Bittere Niederlage in Ulm


Ohne Punkte im Gepäck musste unsere Elv am Samstag die Heimreise antreten. Am 28. Spieltag der Regionalliga Südwest trat die Elv von unserem Cheftrainer Karsten Neitzel im Auswärtsspiel beim SSV Ulm 1846 Fußball an – und erwischte dabei keinen guten Tag. Bei der letztlichen 1:2-Niederlage der SVE blieben die drei Punkte beim Gastgeber im Donaustadion.

Personell nahm Trainer Neitzel im Vorfeld eine personelle Änderung in der Anfangsformation vor und stellte damit auf dem Platz leicht um: Für Flügelspieler Florian Bichler rückte Mittelfeldspieler Aldin Skenderovic zurück in die Start-Elv. Positive Nachrichten gab es auf der Elversberger Bank: Auch wenn es noch nicht zu einem Einsatz gereicht hat, stand erstmals nach seinem Muskelfaserriss wieder Stefano Cincotta im SVE-Kader.

A48H3027SVE mit schwieriger ersten Halbzeit

Die dicken grauen Wolken sorgten für eine triste Atmosphäre im Ulmer Donaustadion – und auch das Spiel sorgte nicht für eine Aufhellung der Gemüter. In den ersten 45 Minuten hatte die SVE kaum Zugriff auf die Partie. Die Elv von der Kaiserlinde hatte zwar phasenweise mehr Ballbesitz, wirkte aber zu unkonzentriert, spielte dem Gegner zahlreiche Bälle in die Füße, die langen Bälle kamen nur selten an und landeten oft im Aus. Torchancen hatte die SVE entsprechend kaum.  Neben dem ein oder anderen Standard versuchte es lediglich Kevin Koffi in der 18. Minute mit einem strammen Distanzschuss aus fast 30 Metern, der aber denkbar knapp neben dem Tor in die Werbebande einschlug. Der Gastgeber aus Ulm strahlte derweil eine höhere Motivation aus, ging aggressiver in die Zweikämpfe und wirkte schlichtweg wacher. Der SSV setzte in der ersten Halbzeit dadurch auch zu einigen schnellen Angriffen an – wirklich gefährlich, wie in der 38. Minute, als der Ulmer Johannes Reichert ebenfalls den Ball neben den Pfosten setzte, wurde es allerdings auch selten. Nachdem es nach 45 Minuten noch 0:0 stand, war klar, dass ein Ruck durch die Elversberger Mannschaft gehen musste, bei der bislang kaum ein Spieler zu seiner eigentlichen Form gefunden hatte.

A48H3259Das Aufbäumen kommt zu spät

Dieser Ruck kam auch in der zweiten Halbzeit – allerdings erst, nachdem Gastgeber Ulm die schnelle 2:0-Führung erzielt hatte. Zwei Angriffe, zwei Tore. Das war die bittere Bilanz sieben Minuten nach dem Wiederanpfiff. Zuerst setzte sich in der 50. Minute der Ulmer Alper Bagceci nach einer Hereingabe von rechts im Luftduell gegen SVE-Keeper Frank Lehmann durch und traf zur 1:0-Führung. Und schon mit der nächsten Aktion erhöhte der SSV, als in der 52. Minute Ardian Morina aus der Drehung das 2:0 erzielte. Nach einer Stunde wachte dann endlich auch die SVE auf. Trainer Karsten Neitzel versuchte alles, um noch einzuwirken, brachte neuen Offensiv-Schwung, als er im Laufe der zweiten Halbzeit Florian Bichler (58./für Grech), Johannes Rahn (70./für Koffi) und Aykut Soyak (74./für Skenderovic) einwechselte. Und tatsächlich machten die Elversberger ab sofort das Spiel, fingen an, anständigen Fußball zu spielen und fanden auch den Weg zum gegnerischen Tor. Da die SVE viel riskierte, kam Ulm noch durch ein paar Konter zu Möglichkeiten, die aber nicht mehr für wirkliche Gefahr sorgten. Stattdessen fand offensiv fast nur noch die SVE statt – zunächst mit Erfolg. In der 78. Minute schlug Benno Mohr die Flanke von links ins Zentrum, fand damit den mitgelaufenen Julius Perstaller, der mit einem schönen Tor aus kurzer Distanz den 1:2-Anschluss erzielte. Dass das der SVE nicht reichte, zeigte die direkte Reaktion. Perstaller nahm sich keine Zeit zum Jubeln, schnappte sich sofort die Kugel und lief zurück zum Anstoßpunkt. In den letzten zwölf Minuten hatte die Elv von der Kaiserlinde dann noch drei gute Möglichkeiten – doch der Freistoß von Soyak ging zu weit am Tor vorbei (87.), der nächste Freistoß von Krebs verfehlte das Ziel zwar knapper, brachte aber auch nicht den gewünschten Erfolg (89.). Und in der Nachspielzeit rettete SSV-Keeper Holger Betz den guten Kopfball von Krebs noch auf der Linie (90.+1). Eine ganz bittere Niederlage für unsere Elv, die zu spät zu ihrer Leistung gefunden hat.

In der Englischen Woche geht es nun am kommenden Mittwoch, 14. März, im Saarlandpokal-Viertelfinale weiter, wenn die SVE um 19.00 Uhr auswärts beim TuS Herrensohr antritt. In der Regionalliga Südwest steht das nächste Spiel am kommenden Samstag, 17. März, an. Dann empfängt unsere Elv um 14.00 Uhr den KSV Hessen Kassel zum Heimspiel in der URSAPHARM-Arena an der Kaiserlinde.