Historie
| 1907 | Vereinsgründung Name: Fußball-Club “Germania” Elversberg |
| 1914 | Kriegsausbruch, vorzeitiges Ende der sportlichen Tätigkeit |
| 1918 | Wiedergründung Name: Sportvereinigung Elversberg, VfB Der Verein zählt schon vor dem ersten Weltkrieg bei Gründung des Saar-Pfalz-Verbandes zu dessen ersten 28 Mitgliedsvereinen nach |
| 1918 | Erste Sportstätte auf dem Gebiet der heutigen “Friedrich-Ludwig-Jahn”-Siedlung. 12 – 15 Fußballmannschaften 3 Faustballmannschaften 2 Schlagballmannschaften 3 Damen-Tamburin-Mannschaften |
| 1919 | über 300 Mitglieder Zugehörigkeit zum Süddeutschen Fußballverband und zur Deutschen Turnerschaft. Aufstieg in die A-Klasse |
| 1921/22 | Meister der A-Klasse, Aufstieg in die erste Klasse des Süddeutschen Fußballverbandes, später Eingliederung in die Kreisliga.ca. 1925Pacht eines Waldgeländes südlich der Kaiserlinde und Bau eines Sportplatzes |
| ca. 1925 | Pacht eines Waldgeländes südlich der Kaiserlinde und Bau eines Sportplatzes |
| 1929/30 | Abstieg in die A-Klasse |
| 1930 | Sportplatz geht in Eigentum des Vereins über |
| 1930/31 | Aufstieg in die Kreisliga |
| 1932/33 | Zuteilung zur Bezirksliga wegen Neugestaltung des Spielsystems |
| 1934/35 | Abstieg |
| 1945 | Erlaubnis der Besatzungsmächte neue Sportgemeinschaften zu gründen: “Omni Sportverein” (Hier waren alle Sportarten vertreten) Name: Sportgemeinde Elversberg, Sparte Fußball |
| 1946/47 | Kreisklasse 1 / Südsaarkreis (Spitzname: “Linie 9″) |
| 1947 | 460 Mitglieder 6 Fußballmannschaften 01. Mai 48Spiel gegen Fortuna Düsseldorf, 3500 Zuschauer, Ergebnis 1:5 |
| 1949/50 | Ausgliederung aus dem Südsaarkreis und Zuteilung zum Kreis Mittelsaar 2. Platz Durch Dreiteilung der Bezirksklasse Aufstieg zur Bezirksklasse |
| 1950/51 | Aufstieg in die Landesliga |
| 1951/52 | 3. Platz 1952 Regierungsnovelle zum Vereinsgesetz: Lösung aus der Sportgemeinde und Annahme des alten Namens: “Sportvereinigung Elversberg, VfB 07″ |
| 1952 | Regierungsnovelle zum Vereinsgesetz: Lösung aus der Sportgemeinde und Annahme des alten Namens: “Sportvereinigung Elversberg, VfB 07″ |
| 1952/53 | 2. Platz |
| 1953/54 | 2. Platz |
| 1954/55 | 2. Platz |
| 1956/57 | 6. Platz 1957 ca. 40% der Mitglieder treten aus dem Verein aus |
| 1959/60 | Abstieg in die Ost-Staffel der 2. Amateurliga |
| 1961/62 | Abstieg in die A-Klasse, Mittelsaarkreis |
| 1965/66 | Abstieg in die B-Klasse, Gruppe Neunkirchen |
| 1966/67 | 2. Mannschaft wird Meister der Reserven |
| 1967/68 | Aufstieg in die A-Klasse 1968 Saarlandmeisterschaft der B-Klasse: Bezirksmeister |
| 1968/69 | 1. Mannschaft 5. Platz Saarlandmeisterschaft der B-Klasse (Vorläufer des 1974 eingeführten Saarlandpokals): Bezirksmeister Ost, im Endspiel gegen den FC Besseringen ausgeschieden. 2. Mannschaft 5. Platz 3. Mannschaft 7. Platz in der C-Klass |
| 1969/70 | 1. Mannschaft 3. Platz 2. Mannschaft wird Meister in der … |
| 1970/71 | 1. Mannschaft 7. Platz 2. Mannschaft 2. Platz |
| 1971/72 | 1. Mannschaft 5. Platz 2. Mannschaft 3. Platz |
| 1972/73 | 1. Mannschaft 10. Platz 2. Mannschaft 2. Platz |
| 1973/74 | 1. Mannschaft 3. Platz 2. Mannschaft wird Meister in der … |
| 1974/75 | 1. Mannschaft 4. Platz 2. Mannschaft 3. Platz |
| 1975/76 | 1. Mannschaft wird Meister der A-Klasse und steigt in die Bezirksliga auf 2. Mannschaft wird Meister in der … |
| 1976/77 | 1. Mannschaft 10. Platz 600 Vereinsmitglieder |
| 1977/78 | 1. Mannschaft 8. Platz |
| 1978/79 | 1979: Bezirksliga wird zur Landesliga Nord/Ost Trainer: Jürgen Fuhrmann Aufstieg in die Verbandsliga Saarlandpokal: Im Finale gegen SV Auersmacher 6:5 n. E. verloren Teilnahme an der DFB-Pokalrunde: Sieg gegen Heider SV in Friedrichsthal (5:2) Niederlage gegen den SC Verl (3:1) |
| 1979/80 | Aufstieg in die Oberliga (nach Entscheidungsspiel gegen Saarwellingen in Hasborn, Ergebnis 2:1 nach Verlängerung) Trainer: Jürgen Fuhrmann 2. Mannschaft spielt erstmals in der Pflichtrunde der Kreisliga B (Gruppe Bexbach), wird Meister und steigt in die Kreisliga A (Höcherberg) auf. |
| 1980/81 | 8. Platz Trainer: Jürgen Fuhrmann Saarlandpokal: Platz 3 und Teilnahme am DFB-Pokal DFB-Pokal: 1. Runde: In TSV Röttenbach 3:1-Sieg 2. Runde: In Saarbrücken gegen Borussia Dortmund 1:4-Niederlage (7000 Zuschauer) Die 2. Mannschaft spielt zusammen mit der DJK Elversberg in der Kreisliga A und erreicht den 4. Tabellenplatz. |
| 1981/82 | Oberliga, Abschluß: 9. Platz Pokal: Vize-Saarlandpokalsieger Im Achtelfinale gegen Furschweiler gewonnen Im Viertelfinale gegen den ASV Dudweiler Im Halbfinale gegen Röchling Völklingen gewonnen Im Finale gegen den FC Ensdorf 1:0 verloren |
| 1982/83 | Oberliga, Abschluß: 11. Platz Trainer: Jürgen Fuhrmann Pokal: 1. Runde: SVE – Kleinottweiler 4:2 Achtelfinale: SVE – ASC Dudweiler 6:4 nach Verlängerung Viertelfinale: SVE – Hasborn 3:2 Halbfinale 1. FC Saarbrücken – SVE 3:0Saison 1983/84 mehr »
Oberliga, Abschluß: 7. Platz Trainer Jürgen Fuhrmann, ab 30. Spieltag Lothar Morgenthal Pokal: 2. Hauptrunde: Rohrbach – SVE 1:5 Achtelfinale: Neuweiler – SVE 3:2 nach ElfmeterschießenSaison 1984/85Oberliga, Abschluß: 15. Platz Trainer: H. G. Müller, ab 24. Spieltag Lothar Morgenthal und Kapitän Dieter Paul, ab 30. Spieltag Manfred Klein Pokal: Gegen SV Auersmacher ausgeschiedenSaison 1985/86Oberliga, Abschluß: 15. Platz Trainer: Günter Schmalz Pokal: 2. Runde SV Blickweiler – SVE 4:2Saison 1986/87Oberliga, Abschluß: 18. Platz Trainer: Heinz Nitze, ab 10 Spieltag Günter Schmalz Abstieg in die VerbandsligaSaison 1987/88Verbandsliga, Abschluß: 7. Platz Trainer: Johannes MainkaSaison 1988/89Verbandsliga, Abschluß: 17. Platz Trainer: Johannes Mainka Abstieg in die LandesligaSaison 1989/90Landesliga Nord/Ost, Abschluß: 9. Tabellenplatz Trainer: Norbert Hess beinahe Abstieg in die Bezirksliga Pokal 1990: In der ersten Runde gegen Mimbach ausgeschiedenSaison 1990/91Landesliga Nord/Ost, Abschluß: 1. Platz Trainer: Norbert Hess Aufstieg in die Verbandsliga Saar Pokal 1991: In der ersten Runde gegen Alsweiler ausgeschiedenSaison 1991/92Verbandsliga Saar, Abschluß:5. Platz Trainer: Norbert