte von den letzten acht Partien nur noch das Nachholspiel in Wehen (0:3) verlieren. Dazwischen gab es Achtungserfolge in Koblenz (0:0 vor 5000 Zuschauern), zu Hause gegen Tabellenführer Augsburg (1:1, Torschütze Sprecakovic), gegen Aalen (1:1) und in Bayreuth (2:2). Die letzten drei Spiele zeigte die Mannschaft dann, was wirklich in ihr steckte und gewann an der Kaiserlinde gegen Eschborn (4:0), in 1860 München II (4:1) und zu Hause gegen den VFB Stuttgart II (1:0). Am Ende landete die SpVgg auf einem versöhnlichen 9. Tabellenplatz, aber gerade die letzten Spiele hatten gezeigt, was mit etwas mehr Konstanz möglich gewesen wäre. Trotzdem: Am Ende hatte die SpVgg 12 Punkte Vorsprung vor dem ersten Absteiger Eintracht Trier, der von der Zweiten Bundesliga direkt in die Oberliga durchgereicht wurde. Der SpVgg Bayreuth wurde für die Saison 2006/2007 keine Lizenz erteilt, so dass 1860 München II, obwohl sportlich abgestiegen, in der Liga bleiben durfte.

Bereits in der 1. Hauptrunde des Saarlandpokals erfolgte das enttäuschende Ausscheiden beim Verbandsligisten Röchling Völklingen. Auf dem Hartplatz in Völklingen gab es gegen eine hoch motivierte Röchling-Mannschaft eine 2:3 Niederlage.

2006/2007

“Neunter Tabellenplatz in der Jubiläumssaison zum 100-Jährigen – Geisterspiel bei den Stuttgarter Kickers”

Regionalliga Süd, Abschluß: 9 Platz
. Trainer: Brent Goulet, Co-Trainer: Dimitri Papava.

Vor dieser Saison fand an der Kaiserlinde ein gewaltiger personeller Umbruch statt. Brent Goulet konnte in seiner dritten Saison als Trainer eine ganz neue Mannschaft (elf Spieler kamen) begrüßen. Dafür standen aber auch 12 Abgänge gegenüber, von denen vor allem die Abwehrspieler Achim Pfuderer (Darmstadt 98) und Patrick Neumann (SSV Ulm) einen herben Verlust darstellen sollten. Freuen durften sich die Elversberger Fans auf Rückkehrer Vitus Nagorny, der nach den Stationen Erzgebirge Aue und Eintracht Trier den Weg zurück an die Kaiserlinde fand.



Schon am ersten Spieltag zeigte sich, wo die SpVgg in dieser Saison der Schuh drücken sollte: Gegen den späteren Aufsteiger SV Wehen gab es an der Kaiserlinde eine 0:3 Niederlage, und gerade die Abwehr zeigte sich in vielen Szenen indisponiert. Doch schon im nächsten Spiel gelang der SpVgg der erste Saisonsieg, als man beim TSV 1860 München II mit 3:2 gewinnen konnte. Vitus Nagorny, der nichts von seiner Treffsicherheit eingebüsst hatte, war hier mit zwei Toren der Matchwinner. Die nächsten drei Spiele (Kassel zu Hause 2:2), Hoffenheim (auswärts 1:1) und FC Bayern II (auswärts 4:4) endeten alle Unentschieden, wobei besonders das Spiel bei den kleinen Bayern in Erinnerung bleiben wird: Insgesamt 4 mal wechselte die Führung (München führte 1:0 und 3:2; die SpVgg führte 2:1 und 4:3), ehe man sich vor 400 Zuschauern an der Grünwalder Strasse mit 4:4 trennte. Das Spiel war symptomatisch für die Saison: Vorne immer für Tore gut, aber im Defensivverhalten mit gravierenden Schwächen und einer noch nie da gewesenen Anzahl an Gegentoren – diese Probleme sollten die SpVgg die ganze Vorrunde über beschäftigen.

Nach zwei Niederlagen zu Hause gegen Aalen (0:1) und beim Karlsruher SC II (2:4) war die Mannschaft im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern II schon fast zum Siegen verdammt: Nach einem 0:1 Rückstand zur Pause drehten zwar Vitus Nagorny (72.) und Lamine Cissé mit einem Kopfball in der 90. Minute noch die Partie, aber richtige Freude konnte an der Kaiserlinde nach einer erneut spielerisch schwachen Partie nicht aufkommen. Der nächste Rückschlag folgte bereits eine Woche später beim 1:3 beim VFB Stuttgart II, und nach einem enttäuschenden 0:0 im Heimspiel gegen den Aufsteiger Ingolstadt stand die SpVgg nach dem 10. Spieltag erstmals seit dem 1. Spiel (0:3 gegen Wehen) wieder auf einem Abstiegsplatz. Dass die Mannschaft Fußball spielen kann, zeigte sie dann aber beim Auswärtsspiel in Darmstadt, wo es trotz eines 0:1 zur Halbzeit am Ende einen verdienten 3:1 Erfolg gab – doch auch die Freude über diesen wichtigen Sieg sollte nur von kurzer Dauer sein: Im darauf folgenden Heimspiel gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Pfullendorf schickte dieser die SpVgg mit einer 3:2 Niederlage wieder zurück auf den 15. und somit auf den ersten Abstiegsplatz. Dabei hatte die SpVgg mit 1:0 und 2:1 geführt und ließ sich den Sieg in der letzten Viertelstunde noch aus der Hand nehmen. Mit dieser unnötigen Heimniederlage im Gepäck durfte die SpVgg dann eine Woche später die Reise zum großen Nachbarn 1. FC Saarbrücken antreten. Nachdem Mahir Saglik die Landeshauptstädter in der 24. Minute mit 1:0 in Führung brachte, sorgte Carsten Birk nur eine Minute später mit einem fulminanten Freistoß aus fast 30 Metern für das 1:1. Obwohl der Zweitligaabsteiger aus Saarbrücken nur eine durchwachsene Saison spielte und auch gegen Elversberg nicht überzeugen konnte, blieb es beim 1:1. Mit diesem Ergebnis endeten auch die beiden nächsten Spiele zu Hause gegen Siegen und in Reutlingen.

Nach einem kurzen Zwischenhoch und dem damit verbundenen 3:2 Heimerfolg in einem regelrechten “Zitterspiel” gegen den FK Pirmasens (nach Rot gegen Bröcker in der 40. und Gelb-Rot gegen Iyodo in der 88. beendete die SpVgg mit nur neun Spielern) gab es zwei deutliche Auswärtsniederlagen in Folge: Im “Geisterspiel” bei den Stuttgarter Kickers (die Kickers waren vom DFB zu einem Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit verdonnert worden, nachdem drei Wochen zuvor im DFB-Pokalspiel gegen Hertha BSC Berlin der Linienrichter von einem Becher Bier getroffen worden war und anschließend bewusstlos zu Boden ging) gab es eine 0:2 Niederlage, und auch bei Tabellenführer SV Wehen musste man sich mit 2:4 geschlagen geben. Erneut stand die Mannschaft von Brent Goulet auf einem Abstiegsplatz, und nicht wenige sahen das Ende seines Trainerdaseins an der Kaiserlinde gekommen. Doch die Mannschaft zeigte Charakter und gewann die beiden letzten Spiele vor der Winterpause, zu Hause gegen 1860 München II mit 2:1 und bei Hessen Kassel mit 2:0. Mit drei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz ging die SpVgg auf dem 12. Rang in die Winterpause. 

In dieser wurde mit Eugen Hach erstmals ein Sportdirektor verpflichtet. Außerdem kamen die drei saarländischen Talente Nico Zimmermann, Pascal Olivier und Florian Weber vom 1. FC Saarbrücken sowie Yilmaz Örtülü (SC Paderborn), Thomas Wiener (Torwart, FSV Mainz II) und Edwin Bediako (RW Ahlen) an die Kaiserlinde.

