Elversberg II verliert zu Hause 0:4 gegen den SVN Zweibrücken


Trotz Oberliga-Routiniers und vielen Spielern aus dem Profikader hatte die SV Elversberg II gegen den SVN Zweibrücken keine Chance. Beim 0:4 an der heimischen Kaiserlinde enttäuschten die Gastgeber auf ganzer Linie.

Elversberg. Die zweite Mannschaft der SV Elversberg musste einen Tag nach der Pokal-Sensation der ersten Mannschaft eine deutliche Schlappe einstecken. Vor 250 Zuschauern kam die SVE II am Sonntag zuhause mit 0:4 im Topspiel der Fußball-Oberliga Südwest gegen den SVN-Zweibrücken unter die Räder. Und das, obwohl bei der SVE neben den oberliga-erfahrenen Tobias Rott, Rouven Weber, Michael Berndt, Sebastian Holzer und Christoph Holste nur Spieler aus dem Regionalliga-Kader auf dem Platz standen. Doch ohne die richtige Einstellung hängen die Früchte in der Oberliga gegen jede Mannschaft zu hoch.

Angetrieben vom unermüdlichen Trainer Peter Rubeck an der Außenlinie, zeigten die Gäste an der Kaiserlinde von der ersten Minute eine Top-Moral, waren in den Zweikämpfen viel aggressiver und hatten optisch deutlich mehr vom Spiel. Und das wirkte sich in der 23. Minute aus. Nach einem Freistoß von SVN-Routinier Benny Früh war der Ex-Elversberger Daniel Meisenheimer zur Stelle und köpfte aus sechs Metern das 1:0 für die Gäste aus Zweibrücken.
„Es freut mich, das ich das Tor gemacht, habe. Viel wichtiger ist jedoch der Sieg der Mannschaft. Mir gefällt es sehr gut in Zweibrücken. Die Stimmung in der Truppe ist super“, meinte Meisenheimer nach dem Spiel. Die SVE II hatte vor der Pause auch eine gute Torchance, doch Zouhair Bouadoud vertändelte vor dem Gästetor den Ball (34.). Und als die SVE-Fans nach dem Seitenwechsel einen Sturmlauf der Heimelf erwarteten, drehte der SVN erst richtig auf. Mit schnellen Kombinationen wurden die kraftlos wirkenden Elversberger regelrecht an die Wand gespielt. Florian Cordier erzielte nur eine Minute nach Wiederanpfiff das 2:0. Und nur acht Minuten später war Lars Reinheimer zur Stelle und markierte das 3:0. Nach einem Gewaltschuss von SVN-Spielmacher Mario Diehl konnte SVE-Tormann Tobias Rott den Ball nur abwehren. Reinheimer schob den Abpraller überlegt ins lange Eck.

Die Drei-Tore-Führung war gleichzeitig die Spielentscheidung. Und die SVE II brachte auch danach nicht viel auf die Reihe. Immer wieder scheiterten die Elversberger mit dem Versuch, lange Bälle aus der eigenen Abwehr nach vorne zu spielen.

„Uns hat heute die notwendige Aggressivität gefehlt. Und im Spiel nach vorne hatten wir keine Ideen. So kann man kein Oberliga-Spitzenspiel gewinnen“, ärgerte sich SVE II-Trainer Jens Kiefer nach der Partie, während SVN-Trainer Peter Rubeck jubelte. „Wir haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Mit der richtigen Einstellung kann man auch gegen einen auf dem Papier deutlich stärkeren Gegner gewinnen“, meinte der Zweibrücker Trainer.