Hess, später Frank Holzer 5. TabellenplatzSaison 1992/93Verbandsliga Saar, Abschluß: 8. Platz Trainer: Klaus Müller, später Frank Holzer/Günter Hermann/Heiner Kraus 8. Tabellenplatz Pokal 1993: Im Achtelfinale gegen SV Ludweiler ausgeschiedenSaison 1993/94Verbandsliga Saar, Abschluß: 1. Platz Trainer: Jürgen Fuhrmann Aufstieg in die Oberliga Südwest Im Achtelfinale gegen SC Gresaubach ausgeschiedenSaison 1994/95Oberliga Südwest, Abschluß: 14. Platz (letzter Nichtabstiegsplatz) Trainer: Jürgen Fuhrmann, später Frank Holzer/Günter Hermann, dann Heinz Histing Pokal 1995: Im Achtelfinale gegen SV Auersmacher gewonnen Im Viertelfinale gegen Hüttigweiler ausgeschiedenSaison 1995/96Oberliga Südwest, Abschluß: 1. Platz Trainer: Frank Holzer/Günter Hermann Aufstieg in die Regionalliga West/Südwest Pokal 1996: Im Achtelfinale gegen Sitzerath gewonnen Im Viertelfinale gegen SC Halberg-Brebach ausgeschieden
2. Mannschaft verfehlt knapp den Aufstieg in die Kreisklasse A
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| 1996/97 | Regionalliga West/Südwest, Abschluß: 18. Platz Trainer: Joe Brehmer, später Frank Holzer/Günter Hermann, dann Neale Marmon/Günter Hermann Abstieg in die Oberliga Südwest Pokal 1997: In der 2. Hauptrunde gegen Borussia Neunkirchen ausgeschieden 2. Mannschaft im Entscheidungsspiel gegen SV Altstadt 3:2 verloren |
| 1997/98 | Oberliga Südwest, Abschluß: 1. Platz Trainer: Neale Marmon Aufstieg in die Regionalliga West/Südwest 2. Mannschaft: Aufstieg in die Kreisliga A Pokal 1998: In der 2. Hauptrunde/Halbfinale gegen FC 08 Homburg. |
| 1998/99 | Regionalliga West/Südwest , Abschluß: 12. Platz Trainer: Neale Marmon |
| 1999/2000 | Regionalliga West/Südwest, Abschluß: 12 Platz
Trainer: Neale Marmon Der 12. Platz reicht nicht aus, um direkt in die zweigleisige Regionalliga aufgenommen zu werden. Nach den Relegationsspielen gegen Marl-Hüls, Borussia Neunkirchen und Wuppertaler SV, die alle gewonnen wurden, ist die Teilnahme an der Regionalliga Süd gesichert. |
| 2000/2001 | Regionalliga Süd, Abschluß: 14. Platz
Trainer: Neale Marmon (bis April 2001) Danach: Frank Holzer mit Johannes Mainka Vom 2. bis zum 9. Spieltag führte die SpVgg 07 Elversberg die Tabelle der Regionalliga Süd an. Danach wurde kontinuierlich ein “Abstiegsplatz angestrebt”. Erst als sich im April der Verein von Trainer Neale Marmon trennt und Frank Holzer zusammen mit dem Trainer der 2. Mannschaft Johannes Mainka die Mannschaft übernimmt kann die Klasse im letzten Moment noch gehalten werden. |
| 2001/2002 | Regionalliga Süd Abschluß: 11. Platz, Trainer: Klaus Scheer |
| 2002/2003 | Regionalliga Süd, Abschluß: 14. Platz
Trainer: Klaus Scheer (bis zum 8. Spieltag)
Trainer: Frank Holzer mit Johannes Mainka (9. bis 11. Spieltag) Trainer: Bernd Eichmann (12. – 29. Spieltag)
Trainer: Gerd Schwickert (29.- 38. Spieltag). mehr » Diese Saison wird den Zuschauern und Verantwortlichen an der Kaiserlinde in keiner guten Erinnerung bleiben. Obwohl man sich vor der Runde erstmals mit namhaften Spielern verstärkte, als Saisonziel einen Platz unter den ersten 6 Mannschaften erreichen wollte und die SpVgg sogar insgeheim zu den “Geheimfavoriten” gezählt wurde, gelang erst am letzten Spieltag der Klassenerhalt. Außerdem wurde die Mannschaft von vier verschiedenen Trainern trainiert, fand aber nur unter Frank Holzer und am Ende unter Gerd Schwickert zu ihrer vollen Leistungsstärke. Von Anfang an stand die Saison unter keinem guten Stern. Die ersten beiden Auswärtsspiele (in Regensburg, in München) fielen sprichwörtlich ins Wasser und mussten aufgrund sinnflutartiger Regenfälle abgesagt werden, nachdem die SpVgg bereits die Anreise angetreten hatte. So konnte die Mannschaft in den ersten Spielen nie Fuß fassen und enttäuschte auf der ganzen Linie. Höhepunkte waren die 0:4 Heimniederlage gegen Aalen (7. Spieltag) und das darauffolgende 1:4 im Derby bei Borussia Neunkirchen. Nach diesem 8. Spieltag hatte die SpVgg gerade mal drei Punkte und zwei erzielte Tore auf ihrem Konto und zierte den letzten Tabellenplatz – noch hinter Borussia Neunkirchen, das in der gesamten Saison gerade mal drei Spiele gewinnen konnte. Diese Situation brachte bei Vorstand und Fans das Fass zum Überlaufen und man trennte sich von Trainer Klaus Scheer. In den folgenden drei Spielen unter der Regie von Frank Holzer gelang es dem 1. Vorsitzenden, die SpVgg erstmals in dieser Saison auf einen Nichtabstiegsplatz zu führen. Die Spiele gegen Erfurt (2:1), in Schweinfurt (2:1) und zu Hause gegen Pfullendorf (1:0) konnten allesamt gewonnen werden. Doch leider konnte Frank Holzer aufgrund seiner beruflichen Belastung das Traineramt nicht weiter ausüben und beförderte Bernd Eichmann vom Spieler zum Trainer. Dies sollte sich im Laufe der Saison jedoch als fataler Fehler herausstellen, denn Bernd Eichmann gelang es nie, die Mannschaft Aus der Gefahrenzone heraus ins gesicherte Mittelfeld der Liga zu führen. Dies lag freilich nicht an der Person Bernd Eichmann, denn dieser leiste eine hervorragende Arbeit, war insgesamt für das harte Trainergeschäft aber zu gutmütig. So wurde “Eiche” von einigen Akteuren gnadenlos ausgenutzt, und die SpVgg taumelte unter seiner Regie dem Absturz in die Oberliga entgegen. Immer wieder musste die Mannschaft nach gewonnenen Spielen Nackenschläge verkraften, und auch die Spiele, in denen man ansehnlichen Fußball bot und das bessere Team war, gingen am Ende verloren. So gewann der 1. FC Saarbrücken vor 6000 Zuschauern an der Kaiserlinde durch ein Tor in der 90. Minute mit 1:0, und auch eine zwischenzeitliche 2:0 Führung gegen den Abstiegskonkurrenten Stuttgarter Kickers reichte nicht zum Sieg, am Ende stand es 2:2. So kam es wie es kommen musste, und die SpVgg musste auf einem Abstiegsplatz (Rang 17) überwintern. Und das, obwohl man das letzte Spiel vor der Winterpause noch mit 1:0 bei den Amateuren des 1. FC Kaiserslautern gewinnen konnte. Diese prekäre Situation sollte sich auch im neuen Jahr nicht ändern. Obwohl die SpVgg nach Aussage aller Beteiligten eine gute Vorbereitung gespielt hatte und