Nach einem einwöchigen Trainingslager in der Türkei, einer guten Vorbereitung und einem klaren 4:0 im Saarlandpokal-Achtelfinale beim Landesligisten SC Friedrichsthal ging man frohen Mutes in das erste Spiel nach der Winterpause. Doch die SpVgg blieb zu Hause gegen den Aufstiegsanwärter TSG Hoffenheim mit ihrem Star-Trainer Ralf Rangnick (früher Schalke 04) ohne Chance und verlor sang- und klanglos mit 1:4. Doch im nächsten Spiel zeigte die SpVgg Moral und gewann an der Kaiserlinde gegen Bayern II durch ein spätes Tor von Pascal Olivier mit 2:1. Einer 0:1 Niederlage beim VFR Aalen folgte ein 1:0 Heimerfolg gegen den Karlsruher SC II (Torschütze Zinnow), ehe man beim abgeschlagenen Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern II antreten musste. Dort gewann die SpVgg nach einem 0:1 Halbzeitrückstand nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte mit 4:1. Der Aufwärtstrend sollte auch in den folgenden Spielen anhalten: An der Kaiserlinde gab es gegen den Tabellendritten VFB Stuttgart II nach Toren von Nagorny und Kolinger einen verdienten 2:0 Erfolg, beim starken Aufsteiger aus Ingolstadt trennte man sich wie im Hinspiel mit 0:0 und zu Hause gegen Darmstadt 98 siegte man vor 1600 Zuschauern erneut mit 2:0 (Torschützen: Kolinger und Nagorny). Die Serie ungeschlagener Spiele hielt auch beim SC Pfullendorf, wo man lange Zeit mit 1:0 führte, am Ende aber mit einem 1:1 mehr als zufrieden sein musste. Torschütze war erneut Dubravko Kolinger, der, wie schon eine Woche zuvor gegen Darmstadt, einen Freistoß direkt verwandelte. Nach diesem Spiel hatte die SpVgg 42 Punkte auf dem Konto und hatte bereits faktisch mit dem Abstieg nichts mehr zu tun. Da kam der 1. FC Saarbrücken, der mit 34 Punkten noch in akuter Abstiegsgefahr schwebte, gerade recht. Doch jeder, der nun mit einem Sieg der SpVgg gerechnet hatte, sah sich getäuscht. Vor der stolzen Kulisse von 4500 Zuschauern (mehr hatte der DFB aus Sicherheitsgründen nicht zugelassen) gewann der 1. FC Saarbrücken mit 3:1 und sicherte sich drei wichtige Punkte, die am Ende trotzdem nicht zum Klassenerhalt beitragen sollten.

Doch die Niederlage gegen den FCS sollte aus Elversberger Sicht nur ein Ausrutscher bleiben: Im nächsten Spiel gab es beim Zweitligaabsteiger aus Siegen ein 2:2 Unentschieden, und im anschließenden Heimspiel konnte der SSV Reutlingen mit 3:1 bezwungen werden. Zweifacher Torschütze war Dubravko Kolinger, der mit seinen Saisontreffern sieben und acht endgültig zum Mann der Rückrunde avancierte. Den dritten Treffer steuerte Stefan Zinnow bei, der ebenfalls großen Anteil an der erfolgreichen Rückrunde hatte. Das vorletzte Spiel beim bereits als Absteiger feststehenden FK Pirmasens ging mit 0:1 verloren, und am letzten Spieltag war beim 0:2 gegen die Stuttgarter Kickers ebenfalls die Luft raus. Am Ende der Jubiläumssaison belegte die SpVgg einen neunten Tabellenplatz, mit dem jeder zufrieden sein konnte, zumal mit dem 1. FC Saarbrücken der andere saarländische Regionalligist in die Oberliga absteigen musste. Neben den langjährigen Spielern Martin Molz und Daniel Schommer musste u.a. auch Spielmacher und Publikumsliebling Almir Delic den Verein verlassen.

Im Saarlandpokal schied die SpVgg im Viertelfinale mit 0:1 beim Oberligisten RW Hasborn aus.

2007/2008

“Das große Ziel, die Qualifikation zur Dritten Liga, wird nicht erreicht”

Regionalliga Süd, Abschluß: Platz 15
. Trainer: Brent Goulet/Djuradj Vasic, Co-Trainer: Dimitri Papava. 

Zur Winterpause verläuft noch alles nach Plan, die SVE liegt auf dem neunten Rang und somit auf direktem Kurs Richtung Dritte Liga. Nach einem katastrophalen Start in die Rückrunde trennt sich die SVE nach dem 21. Spieltag und einer 1:3 Niederlage in Pfullendorf von Brent Goulet. Doch auch der neue Coach Djuradj Vasic bleibt in der Folge glücklos und kann das Ruder nicht mehr herumreißen. Schöne Anektode vom 23. Spieltag: Beim 1:1 der SVE bei Bayern München II stehen folgende Akteure in der Startformation der Bayern: Thomas Müller, Toni Kroos, Holger Badstuber, Thomas Kraft, Jan Schlaudraff, Mehmet Ekici und Thomas Linke.

2008/2009

“Durchwachsene und wechselhafte Leistungen in der Liga
 – Triumph im Saarlandpokal”

Regionalliga West, Abschluß: Platz 11
. Trainer: Djuradj Vasic, Co-Trainer: Dimitri Papava.

Nach der verpassten Qualifikation zur Dritten Liga stand unsere Sportvereinigung zu Beginn der zurückliegenden Saison quasi vor einem Neuanfang. Der bittere Gang in die Viertklassigkeit brachte neben einem personellen Umbruch auch finanzielle Einschnitte (durch weniger Fernsehgelder) sowie eine geringere sportliche Attraktivität – insbesondere aufgrund der zahlreichen Reserveteams der Profiklubs – mit sich. Letztere dominierten zwar die Premierensaison der Regionalliga West, drückten aber auch deutlich das Zuschauerinteresse. Während in der Hinrunde der 1. FC Kaiserslautern II als Spitzenreiter überraschte, setzte im Jahr 2009 Borussia Dortmund II die Akzente und konnte die Meisterschaft am Ende verdientermaßen für sich entscheiden.


Mit einem Etat von 1,8 Millionen Euro und einem vielversprechenden Kader strebte die SV Elversberg im Sommer des vergangenen Jahres in der neuen Liga als Ziel einen Platz im oberen Tabellendrittel an. Als Neuzugänge kamen vom SV Wehen-Wiesbaden Torhüter Adnan Masic, Abwehrspieler Robert Paul, der junge Simon Goldhammer und der Ecuadorianer Jorge Rivera Cerezo an die Kaiserlinde, dazu die langen Innenverteidiger Cem Islamoglu (SF Siegen), Nenad Simic (SC Idar-Oberstein) sowie Außenverteidiger Matthias Kühne (FC Sachsen Leipzig). Das Mittelfeld wurde neben Adam Fall (VfR Aalen) und Jean-Claude Mpassy (1. FC Saarbrücken) durch Michael Lehmann verstärkt, der in der Schweiz beim FC Wil und beim 1. FC Kaiserslautern bereits Profierfahrung gesammelt hatte. Vorne ruhten die Hoffnungen auf dem waschechten Saarländer Andreas Haas, der in der Vergangenheit seine Torgefährlichkeit bereits beim FC Homburg, der TSG Hoffenheim oder auch bei Hessen Kassel unter Beweis stellen konnte. Zusammen mit dem Nigerianer Emanuel Akwuegbu aus Sandhausen sollte er die Offensive der SVE beleben. Darüber hinaus gelang es dem Verein, wichtige Leistungsträger wie Denny Herzig, Nico Zimmermann oder auch Carsten Birk zu halten. Vom Spielermaterial her schien man also eine gute Mischung beisammen zu haben und die erfolgreiche Vorbereitungsphase – unter anderem besiegte man zu Hause den aktuellen Bundesliga-Aufsteiger FSV Mainz 05 mit 1:0 – ließ einiges erwarten. Doch den positiven Testspieleindrücken folgte schnell die Ernüchterung. Trotz des Führungstreffers durch Martin Willmann kam man im ersten Saisonspiel zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach II nicht über ein 1:1 hinaus und bot insbesondere in der zweiten Halbzeit eine enttäuschende Vorstellung. Durch ein Gegentor in der Nachspielzeit verloren die Vasic-Schützlinge dann anschließend bei Bayer Leverkusen II mit 0:1, ehe eine Woche später durch das Goldene Tor von Holger Lemke beim SC Verl der ersehnte erste „Dreier“ zu Buche stand. Ein echter Aufwärtstrend wurde dadurch aber nicht eingeleitet, denn es folgte vor eigenem Publikum wiederum nur ein 1:1-Unentschieden gegen den FSV Ludwigshafen-Oggersheim und anschließend setzte es bei Borussia Dortmund II eine 1:3-Niederlage, obwohl sich die Mannschaft beim späteren Meister in starker Form präsentierte. Das große Manko – wie so oft im weiteren Saisonverlauf – blieb die mehr als mangelhafte Chancenverwertung. Während die Abwehrkette meist hervorragend harmonierte und kaum etwas anbrennen ließ, wollte der Ball vorne einfach nicht in des Gegners Kasten. Das zeigte sich auch in den beiden darauf folgenden Auswärtsspielen beim FC Schalke 04 II (0:0) sowie beim VfL Bochum II (1:1), wo man zweimal die klar bessere Mannschaft war und sich hervorragende Möglichkeiten erarbeitete, diese aber nicht konsequent nutzen konnte. Endlich einmal mehr als ein Treffer in einer Partie gelang den Schwarz-Weißen dann erstmals am 6. Spieltag an der Kaiserlinde gegen die Sportfreunde Lotte (3:0) und zwei Wochen später bei der wohl besten Saisonleistung gegen den damaligen Spitzenreiter 1. FC Kaiserslautern II (2:0). Drei der fünf Tore erzielte Angreifer Martin Willmann.

