Keine Punkte im Heimspiel gegen Ulm


Erneut eine bittere Niederlage für unsere Elv. Nachdem die vergangene Woche mit vier Punkten aus zwei Spielen zumindest ein bisschen besser gelaufen war, musste unser Team von Trainer Roland Seitz am Samstag einen erneuten Rückschlag verkraften. Am 7. Spieltag der Regionalliga Südwest unterlag die Elv von der Kaiserlinde im Heimspiel in der URSAPHARM-Arena dem SSV Ulm 1846 Fußball nach einem späten Gegentor mit 0:1 (0:0).

A48H4560Die Bedingungen sahen vor dem Spiel dabei noch ganz gut aus. Die zuletzt dünne Personaldecke hatte sich unter der Woche wieder gefüllt – die zuvor kranken Kevin Lahn und Nils Winter standen wieder im Kader, Winter lief dabei sogar von Beginn an auf, für ihn musste Luca Blaß wieder auf die Bank weichen. Auch in der Offensive gab es zwei Änderungen im Vergleich zur vorangegangenen  Partie in Mainz (0:0) – Israel Suero Fernández und Kevin Koffi rückten aus der Start-Elv raus, dafür kehrte auf der Außenbahn Alban Meha zurück, im Sturmzentrum durfte Julius Perstaller von Beginn an ran.

Gute Chancen bringen keine Tore

In den Anfangsminuten zeigten die Ulmer, die nach einem starken Saisonstart und der Pokal-Sensation gegen Eintracht Frankfurt zuletzt zwei Niederlagen in Folge einstecken mussten, dass sie unbedingt die eigene Wende einleiten wollten. Der Gegner machte Druck und zeigte einige gute Offensivaktionen. Die größte Möglichkeit, um in Führung zu gehen, hatte Ulm durch Vitalij Lux, der die SVE-Defensive mit schnellen Beinen hinter sich ließ, im direkten Duell aber an unserem Keeper Frank Lehmann scheiterte (5.). Unsere Elv musste sich wieder erst ein bisschen einlaufen, um dann im Spiel anzukommen – und auch eigene Chancen zu kreieren. In der 19. Minute wurde es erstmals spannend vorm Ulmer Tor, als Julius Perstaller einen feinen Ball nach vorne zu Sinan Tekerci durchsteckte, der allerdings die Kugel um Haaresbreite verpasste. Zwei Minuten später war erneut Tekerci am Ball, diesmal versuchte er es nach einer schönen Kombination über Luca Dürholtz und Alban Meha mit einem Distanzschuss, den SSV-Torwart Christian Ortag aber abfangen konnte (21.). Kurz vor dem Pausenpfiff versuchte es dann mal das Innenverteidiger-Duo: Nach einer Flanke von Tekerci verlängerte Oliver Stang auf Mike Eglseder – dieser kam aus einer schwierigen Lage zwar noch zum Kopfball, die Kugel prallte aber leider wieder an den Pfosten. Auch wenn es keine Vielzahl an Tormöglichkeiten in der ersten Halbzeit war, hatte unsere Elv insgesamt gesehen doch das leichte Plus auf ihrer Seite. Aber es ging torlos in die Kabinen.

A48H4617Gegentreffer nur Minuten vor Spielende

In der zweiten Halbzeit blieb die Hoffnung auf das Tor am Leben – unsere Elv ackerte, kämpfte um den Abschluss und war das bessere Team. Aber der Ball wollte wie immer einfach nicht im Kasten landen. Nach ersten Annäherungen durch Tekerci (47.) und Meha (50.) ereignete sich in der 57. Minute die wohl größte Chance des ganzen Spiels, als die SVE die dreifache Möglichkeit auf die Führung hatte. Erst konnte Ortag einen starken Abschluss von Tekerci parieren, den Abpraller sicherte sich Manuel Feil, der allein vorm Tor aber erneut am Gästekeeper scheiterte. Ulm konnte den Ball dann zwar zuerst aus der Gefahrenzone bringen, aber unsere Elv eroberte sich die Kugel direkt zurück, Meha schloss aus der zweiten Reihe ab – und donnerte den Ball an den Pfosten. Ulm brauchte hingegen bis zur 72. Minute, um selbst noch mal für einen Akzent zu sorgen. Den starken Abschluss von Luigi Campagna konnte Frank Lehmann aber mit den Fingerspitzen über die Querlatte lenken. Trainer Seitz versuchte in der Zwischenzeit, mit Offensiv-Wechseln frische Kräfte ins Spiel zu bringen, schickte Kevin Koffi (67./für Perstaller) und Kevin Lahn (80./für Feil) in die Partie. Aber bis auf schöne Spielzüge nach vorne passierte nichts. Zumindest nicht auf Elversberger Seite. Die Schlussphase war schon angebrochen, da schlug Ulm zu. Nach einem Fehler im Aufbauspiel steckte der SSV den Ball bis zum eingewechselten Adrian Beck durch, der ließ die SVE-Abwehr eiskalt stehen und behielt allein vorm Tor die Nerven im Abschluss. 0:1, 83. Minute. Seitz reagierte noch mal, brachte mit Kai Merk (85./für Dürholtz) eine nächste Offensivkraft ins Spiel, aber auch das blieb ohne Erfolg. Die SVE drückte zwar bis zum Abpfiff, riskierte viel, aber das Ulmer Tor blieb bis zum Ende leer.

Wieder eine ganz bittere Niederlage. Während unsere Elv die besten Chancen nicht nutzte, waren die Gäste einfach effektiv. Jetzt bleibt eine Woche zur Erholung und Aufarbeitung – am kommenden Samstag, 08. September, kommt es dann um 14.00 Uhr zum Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim II.