auch das Trainingslager in der Türkei in Ordnung war, wurde zum Auftakt in Wehen mit 0:1 verloren. Anschließend gab es zwar mit dem 3:2 Sieg zu Hause gegen Kickers Offenbach und dem 0:0 beim VFR Aalen zwei Erfolgserlebnisse zu verbuchen, doch als die Mannschaft im Nachholspiel gegen Bayern München (das erste Spiel des neuen Jahres war aufgrund unbespielbarer Platzverhältnisse an der Kaiserlinde ausgefallen und verlegt worden) die Möglichkeit hatte, erstmals seit langer Zeit wieder die Abstiegsplätze zu verlassen, versagte sie erneut auf der ganzen Linie. Am Ende gewannen die kleinen Bayern mit 2:0 in Elversberg und der Druck auf Trainer Bernd Eichmann und die Mannschaft verstärkte sich spürbar. In dieser Situation kam es nun zum Saarderby mit Borussia Neunkirchen, und eine Niederlage in diesem prestigeträchtigen Spiel hätte bereits das Aus für den sympathischen Trainer bedeutet. Doch die Neunkircher waren in der gesamten Saison zu schwach und konnten selbst die SpVgg nicht gefährden, am Ende gab es für die Elf von der Kaiserlinde einen 2:0 Erfolg. Das Spiel war zwar schlecht, Kampf und Krampf prägten die neunzig Minuten, aber dank des Sieges war das Umfeld erstmals versöhnt und die SpVgg schaffte den Sprung auf einen Nichtabstiegsrang. Dieser war jedoch nur eine Woche später und nach der 0:2 Niederlage in Erfurt dahin, und das Spiel gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Schweinfurt sollte für Bernd Eichmann das Letzte als Trainer der SpVgg gewesen sein. Nach einer indiskutablen ersten Halbzeit verlor die SpVgg am Ende mit 1:2 und musste mit ansehen, wie Schweinfurt, zur Winterpause noch mit 5 Punkten Rückstand auf die SpVgg auf dem vorletzten Platz stehend, an Elversberg vorbei zog. Nun, acht Spieltage vor Schluss, musste Frank Holzer reagieren, denn die Situation war bereits so gut wie aussichtslos. Drei Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz, das schwere Auswärtsspiel in Pfullendorf vor der Brust, dazu eine Mannschaft, die nicht gerade große Hoffnungen weckte – selbst hartgesottene SVE-Anhänger glaubten nicht mehr an den Klassenerhalt. Doch anstatt wie in den vergangenen Jahren selbst das Traineramt zu übernehmen, wurde Gerd Schwickert als Trainer verpflichtet. Der zu diesem Zeitpunkt 53Jährige Coach ist im Saarland kein Unbekannter, war er doch lange Jahre in verschiedenen Positionen beim FC Homburg und bei Borussia Neunkirchen tätig. Und dem erfahrenen Fußballlehrer gelang das, was niemand mehr zu träumen gewagt hätte: Schwickert formte eine schlagkräftige, homogene und kampfstarke Mannschaft, die fortan 16 von möglichen 24 Punkten holen sollte. Nach einem 1:0 Sieg in Pfullendorf und einem 1:1 im Heimspiel gegen Aufstiegsanwärter Augsburg gewann die SpVgg mit 2:0 beim 1. FC Saarbrücken (Tore: Donato und Fick). Dieser Erfolg beim großen Nachbarn war übrigens der erste Sieg der SpVgg gegen den FCS seit genau 21 Jahren. Spätestens jetzt realisierte auch der letzte SVE- Fan, dass wieder Leben in der Mannschaft steckte und das Team bis zum Schluss gegen den drohenden Abstieg kämpfen würde. Das anschließende Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten SF Siegen wurde trotz 0:1 Halbzeitrückstand noch mit 4:2 gewonnen, und alle Zuschauer, die ein Gerät zum “Krachmachen” mit dabei hatten, erhielten für das letzte Heimspiel der Saison gegen Unterhaching eine Freikarte geschenkt. Zwar gab es in der darauffolgenden Woche ein deutliche 0:3 Niederlage beim SV Darmstadt 98 (ebenfalls ein direkter Konkurrent), doch nachdem die Amateure von Eintracht Frankfurt anschließend mit 4:1 bezwungen werden konnten, hatte die SpVgg den Klassenerhalt in der eigenen Hand. Doch am vorletzten Spieltag sollte sich die Situation zu ungunsten der SpVgg wenden: Man selbst verlor das “Endspiel um den Klassenerhalt” bei den ebenfalls akut bedrohten Stuttgarter Kickers mit 0:1, und gleichzeitig gewannen die übrigen Konkurrenten aus Kaiserslautern, Schweinfurt und Darmstadt ihre Spiele. Die SpVgg stand vor dem letzten Spieltag auf dem 16. Rang und somit auf einem Abstiegsplatz und empfing zum Abschluss keinen geringeren als den Meister und Aufsteiger SpVgg Unterhaching. Da die SpVgg von allen beteiligten Vereinen noch das schlechteste Torverhältnis hatte, gestaltete sich die Situation wie folgt: Die SpVgg musste ihr Spiel gegen Unterhaching gewinnen und gleichzeitig darauf hoffen, dass Schweinfurt oder Darmstadt in ihren Heimspielen verlieren oder nur Unentschieden spielen würden. Und das Wunder von der Kaiserlinde wurde Wirklichkeit: Afrim Kuci erzielte bereits in der siebten Minute das Tor des Tages, und fortan zitterten sich die 1800 Zuschauer dem Schlusspfiff entgegen. Doch hatte der eigene 1:0 Sieg auch wirklich zum Klassenerhalt gereicht? Wie hatten die Konkurrenten gespielt? Schweinfurt konnte den VFR Aalen mit 3:1 bezwingen und war aus dem Schneider. Doch dann ertönte über die Lautsprecheranlage das Endergebnis aus Darmstadt: Die Lilien hatten vor über 10 000 Zuschauern mit 1:3 gegen Regensburg verloren und mussten in die Oberliga absteigen, die SpVgg war am Ende mit einer um ein Tor besseren Torbilanz gegenüber den Stuttgarter Kickers gerettet! Gerd Schwickert durfte sich zurecht als Retter von der Kaiserlinde feiern lassen und die Mannschaft hatte wenigstens noch für ein versöhnliches Ende einer verkorksten Saison gesorgt. Übrigens: Auch die Stuttgarter Kickers auf dem ersten Abstiegsrang blieben der Regionalliga erhalten, da Waldhof Mannheim als Zweitligaabsteiger keine Lizenz für die Dritte Liga erhalten hatte. Im Saarlandpokal schied die SpVgg im Viertelfinale beim Oberligisten FC Homburg mit 0:1 aus. Das eigentliche Highlight dieser Saison war die Austragung des U 19 Länderspiels an der Kaiserlinde zwischen Deutschland und England (Endstand 3:2). Hierfür erntete die SpVgg viel Lob, und auch der damalige DFB-Präsident Gerhard Meyer Vorfelder und Bundestrainer Michael Skibbe ließen es sich nicht nehmen, der Kaiserlinde einen Besuch abzustatten. Zu diesem Spiel was das Waldstadion erstmals ausverkauft, es kamen 7000 Zuschauer.