Doch die Achterbahnfahrt ging weiter. Immer wenn unsere Sportvereinigung zu einer Erfolgsserie anzusetzen schien, ließ der nächste Rückschlag nicht lange auf sich warten. Zu Hause gegen den 1. FC Köln II (1:1) und beim Derby in Trier (ebenfalls 1:1) verschenkte man aufgrund zahlreicher ausgelassener Großchancen vier Zähler und gegen Schlusslicht BV Cloppenburg (0:1) blamierte sich unsere Elf anschließend vor heimischer Kulisse bis auf die Knochen. Immerhin zeigten die Jungs Moral und betrieben anschließend mit zwei Siegen in Folge (2:1 in Worms und 1:0 zu Hause gegen Preußen Münster) etwas Wiedergutmachung. Richtig stark spielte man dann auch an der Essener Hafenstraße, am Ende musste man sich dem Traditionsclub aufgrund zweier individueller Fehler mit 0:2 geschlagen geben. Nach einem 2:0-Erfolg über den FSV Mainz 05 II und einem 1:1 in Mönchengladbach (den Gegentreffer kassierte man in der 90. Minute), schloss die immer wieder von Verletzungen und Ausfällen wichtiger Stammspieler gebeutelte SVE-Mannschaft das Jahr 2008 mit 25 Punkten auf Tabellenrang Acht ab. Sechs Siegen standen sieben Unentschieden und vier Niederlagen gegenüber. Kurios: Mit lediglich 19 erzielten Treffern stellte die Sportvereinigung den zweitschlechtesten Angriff der Liga, mit nur 14 Gegentreffern aber auch gleichzeitig die zweitbeste Abwehr. Um der mangelhaften Torausbeute entgegenzuwirken, wurde dann in der Winterpause aus Spanien der argentinische Hoffnungsträger Andrés Formento verpflichtet. Doch dessen Stern sollte an der Kaiserlinde nie aufgehen und der Südamerikaner konnte die hohen Erwartungen zu keiner Zeit auch nur annähernd erfüllen.
Das ständige Auf und Ab der Hinserie hatte über weite Strecken auch nach der Winterpause Bestand. Einem erfolgreichen Start ins neue Jahr gegen den SC Verl (1:0) folgten erneut Enttäuschungen wie das 2:4 zu Hause gegen Bayer Leverkusen II, das 0:0 im Nachholspiel beim Schlusslicht Kleve oder das 1:1 in Ludwigshafen-Oggersheim, wo dem Gegner eine einzige Torchance im ganzen Spiel genügte, um zum Ausgleich zu kommen. Während man beim 1:2 daheim gegen Borussia Dortmund II die hohe spielerische Qualität der Gäste neidlos anerkennen musste, verteilte man eine Woche später selbst als Gast unnötige Geschenke und holte sich in Lotte eine 0:3-Klatsche ab. Mit einer kleinen Erfolgsserie von sieben Punkten ging es weiter. Gegen den FC Schalke 04 II (4:1) und den VfL Bochum II (4:0) feierte man im heimischen Waldstadion souveräne und ungefährdete Siege und beim Auswärtsspiel in Pirmasens gegen den 1. FC Kaiserslautern II (1:1) erkämpfte sich das Team nach frühem Rückstand in der Schlussviertelstunde noch verdientermaßen einen Zähler. Sechs Spiele später musste man dann aber auf eine schmerzliche Negativserie zurückblicken, die mit den Niederlagen in Köln (0:2), dem 0:1 zu Hause gegen Eintracht Trier und dem 1:3 in Cloppenburg ihren Anfang nahm. Gegen Wormatia Worms (1:1) sowie Rot-Weiß Essen (0:0) kam man erneut nicht über ein Unentschieden hinaus und bei Preußen Münster gab es ebenfalls ein 1:1.

Mit zwei Siegen in Mainz (1:0) und zu Hause gegen den 1. FC Kleve (3:2) beendete das Team die Saison mit 46 Punkten und 39:37 Toren auf Rang Elf. Vier Punkte vom Saisonziel, einem Platz unter den ersten Sechs, entfernt. Hinter dem 1. FC Köln II (34 Gegentore) und Preußen Münster (35) stellte man zum Schluss die drittbeste Abwehr der Liga. Der Titel „Schwächste Offensivabteilung“ ging knapp an der SVE vorbei und dafür an die Eintracht aus Trier (37 Treffer). Interner Torschützenkönig wurde Martin Willmann mit 12 Treffern, gefolgt von Andreas Haas und Denny Herzig (je 8).

Saarlandpokalsieg_2009

Saarlandpokalsieger 2008/2009.

Das eigentliche Saisonhighlight bildete der Saarlandpokal-Wettbewerb, in dem man erstmals in der Vereinsgeschichte triumphieren konnte. Über die Stationen Röchling Völklingen (1:0) und Rot-Weiß Hasborn (4:1) führte uns der Weg im Halbfinale in den Ludwigspark zum 1. FC Saarbrücken, wo die Mannschaft mit einem 2:0-Erfolg durch Tore von Denny Herzig und Nico Zimmermann vor 8000 Zuschauern den Grundstein für den späteren Erfolg legte. Das Finale in Bous gegen den tapferen Bezirksligisten SC Reisbach wurde dann schließlich zur Formsache und nach einem ungefährdeten 7:0 konnte man den begehrten Pokal endlich in den Händen halten (Foto). In der ersten Hauptrunde um den DFB-Pokal traf die SVE am Wochenende vom 31. Juli bis 2. August auf den Bundesliga-Aufsteiger und Zweitligachampion SC Freiburg.

2009/2010

“Mit Erhardt kehren Disziplin, Teamgeist und Erfolg zurück – erneuter Gewinn des Saarlandpokals”

von Achim Schreiner –

Regionalliga West, Abschluß: 7. Tabellenplatz. Trainer: Djuradj Vasic/ Günter Erhardt.

Saisonhöhepunkte: Am ersten Spieltag gewinnt die SVE im Neunkircher Ellenfeld vor 7.000 Zuschauern gegen den 1.FC Saarbrücken mit 6:0. Eine Woche zuvor findet an der Kaiserlinde das Spiel der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal statt. Die SVE unterliegt dem Bundesligisten SC Freiburg mit 0:2. Durch einen erneuten Sieg im Saarlandpokal (1:0 im Endspiel über Borussia Neunkirchen) qualifiziert sich die SVE erneut für den DFB-Pokal.

Für unsere Sportvereinigung war die abgelaufene Regionalliga-Saison eine Spielzeit mit Höhen und Tiefen. Nach einem furiosen Start folgte bis zum Herbst ein dramatischer Absturz in den Tabellenkeller, ehe mit dem Trainerwechsel – Günter Erhardt für Djuradj Vasic – nach einigen Anlaufschwierigkeiten ein bemerkenswerter Aufwärtstrend begann. Durch die Titelverteidigung im Saarlandpokal und Rang Sieben – der bislang besten Regionalliga-Platzierung der Vereinsgeschichte – wurde die Runde schließlich doch noch recht erfreulich und erfolgreich abgeschlossen.

 

DFB-Pokal, 1. Hauptrunde: Der Bundesligist SC Freiburg mit Trainer Robin Dutt gewinnt an der Kaiserlinde glanzlos mit 2:0. Hier jubelt Andreas Reisinger.

DFB-Pokal, 1. Hauptrunde: Der Bundesligist SC Freiburg mit Trainer Robin Dutt gewinnt an der Kaiserlinde glanzlos mit 2:0. Hier jubelt Andreas Reisinger.

Um unter anderem den Abgang der beiden Leistungsträger Nico Zimmermann (1. FC Saarbrücken) und Denny Herzig (RW Essen) zu kompensieren, sollten ab dem Sommer des letzten Jahres mehrere Neuzugänge für frischen Wind an der Kaiserlinde sorgen. Mit Marc Gross (1. FC Kaiserslautern II), Jeton Arifi (SC Verl), Thorsten Reiß (FSV Ludwigshafen-Oggersheim), Denis Omerbegovic (Borussia Dortmund II), Haluk Türkeri (RW Essen), Niko Nakas (SV Wehen-Wiesbaden) und Emre Güral (Jahn Regensburg) kamen Verstärkungen für sämtliche Mannschaftsteile. Deren Integration schien schnell gelungen und die Chemie innerhalb der Truppe zu stimmen, denn gleich im ersten Pflichtspiel gegen den späteren Meister 1. FC Saarbrücken erwischten unsere Jungs einen Auftakt nach Maß. Spielerischer Glanz, erfrischender Angriffsfußball und nicht zuletzt das Endergebnis dieser Partie begeisterte die Fans in höchstem Maße. Vor 8.000 Zuschauern im Neunkircher Ellenfeld erteilte man den Blau-Schwarzen eine 90-minütige Lehrstunde, die mit einem phänomenalen und vorher nie für möglich gehaltenen 6:0-Sieg endete. Tolle Kombinationen und Traumtore von Kapitän Martin Willmann und Co führten zu einem historischen Sieg gegen den Erzrivalen aus der Landeshauptstadt. Dabei hatte die Offensive der SVE eine Woche zuvor im DFB-Pokal gegen Zweitliga-Meister SC Freiburg praktisch überhaupt nicht stattgefunden. Nach einem über weite Strecken mut- und risikolosen Auftritt schieden die Vasic-Schützlinge gleich in der ersten Hauptrunde aus. Pure Konzentration auf die Defensive, eine Art Nichtangriffspakt unserer Elf und hinten nur möglichst lange „die Null halten“ waren gegen den an diesem Tag durchaus schlagbaren Bundesliganeuling nicht die richtigen Mittel um an einer möglichen Sensation zu schnuppern. So kamen die alles andere als souverän und erstligareif agierenden Breisgauer zu einem ungefährdeten und wenig spektakulären 2:0-Erfolg.

Doch zurück zur Regionalliga West!

Als Tabellenführer ging es im zweiten Saisonspiel zum SC Verl, wo man beim 1:1-Unentschieden mehrere klare Chancen aus- und am Ende zwei Punkte liegen ließ. Auf den Boden der Tatsachen geholt wurde unsere Mannschaft dann im darauf folgenden Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf II. Gemeinsam mit der Zweiten Mannschaft des VfL Bochum präsentierten sich die Rheinländer als die wohl stärkste Elf, die in der abgelaufenen Saison an der Kaiserlinde zu Gast war. Nach einer 0:3-Klatsche, einem verschossenen Elfmeter und einem Platzverweis von Innenverteidiger Cem Islamoglu war am Abend die Stimmung auf dem traditionellen „Bergfest“ bei Spielern und Anhängern entsprechend gedämpft. Hoffnung, sich dennoch auf Dauer im oberen Tabellenbereich festsetzen zu können, keimte dann nach den beiden anschließenden Spieltagen auf. Denis Omerbegovic und Martin Willmann sorgten in Bonn für den ersten Auswärtssieg der Saison (2:0) und durch ein überzeugendes 4:1 über den 1. FC Köln II schob man sich wenige Tage später bis auf Rang Drei vor. Denis Omerbegovic per Doppelpack sowie Emre Güral brachten seinerzeit die Schwarz-Weißen bereits in der ersten Hälfte auf die Gewinnerstraße, ehe Thomas Klasen in der Schlussminute zum Endstand traf. Mit viel Selbstvertrauen reiste das Team in der Folge nach Worms und zu Leverkusen II, konnte dort die zuvor gezeigten Leistungen allerdings nicht erneut unter Beweis stellen. Trotz Führung durch Jeton Arifi und zahlreicher weiterer Chancen verschenkte man bei der Wormatia (1:1) unnötig zwei Zähler und im Kölner Südstadion gegen die Zweite von Bayer Leverkusen sollte es noch bitterer werden. Erneut vergab die Mannschaft nach einer 1:0-Führung – Omerbegovic hatte getroffen – mehrere hundertprozentige Tormöglichkeiten, um bereits frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Stattdessen ließ man einen bis dato harmlosen Gegner im zweiten Abschnitt wieder ins Spiel kommen, kassierte den Ausgleich und wenige Minuten vor dem Abpfiff durch einen Foulelfmeter gar noch das 1:2. Eine höchst ärgerliche Niederlage, welche die Elf in eine wochenlange Krise stürzte. Die weiteren Resultate: 0:1 zu Hause gegen ganz schwache Trierer und „dank“ eines kapitalen Schnitzers von Torwart Adnan Masic, 0:2 in Essen und 0:1 daheim gegen die Jungs von Preußen Münster, die einmal in 90 Minuten auf den Elversberger Kasten schossen und dennoch als Sieger vom Feld gingen. Drei Partien ohne Punkt und Tor, eine zunehmend leblos wirkende Mannschaft und der Absturz auf Platz 13 führten schließlich Anfang Oktober zur Beendigung der Zusammenarbeit mit Trainer Djuradj Vasic. Für ihn übernahm der bis zu diesem Zeitpunkt für das Oberligateam zuständige Günter Erhardt das Zepter und mit ihm auf der Kommandobrücke ging es für die SVE ganz langsam, aber dennoch stetig wieder bergauf. Allerdings war es für den neuen Coach in den ersten Monaten ein sehr harter und steiniger Weg, die Truppe in Sachen Disziplin, Zusammenhalt und Leistungsvermögen wieder auf Vordermann zu bringen. Zu sehr hatte sich unter seinem Vorgänger der berühmte Schlendrian eingeschlichen. Unter Erhardt hatte sich fortan jeder Einzelne dem Erfolg des Vereins unterzuordnen und jeder die Pflicht, dafür alles zu geben. Auf und neben dem Platz. Zudem krempelte der Vasic-Nachfolger die Mannschaft auf einigen Positionen um, installierte Akteure wie Andreas Backmann, Alexander Ernst, Said Chouaib oder Marc Gross – zuvor fast ausschließlich in der Zweiten eingesetzt – als feste Größen des Regionalligakaders. Außerdem vollzog der Coach einen Wechsel auf der Torhüterposition. Für den immer mehr zum Unsicherheitsfaktor gewordenen Adnan Masic rückte der ehemalige Lauterer Jens Kern zwischen die Pfosten. Taktische und personelle Veränderungen führten in den ersten Begegnungen unter der Führung von Günter Erhardt auch gleich zu positiven Ergebnissen. Ein hochverdienter Punktgewinn beim damaligen Tabellenführer Lotte (0:0) und ein 4:0 zu Hause gegen Gladbach (Torschützen: Chouaib, Reiß, Güral und Ernst) ließen Verantwortliche und Fans wieder etwas optimistischer in die Zukunft blicken. Doch die Formkurve ging anschließend hoch und runter und dies fast Woche für Woche. Einem 1:1 in Mannheim folgte eine 0:2-Niederlage auf heimischem Terrain gegen Bochum II, danach siegte man 2:1 in Mainz und verlor sieben Tage später wiederum zu Hause mit 0:4 gegen die „kleinen“ Roten Teufel aus Kaiserslautern. Zum Abschluss der Vorrunde gelang ein 1:0-Sieg beim FC Schalke 04 II und im letzten Pflichtspiel vor Jahresfrist musste man sich beim Derby im Saarbrücker Ludwigspark mit 0:1 geschlagen geben. Die sportliche Achterbahnfahrt der Hinserie ließ unsere Mannschaft schließlich mit 22 Punkten auf Rang 12 überwintern, gerade einmal zwei Zähler betrug der Vorsprung zu den Abstiegsplätzen.