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| 2003/2004 | Regionalliga Süd, Abschluß: 12 Platz
Trainer: Gerd Schwickert (1. – 26. Spieltag) Co-Trainer: Brent Goulet
Trainer: Frank Holzer und Brent Goulet (27. – 34. Spieltag) mehr » Diese Saison hatte für die SpVgg (wieder einmal) sämtliche Extreme zu bieten. Zur Winterpause lag die Elf von der Kaiserlinde auf dem dritten Tabellenplatz, einem Aufstiegsplatz zur Zweiten Bundesliga, so dass im Saarland offen von einem möglichen Aufstieg geredet wurde. Angeheizt wurde diese Diskussion zusätzlich von Frank Holzer, der das anfängliche Saisonziel “Klassenerhalt” deutlich nach oben korrigierte und jetzt auch von einem möglichen Aufstieg in die Zweite Bundesliga sprach. Am Ende musste die SpVgg sogar wieder um den Klassenerhalt zittern, nachdem man in der Rückrunde elf Spiele ohne Sieg geblieben war. Die Saison begann mit einem Paukenschlag, als die SpVgg am ersten Spieltag den haushohen Favoriten FC Augsburg an der Kaiserlinde mit 1:0 bezwingen konnte. Doch die anfängliche Euphorie war schnell verflogen, und die SpVgg war nach dem 6. Spieltag wieder in untere Tabellengefilde abgerutscht. Doch ab dem 7. Spieltag (1:1 zu Hause gegen RW Erfurt) startete die SpVgg eine Serie und blieb für neun Spiele unbesiegt. In diesen Zeitraum fielen auch die zwei Höhepunkte der Vorrunde: Am 9. Spieltag trennten sich die SpVgg Elversberg und der 1. FC Saarbrücken im Neunkircher Ellenfeld mit einem 2:2 Unentschieden, und über 10 000 Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten. Bis acht Minuten vor Schluss führte die SpVgg mit 2:1 und hatte somit den Favoriten aus der Landeshauptstadt am Rande einer Niederlage. Nur zwei Wochen später wurde den Amateuren von Bayern München, die mit einem Start-Ziel Sieg letztlich souverän die Meisterschaft in der Regionalliga Süd erzielten, an der Kaiserlinde beim 2:2 Unentschieden ein Punkt abgetrotzt, und das trotz eines zwischenzeitlichen 0:2 Rückstands. Die Erfolgsgeschichte setzte sich bis zur Winterpause fort, als am letzten Spieltag des Jahres 2003 Anfang Dezember die TSG Hoffenheim mit 3:1 geschlagen wurde. Drei Tage vorher hatte Hoffenheim im DFB-Pokal noch die Sensation geschafft und Bayer Leverkusen aus dem Pokal geworfen. Doch an diesem Tag war die Elf von der Kaiserlinde einfach stärker, gewann letztlich verdient und durfte als Belohung auf dem dritten Tabellenplatz überwintern, und das punktgleich mit dem großen Nachbarn 1. FC Saarbrücken. In der Winterpause wurde dann im Saarland öffentlich über einen möglichen Zweitligaaufstieg der SpVgg diskutiert. Da bereits abzusehen war, dass die Bayern-Amateure als beste Mannschaft der Liga zwar Meister werden würden, aber nicht aufsteigen können, war klar, dass in dieser Saison der zweite und dritte Tabellenplatz zum Aufstieg berechtigen würde. Noch nie war die Chance also größer, den Sprung ins Unterhaus des Deutschen Fußballs zu schaffen. Angeheizt wurde die Diskussion zusätzlich von Frank Holzer, der zusammen mit Coach Gerd Schwickert offen den Wunsch äußerte, in die Zweite Liga aufsteigen zu wollen. Damit sollte der Mannschaft nach der starken Vorrunde der Rücken gestärkt und Selbstvertrauen vermittelt werden. Doch wieder einmal kam alles anders als geplant und die Elversberger Akteure enttäuschten auf der ganzen Linie. Im nachhinein wurden eine schlechte Vorbereitung sowie Querelen in der Mannschaft als Gründe für die katastrophale Rückrunde ausgemacht. Gleich im ersten Spiel nach der Winterpause gab es zu Hause eine deutliche 1:4 Niederlage gegen die Amateure des VFB Stuttgart. Auch in den folgenden Spielen gelang es der Mannschaft nie, an die guten Leistungen aus der Vorrunde anzuknüpfen, so dass die Mannschaft auch bis zum 26. Spieltag ohne Sieg blieb. An besagtem Spieltag kam es dann zum Saarderby beim 1. FC Saarbrücken, das ebenfalls mit 1:3 verloren wurde. Nun musste Trainer Gerd Schwickert seinen Hut nehmen, fortan übernahmen Frank Holzer und Brent Goulet (bisher Co-Trainer) das Traineramt. Doch auch den beiden schien das Glück nicht gerade hold zu sein, denn es dauerte bis zum 31. Spieltag, ehe der erste Sieg gelingen sollte. Zuvor war die SpVgg nach dem 30. Spieltag und einer 0:2 Niederlage bei den Stuttgarter Kickers erstmals in dieser Saison auf einen Abstiegsplatz abgerutscht und nicht wenige sahen die SpVgg bereits in der Oberliga. Doch als keiner mehr mit einer Trendwende gerechnet hatte, gelang der SpVgg am 31. Spieltag mit einem 2:0 gegen die Amateure des 1. FC Kaiserslautern der erste Sieg des neuen Jahres. Am darauffolgenden Spieltag gab es bei Kickers Offenbach auf dem Bieberer Berg einen 3:2 Erfolg zu verzeichnen, und nach dem anschließenden 3:0 Heimerfolg über den FC Eschborn war der Klassenerhalt dann in trockenen Tüchern. Am Ende wäre die ganze Aufregung dann umsonst gewesen. Bei nur einem Absteiger aus der Zweiten Liga (Regensburg) und dem Schweinfurter Lizenzentzug gab es mit den FCK-Amateuren und dem FC Eschborn nur zwei Absteiger aus der Regionalliga zu verzeichnen. Den Aufstieg in die Zweite Liga schaffte neben RW Erfurt auch der
1. FC Saarbrücken, die SpVgg landete letztlich im gesicherten Mittelfeld – zu wenig, wenn man bedenkt, dass man zur Winterpause noch auf einem Aufstiegsrang gestanden hatte.
Im Saarlandpokal erreichte die SpVgg erstmals seit über 20 Jahren wieder das Endspiel, unterlag dort aber dem 1. FC Saarbrücken mit 1:3 (1:2). Ausgetragen wurde die Partie vor 5000 Zuschauern im Ellenfeld.
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| 2004/2005 | Regionalliga Süd , Abschluß: 10 Platz
Trainer: Brent Goulet Co-Trainer: Dimitri Papava mehr »
„Nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, so lautete zu Saisonbeginn die Devise bei der SpVgg Elversberg. Überraschend installierte Frank Holzer mit Brent Goulet den letztjährigen Co-Trainer und ehemaligen Spieler als Trainer, und schnell war mit Dimitri Papava auch ein Co-Trainer gefunden, dem die Verhältnisse an der Kaiserlinde aus seiner aktiven Zeit als Spieler bestens bekannt waren. Bevor die Saison so richtig angefangen hatte, gab es zu erst einmal eine schlechte Nachricht zu verdauen: Afrim Kuci, der sich ein Jahr zuvor mit seinem Siegtreffer am letzten Spieltag gegen Unterhaching noch in die Herzen der SVE-Fans geschossen hatte, erlitt bei seinem neuen Verein FC Eschborn während des Trainings eine lebensgefährliche Hirnblutung und lag anschließend wochenlang im Koma. Doch Afrim war schon immer ein Kämpfertyp und konnte zusammen mit seiner Familie und seinen Freunden auch diese Situation überstehen. Auch wenn er seit diesem schlimmen Ereignis kein Fußball mehr spielen kann, haben ihn die Elversberger nie aus ihrem Gedächtnis verloren. Die Saison startete für die SpVgg mit einem Auswärtsspiel beim Topfavoriten FC Augsburg. Die SpVgg überzeugte in der Rosenau auf voller Linie und machte aus einem zwischenzeitlichen 0:2 Rückstand noch ein 2:2 Unentschieden. Der Auftakt war also geglückt, und die Elversberger Zuschauer freuten sich auf den Heimauftakt gegen den SV Wehen. Der wurde allerdings mit 1:3 verloren, und die Zuschauer mussten nach einem 1:1 in Koblenz bis zum 4. Spieltag warten, ehe mit einem 1:0 Sieg zu Hause gegen 1860 München der erste Saisonsieg gefeiert werden konnte. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt wurde bereits deutlich, dass der SpVgg mit der Verpflichtung von Vitus Nagorny ein absoluter Volltreffer gelungen war. Bis dato erzielte der lange Stürmer in jedem Spiel ein Tor, und am Saisonende hatte es Nagorny auf 16 Treffer gebracht, der ihn auf den zweiten Platz der Torjägerliste hievte. Das beste Saisonspiel machte die SpVgg dann am 5. Spieltag beim späteren Aufsteiger Kickers Offenbach. Dort spielte die Elf von der Kaiserlinde Konterfußball „von einem anderen Stern“ und gewann in der Höhle des Löwen mit 3:2. Dieser Höhenflug sollte in der Folge, mal abgesehen von einigen Ausrutschern (z.B. 0:4 Niederlage bei Bayern München), auch anhalten, und nach einer tollen Serie mit Siegen u.a. in Regensburg und Darmstadt (je 2:1) belegte die SpVgg nach dem 16. Spieltag und dem damit verbundenen 1:0 Sieg in Pfullendorf den 2. Tabellenplatz. Doch die Euphorie des Aufstiegsplatzes hielt nicht lange an: Mit einem 1:1 zu Hause gegen Aalen und einer 1:4 Klatsche in Wehen ging man in die Winterpause. Trotzdem durfte man weiter vom Aufstieg in die 2. Bundesliga träumen, zumal die SpVgg noch ein Spiel mehr als die Konkurrenz auszutragen hatte, da das Spiel gegen Augsburg ausgefallen war. Mit großen Erwartungen startete man also in die Rückrunde, die mit einem 2:0 Erfolg gegen Koblenz äußerst erfolgreich begann (der Rasen wurde im Vorfeld der Partie von zahlreichen Helfern von Eis und Schnee befreit). Und bis Anfang April schnupperte die SpVgg munter weiter an den Aufstiegsrängen zu Liga 2. Doch was sich dann abspielte, hatte keiner der schwarz-weißen Anhänger zu träumen gewagt. Ab dem 26. Spieltag (3:2 Sieg zu Hause gegen Jahn Regensburg) gelang der Mannschaft von Brent Goulet bis zum Saisonende kein einziger Sieg mehr. Statt dessen setzte es eine Reihe peinlicher Niederlagen (1:5 in Hoffenheim; 3:4 nach zwischenzeitlicher 3:1 Führung in Feucht; 2:5 beim VFB Stuttgart), und nach zwei Unentschieden zum Saisonausklang (0:0 zu Hause gegen Pfullendorf, 2:2 in Aalen) landete die SpVgg in der Abschlusstabelle auf dem 10. Tabellenrang. Dies bedeute zwar die beste Platzierung der SpVgg Elversberg in ihrer bisherigen Regionalligageschichte bis zu diesem Zeitpunkt, darf trotzdem aber nicht über die schlechte Rückrunde hinwegtäuschen. Mit ein wenig mehr Konstanz und einer besseren Einstellung hätte die SpVgg mit diesem Kader bis zum Saisonende um den Aufstieg in die Zweite Bundesliga mitspielen müssen, so landete man am Ende mit der fünftschlechtesten Abwehr der Liga (55 Gegentore) im Niemandsland der Liga. Aller Unkenrufe zum Trotz (in den Medien wurde bereits über mögliche Nachfolger spekuliert) hielt Frank Holzer aber am Trainergespann Goulet/Papava fest.