„Die Ausgangssituation, als ich die Mannschaft übernommen hatte, war sehr schwierig. Wir befanden uns damals im freien Fall, was die Arbeit anfangs nicht leicht machte. Es war keine einfache Zeit. Aufgrund der Tabellensituation konnte das primäre Ziel nach der Winterpause erst einmal nur der Klassenverbleib sein“, so Trainer Günter Erhardt rückblickend. „Als Mannschaft haben wir mit Beginn des neuen Jahres dann aber eine gute Entwicklung genommen. Nach und nach sind die Jungs zu einer echten Einheit geworden, so dass man mittlerweile von einer tollen Truppe sprechen kann. Wir hatten zwei, drei Ereignisse in der Vorrunde beziehungsweise kurz nach der Winterpause, die nicht besonders schön waren und die klare Konsequenzen erforderten. Es ging um Verhaltensweisen einzelner Spieler, die ich als Trainer und der Verein als Arbeitgeber nicht dulden konnten. Entsprechend mussten wir dann auch reagieren.“

Innenverteidiger Cem Islamoglu wurde fristlos gekündigt, Torwart Jens Kern und Verteidiger Robert Paul wurden abgemahnt. Letztere sollen sich über das angeblich zu stramme Trainingspensum beschwert haben, Islamoglu soll sich geweigert haben, zum Nachholspiel bei Fortuna Düsseldorf (1:2) mitzufahren. Zuvor war man mit einer absolut vermeidbaren 3:4-Niederlage in Köln in die Restrückrunde gestartet. Danach aber kehrte Ruhe ein, das „Betriebsklima“ besserte sich zunehmend und es ging aufwärts, weil sich die Mannschaft endlich auf das Wesentliche, nämlich das Fußball spielen konzentrierte. In den Nachholbegegnungen zu Hause gegen Verl (1:0), Bonn (1:1), Leverkusen II (1:0) und Worms (1:0) legten die Erhardt-Schützlinge nicht nur frühzeitig die Grundlagen zum Klassenverbleib, sondern stellten auch die Weichen für eine bärenstarke zweite Saisonhälfte. Zweimal avancierte dabei Emre Güral mit sehenswerten Treffern zum Matchwinner, zweimal war der im Winter aus Belgien verpflichtete Neuzugang Faysal El Idrissi (ehemals 1. FC Saarbrücken) der goldene Torschütze. Mehr und mehr präsentierte sich das Team nun als homogenes sowie lauf- und kampfstarkes Kollektiv, das weiter fleißig Punkte sammelte und zunehmend begeisterte. Vor allem die stabile und sehr gut harmonierende Defensive um Abwehrchef Andreas Backmann, Matthias Kühne und Torwart Matthias Kuhn wurde zu einem ganz wesentlichen Erfolgsbaustein. Und vorne war auf „Knipser“ Emre Güral sowie die Qualitäten von Kapitän Martin Willmann oder auch Denis Omerbegovic zumeist Verlass. Nach einem Zähler, den man aus Trier mitbrachte (0:0), trennte man sich zu Hause ebenfalls torlos von Rot-Weiß Essen, hätte gegen den Traditionsclub aus dem Ruhrpott einen Sieg aber mehr als verdient gehabt. Dafür schnappte sich die Elf eine Woche später beim 1:0-Erfolg in Münster (Torschütze: Emre Güral) einen weiteren „Dreier“. Nach einem 1:1 zu Hause gegen Lotte zeichnete der türkische Youngster beim 1:0-Sieg in Mönchengladbach dann erneut als Goalgetter vom Dienst verantwortlich. Lediglich beim 1:0 in Bochum „gönnte“ er den Treffer des Tages einem anderen, nämlich Adam Fall. Insgesamt gelangen dem aus Regensburg gekommenen Nachwuchstalent acht Saisontreffer, wodurch er sich gemeinsam mit Denis Omerbegovic an die Spitze der mannschaftsinternen Torjägerliste setzte. Gefolgt von Martin Willmann mit sieben Toren. Die beiden zuletzt genannten sicherten am drittletzten Spieltag auch den 2:1-Heimsieg gegen Mainz 05 II. Von Mitte März bis zum Saisonende am 29. Mai 2010 mussten sich unsere Jungs nur noch zweimal geschlagen geben. Zu Hause gegen Waldhof Mannheim und auf dem Lauterer Betzenberg kassierte man jeweils eine 1:2-Niederlage. Dennoch standen nach dem 2:0-Erfolg zum Abschluss gegen Schalke 04 II stolze 50 Punkte und Platz 7 zu Buche. Dies gelang bis dato noch keiner Elversberger Mannschaft in der Regionalliga.

 

Saarlandpokalsieger 2010. Im Endspiel gibt es einen glücklichen 1:0 Erfolg über Borussia Neunkirchen.

Saarlandpokalsieger 2010. Im Endspiel gibt es einen glücklichen 1:0 Erfolg über Borussia Neunkirchen.

Dazu belohnte sich das Team von Günther Erhardt mit einem erneuten Triumph im Saarlandpokal, wo im Endspiel Borussia Neunkirchen mit 1:0 bezwungen wurde. Die damit verbundene Qualifikation für die erste Hauptrunde um den DFB-Pokal beschert unserer SVE zu Beginn der neuen Saison wiederum ein Aufeinandertreffen mit einem Bundesligisten. So wird am Samstag, dem 14. August, um 19.30 Uhr Hannover 96 zu Gast an der Kaiserlinde sein. Eine Woche vorher starten unsere Jungs in die neue Regionalliga-Saison. Ab dann gilt es für die Mannschaft, an das tolle letzte Halbjahr anzuknüpfen, sich auf die unter Trainer Günther Erhardt neu entdeckten Erfolgstugenden zu besinnen und in ihrer Entwicklung weitere Schritte nach vorn zu machen.

2010/2011

“Unerklärlicher Einbruch in der Liga – Sieg im DFB-Pokal über Hannover 96″

Regionalliga West, Abschluß: 12. Tabellenplatz. Trainer: Günter Erhardt. Co-Trainer: Jens Kiefer.

SVE_Hannover 96 DFB-Pokal

Riesen-Jubel nach dem Pokalsieg über Hannover 96: Ajdin Zeric hatte gerade den fünften und entscheidenden Elfmeter verwandelt und die SVE in die zweite Runde des DFB-Pokals geschossen.

Bis zum 7. Spieltag lag man noch in der Spitzengruppe der Liga – dann folgte ein unerklärlicher Einbruch mit zwei deftigen Niederlagen in Folge: Am 8. Spieltag verlor man an der Kaiserlinde gegen Borussia Mönchengladbach II mit 1:4, eine Woche später beim 1. FC Köln II gar mit 0:7. In der Folge versank man im Mittelfeld der Liga. Viel besser lief es im DFB-Pokal: In der ersten Runde besiegte man sensationell den Bundesligisten Hannover 96 mit 5:4 nach Elfmeterschiessen (Foto). Nach Ende der regulären Spielzeit und Verlängerung stand es 0:0 Unentschieden. Der Regionalligist war dem Bundesligisten über 120 Minuten ebenbürtig und hatte sogar die beste Chance des Spiels, als Emre Güral direkt vom Anstoßpunkt nur die Latte traf. Während man auf Seiten der SVE alle fünf Elfmeter versenkte, zeigte der finnische Nationalspieler Mikael Forssell Nerven und setzte bereits den zweiten Elfmeter von Hannover über das Tor.

 In der zweiten Runde unterlag man an der Kaiserlinde dem Bundesligisten 1. FC Nürnberg mit 0:3. Die erneute Titelverteidigung im Saarlandpokal misslingt: Im Viertelfinale verlor man an der Kaiserlinde dem klassenhöheren 1. FC Saarbrücken (Dritte Liga) mit 2:4. Nach der Saison wechselte SVE-Angreifer Emre Güral in die zweite türkische Liga. Ein Jahr später erfolgte dann sogar der Wechsel in die erste Liga zu Trabzonspor.

2011/2012

“Jens Kiefer löst Günter Erhart in der Hinrunde als Trainer ab – der Beginn einer Erfolgsgeschichte”

Regionalliga West, Abschluß: 13. Tabellenplatz. Trainer: Günter Erhardt / ab dem 10. Spieltag Jens Kiefer.

Immer mit vollem Einsatz dabei: Der neue SVE-Coach Jens Kiefer.

Immer mit vollem Einsatz dabei: Der neue SVE-Coach Jens Kiefer.

Nach einem enttäuschenden Saisonstart und einer Negativserie von fünf Spielen ohne Sieg (darunter eine 0:4 Niederlage in Wuppertal und eine 1:4 Niederlage in Leverkusen) trennt sich die SVE von Günter Erhardt, der bisherige Co-Trainer Jens Kiefer übernimmt die Mannschaft. Da es in dieser Saison keine sportlichen Absteiger gibt (neue Regionalliga-Reform ab der Saison 2012/2013 mit dann fünf Regionalligen), bekommt Jens Kiefer von der Vereinsspitze den Auftrag, bereits frühzeitig eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen. Fortan hat die Saison eher den Charakter einer Experimentier- oder Testphase bzw. eines Übergangsjahres.

Im Saarlandpokal scheitert man schon früh am Verbandsligisten Saar 05 Saarbrücken (Niederlage im Elfmeterschiessen).

2012/2013

“Dramatischer Aufstieg in die Dritte Liga – SVE unter den besten 56 Mannschaften Deutschlands!”

Regionalliga Südwest, zweiter Platz und damit Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Dritten Liga. Trainer: Jens Kiefer

Vor dem entscheidenden Spiel in der Allianz Arena.

Vor dem entscheidenden Spiel in der Allianz Arena.

Nach der „Aufbausaison“ 2011/2012 wurde die Mannschaft lediglich punktuell verstärkt. Die Neuzugänge Timo Wenzel (AOK Kerkyra, 1. Liga Griechenland), Kenneth Kronholm (vereinslos), Milad Salem (Wehen-Wiesbaden), Angelo Vaccaro (SSV Reutlingen), Kevin Feiersinger (SVN Zweibrücken) und Daniel Jungwirth (kam bereits in der Winterpause der Vorsaison) erwiesen sich allerdings als absolute Verstärkungen und die SVE spielte insbesondere in der Vorrunde eine überragende Rolle. Am siebten Spieltag übernahm die Mannschaft von Trainer Jens Kiefer nach einem 6:1 über Bayern Alzenau erstmals die Tabellenführung. Spätestens nach dem elften Spieltag und einem 2:1 Heimerfolg im Spitzenspiel gegen die U23 von 1899 Hoffenheim hatte man sich endgültig in der Spitzengruppe festgesetzt. Zur Winterpause führte man die Liga mit zwei Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten Hessen Kassel und zwei Nachholspielen in der Hinterhand an.

Die Rückrunde gestaltete sich allerdings schwieriger als erwartet: Durch eine Vielzahl an ausgefallener Partien und teilweise unerklärlicher Niederlagen (z.B. 0:1 beim späteren Absteiger Alzenau) drohte die SVE ihre komfortable Ausgangsposition zu verspielen. Mit zunehmendem Saisonverlauf kam außerdem die nervliche Belastung und die Angst, die Teilnahme an der Aufstiegsrunde doch noch zu verspielen, hinzu.

Regionalliga Südwest SV Elversberg vs   FC 08 Homburg

Maurice Deville, mit drei Treffern beim 4:2 über den FC Homburg Spieler der Partie.

Ausgerechnet gegen den FC Homburg platzte am viertletzten Spieltag aber der Knoten: In einem atemberaubenden Spiel drehte die SVE an der Kaiserlinde einen zweimaligen Rückstand und gewann am Ende mit 4:2 (1:2). Als Spieler des Spiels entpuppten sich Maurice Deville mit drei Treffern sowie SVE-Keeper Kenneth Kronholm, der beim Stand von 3:2 einen Homburger Foulelfmeter parierte. Dieser Sieg war die Initialzündung für die kommenden beiden Spiele (2:1 Sieg bei Eintracht Frankfurt II; 2:0 Heimerfolg gegen den FSV Frankfurt II), in denen man die Qualifikation für die Aufstiegsspiele perfekt machte. Am 33. Spieltag hatte man es geschafft und der Jubel kannte nach dem Sieg über den FSV Frankfurt keine Grenzen mehr. Die 0:4 Niederlage am letzten Spieltag in Worms hatte keine Bedeutung mehr, zumal Jens Kiefer einen Großteil seiner Spieler für die Aufstiegsspiele schonte.

In diesen setzte sich die SVE gegen den TSV 1860 München II – Meister der Regionalliga Bayern – in zwei spannenden Spielen durch. An der Kaiserlinde gewann die Mannschaft von Trainer Jens Kiefer vor 3.800 Zuschauern mit 3:2 (Tore: Wenzel, Krasniqi, Deville), in München in der Allianz-Arena genügte vor 14.500 Zuschauern ein 1:1 Unentschieden (Tor: Krasniqi zum 1:1 Ausgleich in der 83. Minute). Zwei Tage zuvor war das Rückspiel in München aufgrund tagelanger Regenfälle und Unbespielbarkeit des Rasens in der Allianz-Arena ausgefallen. Es war der erste wetterbedingte Spielausfall überhaupt in einer der modernsten Fußballarenen weltweit, passte aus Elversberger Sicht aber in diese kuriose Rückrunde. Der Aufstieg in die Dritte Liga bedeutete den größten Erfolg in der bis dato 106-jährigen Geschichte des Vereins.

U23 und SVE-Junioren: Komplettiert wurde die hervorragende Saison durch den Klassenerhalt der U23 in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar sowie den Aufstieg der C- und A-Junioren in die Regionalliga. Somit spielten in der Saison 2013/2014 erstmals alle drei Jugendmannschaften der Leistungsklassen (A-, B- und C-Junioren) in der Regionalliga.

Im Saarlandpokal schied man bereits frühzeitig gegen Saar 05 Saarbrücken aus.

 2013/2014

40 Punkte reichen nicht zum Klassenerhalt

Dritte Liga, Abschluss 18. Tabellenplatz und damit Abstieg in die Regionalliga, Trainer: Jens Kiefer (1. – 5. Spieltag) / Roland Benschneider und Co-Trainer Werner Dreßel (6. Spieltag) / Dietmar Hirsch (7. – 34. Spieltag) / Roland Seitz (35. – 38. Spieltag)

Die erste Saison der SV 07 Elversberg in einer eingleisigen dritten Liga als turbulent zu bezeichnen, dürfte noch untertrieben sein. Nach dem überraschenden Aufstieg wurde die Meisterelf im Kern gehalten, vom Stammpersonal verließen nur die beiden Angreifer Abedin Krasniqi und Maurice Deville den Verein. Von den zahlreichen Neuzugängen zu Saisonbeginn sollten sich lediglich Felix Lux (Wacker Burghausen) und mit Abstrichen Dominik Rohracker (SpVgg Unterhaching) sowie Bernard Onanga Itoua (Hapoel Ramat Gan, erste Liga Israel) als Verstärkungen erweisen. Auch in der Winterpause krempelte man den Kader wieder gehörig um und verpflichtete erneut fünf neue Spieler, nachdem zuvor vier Spieler den Verein wieder verlassen mussten. Trotz oder gerade wegen den ständigen Veränderungen am Kader sowie auf den Trainerposten gelang es während der gesamten Runde nie, ein eingespieltes Team zu formen. Am Ende stand nach nur einer Saison der bitte Abstieg in die Regionalliga zu Buche.

Die Szene des Spiels: Kenneth Kronholm pariert in der Nachspielzeit den Elfmeter von Testroet.

Einer der Höhepunkte der Saison: Die SVE gewinnt beim VFL Osnabrück mit 1:0, Kenneth Kronholm parierte in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter von Testroet.