Im Saarlandpokal schied die SpVgg im Viertelfinale beim FC Homburg mit 1:2 aus, so dass der große Traum von Gewinn des Saarlandpokals und einer damit verbundenen Teilnahme am DFB-Pokal wieder mal geplatzt war.
Sascha Loos, der bereits seit der F-Jugend bei der SpVgg kickte und insgesamt 130 Spiele (6Tore) in der Regionalliga für seinen Heimatverein machte, beendete nach der Saison seine aktive Karriere als Fußballer.
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| 2005/2006 | Regionalliga Süd, Abschluß: 9 Platz
Trainer: Brent Goulet Co-Trainer: Dimitri Papava mehr » Endlich einmal unter die ersten zehn kommen, so lautete das offizielle Ziel der SpVgg vor Start in diese Spielzeit. Insgesamt hatte man sich aber mit Sicherheit erhofft, ein Wörtchen im oberen Tabellendrittel mitzureden, denn die Neuzugänge konnten sich hören und sehen lassen. Zwar musste man den Abgang von Torhüter Thomas Richter und Top-Torjäger Vitus Nagorny verkraften (er wechselte zu Erzgebirge Aue in die 2. Liga), verpflichtete aber vor allem mit Rückkehrer Almir Delic (er zog sich leider Ende der Vorrunde einen Kreuzbandriss zu und fiel für den Rest der Saison aus), dem Saarländer Carsten Birk (ehemals Hostenbach und 1. FC Saarbrücken) und Kristian Sprecakovic ein spielstarkes Trio für das Mittelfeld. Zudem kam mit Sascha Maier ein bekannter Regionalliga-Stürmer nach Elversberg, der die Saison zuvor 16 Tore für Pfullendorf erzielt hatte. Die Saison startete mit einem nie gefährdeten 3:0 Heimerfolg über den Aufsteiger Karlsruher SC II. Dabei trafen mit Carsten Birk, Sascha Maier und Lamine Cissé (ehemals Waldhof Mannheim, 2. Bundesliga) gleich drei neue Spieler. Außerdem zeichnete sich schon ab, dass die SpVgg den Abgang von Thomas Richter gleichwertig ersetzen konnte. Mit Kevin Knödler von der TSG Hoffenheim kam ein Mann, der sich über die gesamte Saison hinweg betrachtet nicht nur zum beständigsten Elversberger Akteur entwickeln sollte, sondern auch zu einem der besten Torhüter der Regionalliga Süd. Nach dem 3:0 über den KSC war die SpVgg nach dem ersten Spieltag sogar Tabellenführer. In Kaiserslautern gab es trotz drückender Überlegenheit eine 0:1 Niederlage, die bereits durch einen Sonntagsschuss in der ersten Minute zu Stande kam. Trotzdem war die Vorfreude auf das Südwest-Derby gegen den alten Rivalen Eintracht Trier besonders groß, und 2500 Zuschauer verfolgten an einem Dienstag Abend im August das Duell der SpVgg gegen den Zweitligaabsteiger. Nach einem dramatischen Spiel, einer frühen Roten Karte für Kristian Sprecakovic und Torchancen auf beiden Seiten gewann die SpVgg letztlich verdient mit 3:2 und setzte sich in der Spitzengruppe der Liga fest. In den folgenden Spielen war schon früh zu erkennen, dass sich die SpVgg in dieser Saison wieder einmal auswärts leichter tun würde als zu Hause. So gab es Siege in Regensburg und in Aalen sowie ein Unentschieden bei Bayern München II, zu Hause dagegen musste man gegen den Angstgegner SV Wehen eine 0:2 Niederlage hinnehmen und auch gegen Kellerkind SC Pfullendorf kam man nicht über ein 0:0 hinaus. Am 9. Spieltag machte dann die SpVgg das vielleicht beste Heimspiel der Saison: Mit einem klaren 3:0 wurden die Stuttgarter Kickers nach Hause geschickt und die SpVgg hatte sich vor den “Wochen der Wahrheit” unter den 5 Top-Teams der Liga etabliert. Und genau gegen diese vier anderen Teams galt es, in den kommenden Wochen anzutreten. Den Anfang machte das Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim, das die Elf von der Kaiserlinde dank eines Treffers von Sprecakovic sensationell mit 1:0 gewinnen konnte. Knapp 80 Fans hatten ihre Mannschaft an diesem Freitag Abend in den Kraichgau begleitet und der Jubel kannte nach dem Sieg keine Grenzen. Doch Zeit zum Verschnaufen gab es nicht, denn eine Woche später stand das schwere Auswärtsspiel beim von Bruno Labbadia trainierten Top-Favoriten Darmstadt 98 auf dem Programm. Vor knapp 5000 Zuschauern am Böllenfalltor machte die SpVgg in der ersten Halbzeit eine super Partie und ging auch durch Sascha Maier verdient in Führung. Nach dem Wechsel überschlugen sich die Ereignisse und das Spiel war an Spannung nicht mehr zu überbieten. Zuerst wurde Lamine Cissé mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen, dann hielt SVE-Keeper Knödler einen Foulelfmeter von Censi, um in der Folge zum besten Spieler auf dem Platz zu avancieren. Knödler brachte mit seinen Paraden seine Gegenspieler schier zur Verzweiflung, musste sich dann aber in der 85. Minute doch geschlagen geben. Charles Haffner hätte in der Nachspielzeit beinahe doch noch für drei Punkte gesorgt, doch völlig frei vor Thomas Richter versagtem dem Franzosen im Dress der SpVgg die Nerven. So blieb es beim 1:1, mit dem vor allem die SpVgg gut leben konnte. Fortgesetzt wurde die Reihe der Spitzenspiele mit dem Heimspiel gegen den TuS Koblenz, bei dem zu dieser Zeit Stefan Kuntz als Manager das Zepter schwang. Vor der enttäuschenden Kulisse von 1200 Zuschauern gab es ein leistungsgerechtes 0:0 Unentschieden, und eine Woche darauf musste die Mannschaft von Brent Goulet beim Tabellenführer FC Augsburg antreten. Dort hielt die SpVgg lange Zeit gut mit, geriet aber in der 80. Minute mit 0:1 in Rückstand. Doch die Mannschaft bewies Moral und kam in der Schlussminute durch Cissé zum etwas glücklichen Ausgleich. Die SpVgg hatte gegen alle vier Top-Teams der Liga (Augsburg und Koblenz stiegen am Saisonende auch souverän in die Zweite Liga auf) nicht verloren und stand weiter ganz weit oben in der Tabelle. Doch in den darauffolgenden Spielen schien der Mannschaft etwas die Luft auszugehen: Einem 1:1 zu Hause gegen Aufsteiger Bayreuth (Ausgleich erst in letzter Sekunde durch Pfuderer) folgte zwar noch ein 3:1 Sieg bei Schlusslicht Eschborn, anschließend gab es aber an der Kaiserlinde trotz einer 2:0 Führung gegen Abstiegskandidat 1860 München II nur ein 2:2, und eine Woche darauf setzte es beim VFB Stuttgart II sogar eine 0:3 Klatsche. Die SpVgg bäumte sich beim anschließenden Rückrundenauftakt beim Karlsruher SC II zwar nochmals auf und gewann mit 2:0, trotzdem war der Kräfteverschleiss nicht zu übersehen. Am letzten Spieltag vor der Winterpause gab es zu Hause gegen den 1. FC Kaiserslautern II eine bittere 0:1 Niederlage, und die SpVgg überwinterte hinter Augsburg, Koblenz und Hoffenheim auf einem 4. Tabellenplatz. Da auch Koblenz in den letzten Wochen Schwächen gezeigt hatte, betrug der Rückstand auf den Tabellenzweiten nur 5 Punkte. Augsburg hatte zu diesem Zeitpunkt als unangefochtener Spitzenreiter bereits 14 Punkte mehr auf dem Konto als die SpVgg. Die Geschichte der zweiten Saisonhälfte ist schnell erzählt. Erneut konnte die SpVgg an die guten Ergebnisse der Hinserie nicht anknüpfen und verschwand im Mittelmaß der Liga. Gleich zum Auftakt gab es bei Eintracht Trier eine 0:2 Niederlage, beide Treffer erzielte der Ex-Elversberger