Die Saison war gerade einmal vier Spieltage alt, als Trainer Jens Kiefer nach zuvor nur zwei erzielten Punkten seinen Rücktritt erklärte. Der Meistercoach begründete dies mit der Doppelbelastung zwischen der Ausbildung zum Fußballlehrer in Köln und dem Traineramt in Elversberg. Nachdem Kiefer am fünften Spieltag in Halle (0:2) zum letzten Mal auf der Trainerbank saß, übernahmen zunächst für ein Spiel Sportmanager Roland Benschneider und Co-Trainer Werner Dreßel. Den Beiden sollte der erste Sieg auch verwehrt bleiben, im Heimspiel im Saarbrücker Ludwigspark – dort trug die SVE wegen des Stadionausbaus an der Kaiserlinde die ersten fünf Heimspiele aus – spielte man gegen Preußen Münster 2:2 Unentschieden. Nach der Partie präsentierte der Vorstand mit Dietmar Hirsch (196 Bundesliga und 57 Zweitligaspiele für MSV Duisburg, Borussia Mönchengladbach, SpVgg Unterhaching und Hansa Rostock) einen neuen Cheftrainer, der bis dato noch keine Erfahrung als Trainer einer Profimannschaft vorzuweisen hatte. Doch die mutige Wahl sollte sich zunächst als Volltreffer erweisen: Mit überraschenden Personalentscheidungen (Frederik Kyereh, Salif Cissé und Sebastian Piotrowski aus der zweiten Mannschaft stießen zum Kader) und markigen Sprüchen gelang es Dietmar Hirsch in kurzer Zeit, die Mannschaft vom 18. Tabellenplatz auf Rang 8 zu hieven.

Der Einstand von Trainer Dietmar Hirsch ist gleich ein Volltreffer: Felix Luz schießt das einzige Tor beim Elversberger 1:0 Erfolg in Burghausen. Der erste Sieg in der Dritten Liga. Foto: SVE-Ticker

Der Einstand von Trainer Dietmar Hirsch war gleich ein Volltreffer: Die SVE feierte durch einen Treffer von Felix Luz einen 1:0 Erfolg in Burghausen – der erste Sieg in der Dritten Liga. Foto: SVE-Ticker

Dem ersten Saisonsieg am 7. Spieltag in Burghausen (1:0, Torschütze Felix Lux) folgten weitere Siege gegen RB Leipzig (1:0), Wehen-Wiesbaden (3:0), Jahn Regensburg (3:1) und in Kiel (2:1). Höhepunkte in der Hinrunde waren die Erfolge beim VFL Osnabrück (1:0), bei dem SVE-Keeper Kenneth Kronholm in der 94. Minute einen Foulelfmeter parierte sowie das 1:0 zu Hause gegen den MSV Duisburg. Dieses Spiel, erstmals wieder an der heimischen Kaiserlinde in Elversberg ausgetragen, verfolgten 2.800 Zuschauer, Torschütze des entscheidenden Treffers war Milad Salem mit einem direkt verwandelten Freistoßaufsetzer in der 70. Minute. Ab dem 18. Spieltag war die anfängliche Euphorie allerdings dahin und die SVE kassierte vier Niederlagen in Folge, darunter zwei deutliche Heimschlappen gegen Borussia Dortmund II (0:5) und Darmstadt 98 (0:3). Mit 25 Punkten und nur einem Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz überwinterte man auf dem 16. Tabellenrang.

Das Fußballjahr 2014 begann mit einem Paukenschlag: An der Kaiserlinde triumphierte die SVE vor 8.200 Zuschauern über den 1. FC Saarbrücken und gewann nach Toren von Milad Salem, Felix Lux und Serkan Göcer (kam in der Winterpause vom FCS) mit 3:1. Trotzdem verlief die Rückrunde wenig erfolgreich. Zu Hause gelangen nur noch zwei weitere Siege (1:0 gegen Burghausen, 2:0 gegen RW Erfurt), und auswärts bekam die Mannschaft kein Bein auf den Boden und verlor bis auf das Spiel in Regensburg (0:0) am drittletzten Spieltag alle Partien. Trotzdem rutschte man erst am 34. Spieltag – nach einer deutlichen 0:3 Niederlage beim direkten Konkurrenten SpVgg Unterhaching – auf einen Abstiegsplatz. Der Verein trennte sich von Trainer Dietmar Hirsch, doch auch der Nachfolger – Sportvorstand Roland Seitz übernahm für die letzten vier Spiele – konnte den Abstieg in die Regionalliga nicht verhindern. Zwar gab es am 35. Spieltag zu Hause einen Achtungserfolg gegen den 1. FC Heidenheim, der beim 1:1 sein Meisterstück perfekt machte und an der Kaiserlinde den Aufstieg in die Zweite Liga feiern durfte. Zwei weitere Unentschieden in Regensburg (0:0) und zu Hause gegen Chemnitz (1:1) sowie eine 0:3 Niederlage am letzten Spieltag bei Borussia Dortmund II bedeuteten am Ende nach nur einer Saison in der Dritten Liga die Rückkehr in die Viertklassigkeit. Schade, denn mit ein wenig mehr Konstanz in der Rückrunde und einer etwas besseren Punktausbeute in der Fremde hätte man den Klassenerhalt schaffen können.

Im Saarlandpokalfinale unterlag man im Finale in Völklingen dem klassentieferen FC 08 Homburg mit 0:2. 

 2014/2015

SVE landet auf dem undankbaren dritten Platz, gewinnt aber den Saarlandpokal

Regionalliga Südwest, Abschluss 3. Tabellenplatz, Trainer Willi Kronhardt (1. – 30. Spieltag) / Stefan Minkwitz (31. – 34. Spieltag)

Saarlandpokal: In einem packenden und bis zur letzten Sekunde spannenden Endspiel sicherte sich die SVE mit einem 2:1 Erfolg nach Verlängerung über den FC Homburg den Saarlandpokal. Lukas Kohler hatte die Mannschaft von Trainer Stefan Minkwitz nach 73 Minuten mit 1:0 in Führung gebracht, ehe Amri in der 88. Minute der Ausgleich gelang. In der Verlängerung war es Patrick Dulleck, der den entscheidenden Treffer für die SVE erzielte und somit den dritten Pokaltriumph in der Vereinsgeschichte der SVE sicher stellte. Die Elf von Trainer Stefan Minkwitz war über die 120 Minuten die Mannschaft, die mehr investierte und am somit am Ende verdient den Saarlandpokal nach Elversberg holte. Ausgetragen wurde die Partie vor 4.000 Zuschauern in Rehlingen. Die Auslosung zur ersten Runde im DFB-Pokal bescherte der SVE den Bundesligisten FC Augsburg.

SVE-Junioren: Die U17 der SV Elversberg durfte als Tabellenvierter der B-Junioren Regionalliga Südwest an zwei Aufstiegsspielen (Hin- und Rückspiel) zur B-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest teilnehmen. Und für die Jungs von Trainer Dieter Rohe ging ein Traum in Erfüllung – nach einem 3:3 im Hinspiel in Elversberg gewann man im Rückspiel bei Kickers Offenbach mit 1:0. Nach 80 Minuten stand es 0:0 (Auswärtstor-Regelung gilt im Junioren-Bereich nicht), und als es in der spannenden Verlängerung auf ein Elfmeterschiessen hinauslief, traf in der 98. Minute – und somit zwei Minuten vor einem möglichen Elferdrama – Guiliano Jakob zum alles entscheidenden 1:0.

 2015/2016

Die SVE wird Zweiter, verpasst aber den Aufstieg in die Dritte Liga

Regionalliga Südwest, zweiter Platz und damit Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Dritten Liga. Trainer: Michael Wiesinger – Co-Trainer: Oliver Beer

Mijo jubelt

21 Tore und in allen 34 Saisonspielen dabei: Mijo Tunjic.

Beste Heimmannschaft der Südwest-Staffel, zweitfairstes Team der Liga, mit Mijo Tunjic den Torschützenkönig in den eigenen Reihen und den Zuschauerschnitt deutlich nach oben geschraubt: Auch wenn es am Ende mit dem Aufstieg in die Dritte Liga nicht geklappt hat, war es eine überaus erfolgreiche Saison, die unsere Elv in der Spielzeit 2015/2016 aufs Parkett gelegt hat. Das zeigt alleine schon ein Blick in die Vergangenheit, denn 72 Punkte in einer Saison hatte die SVE seit der Oberliga-Meisterschaft im Jahr 1998 nicht mehr erzielt. Dazu gingen die Schützlinge von Trainer Michael Wiesinger äußerst fair zu Werke, denn mit lediglich zwei roten, zwei gelb-roten und 59 gelben Karten stellte die SVE das zweitfairste Team der Liga. Besonders in der Ursapharm-Arena an der Kaiserlinde begeisterte die SVE ihre im Schnitt 1.748 Zuschauer, die 14 Heimsiege und 41 Tore bejubeln durften.

Die Saison begann mit einem echten Highlight, als der FC Augsburg in der ersten Runde des DFB-Pokals seine Aufwartung in der Ursapharm-Arena an der Kaiserlinde machte. Die SVE, von Neu-Trainer Michael Wiesinger hervorragend eingestellt, hatte den Bundesligisten am Rande einer Niederlage und führte durch einen Treffer von Kevin Maek bis zur 83. Minute mit 1:0. Raul Bobadilla rettete den FCA vor 5.400 Zuschauern in die Verlängerung, in der Sascha Mölders und Tobias Werner für die Entscheidung für die „bayrischen Schwaben“ sorgten. Die SVE musste nach einer unberechtigten gelb-roten Karte für Markus Obernosterer die gesamte Verlängerung in Unterzahl absolvieren und hatte am Ende keine Kraft mehr, um dem Bundesligisten Paroli zu bieten, trotzdem verabschiedete man sich erhobenen Hauptes und gefeiert vom eigenen Publikum aus dem Pokalwettbewerb.

Sieg im Spitzenspiel gegen Waldhof Mannheim: Die SVE übernahm kurzfristig die Tabellenführung.

Sieg im Spitzenspiel gegen Waldhof Mannheim: Die SVE übernahm kurzfristig die Tabellenführung.

Die Saison in der Regionalliga Südwest verlief ebenso erfreulich, nach einem 2:2 Auftakt bei Eintracht Trier legte die Wiesinger-Elf einen Traumstart hin und blieb bis zum elften Spieltag (1:2 in Worms) ohne Niederlage. Höhepunkte in dieser Phase der Saison waren das 0:0 zu Hause gegen den 1. FC Saarbrücken sowie ein 4:3 Erfolg über Kickers Offenbach. Im gesamten Saisonverlauf stand man immer unter den drei ersten Teams und hatte die Teilnahme an den Aufstiegsspielen stets in direkter Reichweite. Ab dem 20. Spieltag belegte die SVE Rang 2 und gab diesen Platz bis zum Saisonende nicht mehr her. Am vorletzten Spieltag eroberte man mit einem 3:1 Heimerfolg über Waldhof Mannheim sogar die Tabellenführung, diese büßte man aber am letzten Spieltag durch ein 1:2 bei der U23 von 1899 Hoffenheim wieder ein. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich aber Waldhof Mannheim und die SV Elversberg längst für die Aufstiegsspiele qualifiziert. In diesen musste sich die SVE dem FSV Zwickau geschlagen geben. Nach einem 1:1 im Hinspiel in der ausverkauften Ursapharm-Arena an der Kaiserlinde – vor 6.000 Zuschauern traf Maximilian Osterhelweg zur zwischenzeitlichen Führung – verlor die SVE das Rückspiel in Sachsen mit 0:1. Besonders bitter: In beiden Spielen war die SVE die bessere Mannschaft, hatte mehr Spielanteile und auch ein deutliches Plus an Torchancen zu verzeichnen. Gleich drei Postentreffer sowie ein auf der Torlinie geklärter Kopfball verhinderten aber einen möglichen Erfolg und somit die Rückkehr in die Dritte Liga.

Im Saarlandpokal schaffte es die SVE bis ins Finale, musste sich dort aber dem FC Homburg mit 0:1 geschlagen geben. Das Spiel fand vor 4.200 Zuschauern in Dillingen statt.

U21 und SVE-Junioren: Die zweite Mannschaft der SV Elversberg, die vor der Runde stark verjüngt wurde und als reine U21 ins Rennen ging, stieg als Viertletzter aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar ab. Die U17 musste ebenfalls absteigen, allerdings konnte man vor Saisonbeginn bereits damit rechnen, dass die B-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest noch eine Nummer zu groß sein würde. U19, U16 und U15 schafften allesamt mehr oder weniger souverän den Klassenerhalt in ihren jeweiligen Regionalligen und landeten allesamt im Mittelfeld. Im Herbst 2015 erhielt die SVE die Anerkennung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) als Nachwuchsleistungszentrum.

Die Saisonstatistik:

Punkte: 72 – Tore: 69:28

Heimbilanz: 17 Spiele, 44 Punkte, 41:10 Tore. Damit ist die SVE beste Heimmannschaft der Liga.

Auswärtsbilanz: 17 Spiele, 28 Punkte, 28:18 Tore, Platz 6 in der Auswärtstabelle

Hinrunde: 17 Spiele, 38 Punkte, 31:15 Tore, Platz 3 in der Hinrundentabelle

Rückrunde: 17 Spiele, 34 Punkte, 38:13 Tore, Platz 3 in der Rückrundentabelle

Einsätze: Mijo Tunjic (34); Leandro Grech (32); Markus Obernosterer, Maximilian Oesterhelweg (je 27); Kevin Maek, Lukas Kohler (26); Jan Washausen (25); Thomas Birk, Tobias Feisthammel, Aaron Berzel (je 24); Patrick Dulleck (21); Morten Jensen, David Schloffer (je 18); Matthias Cuntz, Merveille Biankadi (je 16); Marco Kehl-Gomez, Sven Sellentin (je 15); Daniel Batz, Moritz Göttel (je 14); Florian Bichler, Sascha Eichmeier, Marc Gross (je 10); Jan Nagel, Pierre Merkel, Florian Pflügler (je 5); Maximilian Nicu (4); Fabrice Vollborn, Moritz Zimmer (je 2); Pim Balkestein, Janik Michel (je 1)

Torschützen: Tunjic (21); Maek (8); Oesterhelweg (7); Obernosterer (5); Schloffer (4); Washausen, Göttel, Grech (je 3); Kohler, Feisthammel, Cuntz, Bichler, Dulleck (je 2); Birk, Kehl-Gomez, Eichmeier, Sellentin, Merkel (je 1)

Rote Karten: Feisthammel; Maek (je 1x)

Gelb-rote Karten: Maek; Cuntz (je 1x)

Gelbe Karten: Insgesamt 59 gelbe Karten verteilen sich auf die Spieler Grech, Berzel (je 7); Maek (6); Washausen, Cuntz (je 5); Birk, Schloffer (je 4); Kohler, Feisthammel, Kehl-Gomez, Dulleck, Obernosterer (je 3); Oesterhelweg, Tunjic (je 1)

Höchster Heimsieg der Saison: Matthias Cuntz beim 5:0 über Wormatia Worms.

Höchster Heimsieg der Saison: Matthias Cuntz beim 5:0 über Wormatia Worms.

Die höchsten Siege (Heim): 5:0 gegen Wormatia Worms (28. Spieltag); 4:0 gegen den TSV Steinbach (10. Spieltag)

Die höchsten Siege (Auswärts): 7:1 bei Saar 05 Saarbrücken (32. Spieltag); 3:0 bei Astoria Walldorf (3. Spieltag); 4:2 beim FC Homburg (31. Spieltag)

Zuschauerschnitt: 29.711 Zuschauer besuchten die 17 Heimspiele der SV Elversberg. Das entspricht einem Zuschauerschnitt von 1.748 pro Spiel. Damit liegt man auf Rang 6 der Zuschauertabelle.

Die meisten Zuschauer (Heimspiel): 1. FC Saarbrücken (7.200); FSV Zwickau (6.000; Aufstiegsrelegation); Waldhof Mannheim (4.219); Eintracht Trier (2.100)

Die meisten Zuschauer (Auswärtsspiel): Kickers Offenbach (7.200); Waldhof Mannheim (7.100)