Vitus Nagorny, der in der Winterpause von Aue nach Trier gewechselt war. Gegen Bayern München II gewann man zwar durch einen Treffer von Winter-Neuzugang Abdul Iyodo mit 1:0, aber in nur einer Woche verspielte die SpVgg dann sämtliche Chancen auf eine gutklassige Platzierung: Im Nachholspiel in Pfullendorf gab es eine 1:3 Niederlage, und drei Tage später verlor man bei den Stuttgarter Kickers gar mit 0:3. In den zwei auf einander folgenden Heimspielen gegen Hoffenheim (0:1) und Darmstadt (0:3) gab es ebenfalls empfindliche Schlappen, und nach dem 28. Spieltag war die SpVgg auf den elften Tabellenplatz abgerutscht. Erst jetzt, nachdem die Abstiegszone bis auf sechs Punkte an die SpVgg herangerückt war, besann sich die Mannschaft wieder ihrer Tugenden und sollte von den letzten acht Partien nur noch das Nachholspiel in Wehen (0:3) verlieren. Dazwischen gab es Achtungserfolge in Koblenz (0:0 vor 5000 Zuschauern), zu Hause gegen Tabellenführer Augsburg (1:1, Torschütze Sprecakovic), gegen Aalen (1:1) und in Bayreuth (2:2). Die letzten drei Spiele zeigte die Mannschaft dann, was wirklich in ihr steckte und gewann an der Kaiserlinde gegen Eschborn (4:0), in 1860 München II (4:1) und zu Hause gegen den VFB Stuttgart II (1:0). Am Ende landete die SpVgg auf einem versöhnlichen 9. Tabellenplatz, aber gerade die letzten Spiele hatten gezeigt, was mit etwas mehr Konstanz möglich gewesen wäre. Trotzdem: Am Ende hatte die SpVgg 12 Punkte Vorsprung vor dem ersten Absteiger Eintracht Trier, der von der Zweiten Bundesliga direkt in die Oberliga durchgereicht wurde. Der SpVgg Bayreuth wurde für die Saison 2006/2007 keine Lizenz erteilt, so dass 1860 München II, obwohl sportlich abgestiegen, in der Liga bleiben durfte. Bereits in der 1. Hauptrunde des Saarlandpokals erfolgte das enttäuschende Ausscheiden beim Verbandsligisten Röchling Völklingen. Auf dem Hartplatz in Völklingen gab es gegen eine hoch motivierte Röchling-Mannschaft eine 2:3 Niederlage.
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| 2006/2007 | Regionalliga Süd, Abschluß : 9 Platz
Trainer: Brent Goulet, Co-Trainer: Dimitri Papava mehr »
Vor dieser Saison fand an der Kaiserlinde ein gewaltiger personeller Umbruch statt. Brent Goulet konnte in seiner dritten Saison als Trainer eine ganz neue Mannschaft (elf Spieler kamen) begrüßen. Dafür standen aber auch 12 Abgänge gegenüber, von denen vor allem die Abwehrspieler Achim Pfuderer (Darmstadt 98) und Patrick Neumann (SSV Ulm) einen herben Verlust darstellen sollten. Freuen durften sich die Elversberger Fans auf Rückkehrer Vitus Nagorny, der nach den Stationen Erzgebirge Aue und Eintracht Trier den Weg zurück an die Kaiserlinde fand.
Schon am ersten Spieltag zeigte sich, wo die SpVgg in dieser Saison der Schuh drücken sollte: Gegen den späteren Aufsteiger SV Wehen gab es an der Kaiserlinde eine 0:3 Niederlage, und gerade die Abwehr zeigte sich in vielen Szenen indisponiert. Doch schon im nächsten Spiel gelang der SpVgg der erste Saisonsieg, als man beim TSV 1860 München II mit 3:2 gewinnen konnte. Vitus Nagorny, der nichts von seiner Treffsicherheit eingebüsst hatte, war hier mit zwei Toren der Matchwinner. Die nächsten drei Spiele (Kassel zu Hause 2:2), Hoffenheim (auswärts 1:1) und FC Bayern II (auswärts 4:4) endeten alle Unentschieden, wobei besonders das Spiel bei den kleinen Bayern in Erinnerung bleiben wird: Insgesamt 4 mal wechselte die Führung (München führte 1:0 und 3:2; die SpVgg führte 2:1 und 4:3), ehe man sich vor 400 Zuschauern an der Grünwalder Strasse mit 4:4 trennte. Das Spiel war symptomatisch für die Saison: Vorne immer für Tore gut, aber im Defensivverhalten mit gravierenden Schwächen und einer noch nie da gewesenen Anzahl an Gegentoren – diese Probleme sollten die SpVgg die ganze Vorrunde über beschäftigen. Nach zwei Niederlagen zu Hause gegen Aalen (0:1) und beim Karlsruher SC II (2:4) war die Mannschaft im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern II schon fast zum Siegen verdammt: Nach einem 0:1 Rückstand zur Pause drehten zwar Vitus Nagorny (72.) und Lamine Cissé mit einem Kopfball in der 90. Minute noch die Partie, aber richtige Freude konnte an der Kaiserlinde nach einer erneut spielerisch schwachen Partie nicht aufkommen. Der nächste Rückschlag folgte bereits eine Woche später beim 1:3 beim VFB Stuttgart II, und nach einem enttäuschenden 0:0 im Heimspiel gegen den Aufsteiger Ingolstadt stand die SpVgg nach dem 10. Spieltag erstmals seit dem 1. Spiel (0:3 gegen Wehen) wieder auf einem Abstiegsplatz. Dass die Mannschaft Fußball spielen kann, zeigte sie dann aber beim Auswärtsspiel in Darmstadt, wo es trotz eines 0:1 zur Halbzeit am Ende einen verdienten 3:1 Erfolg gab – doch auch die Freude über diesen wichtigen Sieg sollte nur von kurzer Dauer sein: Im darauf folgenden Heimspiel gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Pfullendorf schickte dieser die SpVgg mit einer 3:2 Niederlage wieder zurück auf den 15. und somit auf den ersten Abstiegsplatz. Dabei hatte die SpVgg mit 1:0 und 2:1 geführt und ließ sich den Sieg in der letzten Viertelstunde noch aus der Hand nehmen. Mit dieser unnötigen Heimniederlage im Gepäck durfte die SpVgg dann eine Woche später die Reise zum großen Nachbarn 1. FC Saarbrücken antreten. Nachdem Mahir Saglik die Landeshauptstädter in der 24. Minute mit 1:0 in Führung brachte, sorgte Carsten Birk nur eine Minute später mit einem fulminanten Freistoß aus fast 30 Metern für das 1:1. Obwohl der Zweitligaabsteiger aus Saarbrücken nur eine durchwachsene Saison spielte und auch gegen Elversberg nicht überzeugen konnte, blieb es beim 1:1. Mit diesem Ergebnis endeten auch die beiden nächsten Spiele zu Hause gegen Siegen und in Reutlingen. Nach einem kurzen Zwischenhoch und dem damit verbundenen 3:2 Heimerfolg in einem regelrechten “Zitterspiel” gegen den FK Pirmasens (nach Rot gegen Bröcker in der 40. und Gelb-Rot gegen Iyodo in der 88. beendete die SpVgg mit nur neun Spielern) gab es zwei deutliche Auswärtsniederlagen in Folge: Im “Geisterspiel” bei den Stuttgarter Kickers (die Kickers waren vom DFB zu einem Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit verdonnert worden, nachdem drei Wochen zuvor im DFB-Pokalspiel gegen Hertha BSC Berlin der Linienrichter von einem Becher Bier getroffen worden war und anschließend bewusstlos zu Boden ging) gab es eine 0:2 Niederlage, und auch bei Tabellenführer SV Wehen musste man sich mit 2:4 geschlagen geben. Erneut stand die Mannschaft von Brent Goulet auf einem Abstiegsplatz, und nicht wenige sahen das Ende seines Trainerdaseins an der Kaiserlinde gekommen. Doch die Mannschaft zeigte Charakter und gewann die beiden letzten Spiele vor der Winterpause, zu Hause gegen 1860 München II mit 2:1 und bei Hessen Kassel mit 2:0. Mit drei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz ging die SpVgg auf dem 12. Rang in die Winterpause.
In dieser wurde mit Eugen Hach erstmals ein Sportdirektor verpflichtet. Außerdem kamen die drei saarländischen Talente Nico Zimmermann, Pascal Olivier und Florian Weber vom 1. FC Saarbrücken sowie Yilmaz Örtülü (SC Paderborn), Thomas Wiener (Torwart, FSV Mainz II) und Edwin Bediako (RW Ahlen) an die Kaiserlinde. Nach einem einwöchigen Trainingslager in der Türkei, einer guten Vorbereitung und einem klaren 4:0 im Saarlandpokal-Achtelfinale beim Landesligisten SC Friedrichsthal ging man frohen Mutes in das erste Spiel nach der Winterpause. Doch die SpVgg blieb zu Hause gegen den Aufstiegsanwärter TSG Hoffenheim mit ihrem Star-Trainer Ralf Rangnick (früher Schalke 04) ohne Chance und verlor sang- und klanglos mit 1:4. Doch im nächsten Spiel zeigte die SpVgg Moral und gewann an der Kaiserlinde gegen Bayern II durch ein spätes Tor von Pascal Olivier mit 2:1. Einer 0:1 Niederlage beim VFR Aalen folgte ein 1:0 Heimerfolg gegen den Karlsruher SC II (Torschütze Zinnow), ehe man beim abgeschlagenen Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern II antreten musste. Dort gewann die SpVgg nach einem 0:1 Halbzeitrückstand nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte mit 4:1. Der Aufwärtstrend sollte auch in den folgenden Spielen anhalten: An der Kaiserlinde gab es gegen den Tabellendritten VFB Stuttgart II nach Toren von Nagorny und Kolinger einen verdienten 2:0 Erfolg, beim starken Aufsteiger aus Ingolstadt trennte man sich wie im Hinspiel mit 0:0 und zu Hause gegen Darmstadt 98 siegte man vor 1600 Zuschauern erneut mit 2:0 (Torschützen: Kolinger und Nagorny). Die Serie ungeschlagener Spiele hielt auch beim SC Pfullendorf, wo man lange Zeit mit 1:0 führte, am Ende aber mit einem 1:1 mehr als zufrieden sein musste. Torschütze war erneut Dubravko Kolinger, der, wie schon eine Woche zuvor gegen Darmstadt, einen Freistoß direkt verwandelte. Nach diesem Spiel hatte die SpVgg 42 Punkte auf dem Konto und hatte bereits faktisch mit dem Abstieg nichts mehr zu tun. Da kam der 1. FC Saarbrücken, der mit 34 Punkten noch in akuter Abstiegsgefahr schwebte, gerade recht. Doch jeder, der nun mit einem Sieg der SpVgg gerechnet hatte, sah sich getäuscht. Vor der stolzen Kulisse von 4500 Zuschauern (mehr hatte der DFB aus Sicherheitsgründen nicht zugelassen) gewann der 1. FC Saarbrücken mit 3:1 und sicherte sich drei wichtige Punkte, die am Ende trotzdem nicht zum Klassenerhalt beitragen sollten. Doch die Niederlage gegen den FCS sollte aus Elversberger Sicht nur ein Ausrutscher bleiben: Im nächsten Spiel gab es beim Zweitligaabsteiger aus Siegen ein 2:2 Unentschieden, und im anschließenden Heimspiel konnte der SSV Reutlingen mit 3:1 bezwungen werden. Zweifacher Torschütze war Dubravko Kolinger, der mit seinen Saisontreffern sieben und acht endgültig zum Mann der Rückrunde avancierte. Den dritten Treffer steuerte Stefan Zinnow bei, der ebenfalls großen Anteil an der erfolgreichen Rückrunde hatte. Das vorletzte Spiel beim bereits als Absteiger feststehenden FK Pirmasens ging mit 0:1 verloren, und am letzten Spieltag war beim 0:2 gegen die Stuttgarter Kickers ebenfalls die Luft raus. Am Ende der Jubiläumssaison belegte die SpVgg einen neunten Tabellenplatz, mit dem jeder zufrieden sein konnte, zumal mit dem 1. FC Saarbrücken der andere saarländische Regionalligist in die Oberliga absteigen musste. Neben den langjährigen Spielern Martin Molz und Daniel Schommer musste u.a. auch Spielmacher und Publikumsliebling Almir Delic den Verein verlassen
Im Saarlandpokal schied die SpVgg im Viertelfinale mit 0:1 beim Oberligisten RW Hasborn aus.
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| 2007/2008 | Regionalliga Süd, Abschluß: Platz 15 Trainer: Brent Goulet/Djuradj Vasic, Co-Trainer: Dimitri Papava |
| 2008/2009 | Regionalliga West, Abschluß: Platz 11
Trainer: Djuradj Vasic, Co-Trainer: Dimitri Papava mehr »
Durchwachsene und wechselhafte Leistungen in der Liga
– Triumph im Saarlandpokal
Nach der verpassten Qualifikation zur Dritten Liga stand unsere Sportvereinigung zu Beginn der zurückliegenden Saison quasi vor einem Neuanfang. Der bittere Gang in die Viertklassigkeit brachte neben einem personellen Umbruch auch finanzielle Einschnitte (durch weniger Fernsehgelder) sowie eine geringere sportliche Attraktivität – insbesondere aufgrund der zahlreichen Reserveteams der Profiklubs – mit sich. Letztere dominierten zwar die Premierensaison der Regionalliga West, drückten aber auch deutlich das Zuschauerinteresse. Während in der Hinrunde der 1. FC Kaiserslautern II als Spitzenreiter überraschte, setzte im Jahr 2009 Borussia Dortmund II die Akzente und konnte die Meisterschaft am Ende verdientermaßen für sich entscheiden.
Mit einem Etat von 1,8 Millionen Euro und einem vielversprechenden Kader strebte die SV Elversberg im Sommer des vergangenen Jahres in der neuen Liga als Ziel einen Platz im oberen Tabellendrittel an. Als Neuzugänge kamen vom SV Wehen-Wiesbaden Torhüter Adnan Masic, Abwehrspieler Robert Paul, der junge Simon Goldhammer und der Ecuadorianer Jorge Rivera Cerezo an die Kaiserlinde, dazu die langen Innenverteidiger Cem Islamoglu (SF Siegen), Nenad Simic (SC Idar-Oberstein) sowie Außenverteidiger Matthias Kühne (FC Sachsen Leipzig). Das Mittelfeld wurde neben Adam Fall (VfR Aalen) und Jean-Claude Mpassy (1. FC Saarbrücken) durch Michael Lehmann verstärkt, der in der Schweiz beim FC Wil und beim 1. FC Kaiserslautern bereits Profierfahrung gesammelt hatte. Vorne ruhten die Hoffnungen auf dem waschechten Saarländer Andreas Haas, der in der Vergangenheit seine Torgefährlichkeit bereits beim FC Homburg, der TSG Hoffenheim oder auch bei Hessen Kassel unter Beweis stellen konnte. Zusammen mit dem Nigerianer Emanuel Akwuegbu aus Sandhausen sollte er die Offensive der SVE beleben. Darüber hinaus gelang es dem Verein, wichtige Leistungsträger wie Denny Herzig, Nico Zimmermann oder auch Carsten Birk zu halten. Vom Spielermaterial her schien man also eine gute Mischung beisammen zu haben und die erfolgreiche Vorbereitungsphase – unter anderem besiegte man zu Hause den aktuellen Bundesliga-Aufsteiger FSV Mainz 05 mit 1:0 – ließ einiges erwarten. Doch den positiven Testspieleindrücken folgte schnell die Ernüchterung. Trotz des Führungstreffers durch Martin Willmann kam man im ersten Saisonspiel zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach II nicht über ein 1:1 hinaus und bot insbesondere in der zweiten Halbzeit eine enttäuschende Vorstellung. Durch ein Gegentor in der Nachspielzeit verloren die Vasic-Schützlinge dann anschließend bei Bayer Leverkusen II mit 0:1, ehe eine Woche später durch das Goldene Tor von Holger Lemke beim SC Verl der ersehnte erste „Dreier“ zu Buche stand. Ein echter Aufwärtstrend wurde dadurch aber nicht eingeleitet, denn es folgte vor eigenem Publikum wiederum nur ein 1:1-Unentschieden gegen den FSV Ludwigshafen-Oggersheim und anschließend setzte es bei Borussia Dortmund II eine 1:3-Niederlage, obwohl sich die Mannschaft beim späteren Meister in starker Form präsentierte. Das große Manko – wie so oft im weiteren Saisonverlauf – blieb die mehr als mangelhafte Chancenverwertung. Während die Abwehrkette meist hervorragend harmonierte und kaum etwas anbrennen ließ, wollte der Ball vorne einfach nicht in des Gegners Kasten. Das zeigte sich auch in den beiden darauf folgenden Auswärtsspielen beim FC Schalke 04 II (0:0) sowie beim VfL Bochum II (1:1), wo man zweimal die klar bessere Mannschaft war und sich hervorragende Möglichkeiten erarbeitete, diese aber nicht konsequent nutzen konnte. Endlich einmal mehr als ein Treffer in einer Partie gelang den Schwarz-Weißen dann erstmals am 6. Spieltag an der Kaiserlinde gegen die Sportfreunde Lotte (3:0) und zwei Wochen später bei der wohl besten Saisonleistung gegen den damaligen Spitzenreiter 1. FC Kaiserslautern II (2:0). Drei der fünf Tore erzielte Angreifer Martin Willmann. Doch die Achterbahnfahrt ging weiter. Immer wenn unsere Sportvereinigung zu einer Erfolgsserie anzusetzen schien, ließ der nächste Rückschlag nicht lange auf sich warten. Zu Hause gegen den 1. FC Köln II (1:1) und beim Derby in Trier (ebenfalls 1:1) verschenkte man aufgrund zahlreicher ausgelassener Großchancen vier Zähler und gegen Schlusslicht BV Cloppenburg (0:1) blamierte sich unsere Elf anschließend vor heimischer Kulisse bis auf die Knochen. Immerhin zeigten die Jungs Moral und betrieben anschließend mit zwei Siegen in Folge (2:1 in Worms und 1:0 zu Hause gegen Preußen Münster) etwas Wiedergutmachung. Richtig stark spielte man dann auch an der Essener Hafenstraße, am Ende musste man sich dem Traditionsclub aufgrund zweier individueller Fehler mit 0:2 geschlagen geben. Nach einem 2:0-Erfolg über den FSV Mainz 05 II und einem 1:1 in Mönchengladbach (den Gegentreffer kassierte man in der 90. Minute), schloss die immer wieder von Verletzungen und Ausfällen wichtiger Stammspieler gebeutelte SVE-Mannschaft das Jahr 2008 mit 25 Punkten auf Tabellenrang Acht ab. Sechs Siegen standen sieben Unentschieden und vier Niederlagen gegenüber. Kurios: Mit lediglich 19 erzielten Treffern stellte die Sportvereinigung den zweitschlechtesten Angriff der Liga, mit nur 14 Gegentreffern aber auch gleichzeitig die zweitbeste Abwehr. Um der mangelhaften Torausbeute entgegenzuwirken, wurde dann in der Winterpause aus Spanien der argentinische Hoffnungsträger Andrés Formento verpflichtet. Doch dessen Stern sollte an der Kaiserlinde nie aufgehen und der Südamerikaner konnte die hohen Erwartungen zu keiner Zeit auch nur annähernd erfüllen.
Das ständige Auf und Ab der Hinserie hatte über weite Strecken auch nach der Winterpause Bestand. Einem erfolgreichen Start ins neue Jahr gegen den SC Verl (1:0) folgten erneut Enttäuschungen wie das 2:4 zu Hause gegen Bayer Leverkusen II, das 0:0 im Nachholspiel beim Schlusslicht Kleve oder das 1:1 in Ludwigshafen-Oggersheim, wo dem Gegner eine einzige Torchance im ganzen Spiel genügte, um zum Ausgleich zu kommen. Während man beim 1:2 daheim gegen Borussia Dortmund II die hohe spielerische Qualität der Gäste neidlos anerkennen musste, verteilte man eine Woche später selbst als Gast unnötige Geschenke und holte sich in Lotte eine 0:3-Klatsche ab. Mit einer kleinen Erfolgsserie von sieben Punkten ging es weiter. Gegen den FC Schalke 04 II (4:1) und den VfL Bochum II (4:0) feierte man im heimischen Waldstadion souveräne und ungefährdete Siege und beim Auswärtsspiel in Pirmasens gegen den 1. FC Kaiserslautern II (1:1) erkämpfte sich das Team nach frühem Rückstand in der Schlussviertelstunde noch verdientermaßen einen Zähler. Sechs Spiele später musste man dann aber auf eine schmerzliche Negativserie zurückblicken, die mit den Niederlagen in Köln (0:2), dem 0:1 zu Hause gegen Eintracht Trier und dem 1:3 in Cloppenburg ihren Anfang nahm. Gegen Wormatia Worms (1:1) sowie Rot-Weiß Essen (0:0) kam man erneut nicht über ein Unentschieden hinaus und bei Preußen Münster gab es ebenfalls ein 1:1. Mit zwei Siegen in Mainz (1:0) und zu Hause gegen den 1. FC Kleve (3:2) beendete das Team die Saison mit 46 Punkten und 39:37 Toren auf Rang Elf. Vier Punkte vom Saisonziel, einem Platz unter den ersten Sechs, entfernt. Hinter dem 1. FC Köln II (34 Gegentore) und Preußen Münster (35) stellte man zum Schluss die drittbeste Abwehr der Liga. Der Titel „Schwächste Offensivabteilung“ ging knapp an der SVE vorbei und dafür an die Eintracht aus Trier (37 Treffer). Interner Torschützenkönig wurde Martin Willmann mit 12 Treffern, gefolgt von Andreas Haas und Denny Herzig (je 8).
Das eigentliche Saisonhighlight bildete der Saarlandpokal-Wettbewerb, in dem man erstmals in der Vereinsgeschichte triumphieren konnte. Über die Stationen Röchling Völklingen (1:0) und Rot-Weiß Hasborn (4:1) führte uns der Weg im Halbfinale in den Ludwigspark zum 1. FC Saarbrücken, wo die Mannschaft mit einem 2:0-Erfolg durch Tore von Denny Herzig und Nico Zimmermann vor 8000 Zuschauern den Grundstein für den späteren Erfolg legte. Das Finale in Bous gegen den tapferen Bezirksligisten SC Reisbach wurde dann schließlich zur Formsache und nach einem ungefährdeten 7:0 konnte man den begehrten Pokal endlich in den Händen halten. In der ersten Hauptrunde um den DFB-Pokal trifft die SVE am Wochenende vom 31. Juli bis 2. August auf den Bundesliga-Aufsteiger und Zweitligachampion SC Freiburg.
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