Starker Pokal-Fight gegen die Wölfe!


Unsere Elv war nah dran an der großen Überraschung. Am Ende setzte sich die Cleverness des Bundesligisten aber dennoch durch. Am Samstagnachmittag unterlag unser Team von Trainer Roland Seitz im DFB-Pokal-Spiel gegen den VfL Wolfsburg vor einer tollen Kulisse von 5.321 Fans in der URSAPHARM-Arena denkbar knapp mit 0:1 (0:0). Die Möglichkeiten, den klaren Favoriten zu bezwingen, waren durchaus da.

A48H1262Trainer Seitz stellte sein Team nicht nur taktisch auf die Wölfe ein, auch personell gab es ein paar Änderungen im Vergleich zum vergangenen Liga-Spiel gegen Stuttgart. Frank Lehmann feierte sein Comeback im SVE-Tor – nachdem sich der Keeper im Saarlandpokal-Finale verletzt hatte, stand er nun passenderweise im DFB-Pokal erstmals wieder für die erste Mannschaft auf dem Platz. Eine Premiere gab es auch für Julius Perstaller, der im Sturm von Beginn an spielte. Zudem schickte Seitz gegen die großgewachsenen Wolfsburger den ebenfalls großen Mike Eglseder in die Innenverteidigung, Nils Winter kehrte dafür als Rechtsverteidiger wieder in die Start-Elv. Auf der Außenbahn ersetzte Kevin Lahn Alban Meha.

Offenes Spiel in der ersten Halbzeit

In dieser Formation wirkte unsere Elv von dem Anpfiff an konzentriert und engagiert. Die Mannschaft überließ Wolfsburg über weite Strecken den Ball, verhinderte dabei aber, dass der Bundesligist gefährlich zum Abschluss kam. Die Elversberger Defensive stand richtig gut, wirkte hellwach und schaltete auch die VfL-Riesen in den Luft-Duellen weitgehend aus. Bei eigenem Ballbesitz ging es wiederum oft richtig schnell. Auch wenn die Wolfsburger Abwehr schwer zu knacken war, zeigte unsere Elv dennoch einige schöne Spielzüge nach vorne – und kam auch zur ersten Tor-Szene, als der flinke Sinan Tekerci aus der Drehung einfach mal abzog, dabei aber leider nur das A48H1771Außennetz traf (11.). Die Vielzahl an Torchancen blieb in der ersten Halbzeit noch aus – die Gäste kamen unterm Strich nicht wirklich zu gefährlichen Aktionen, die meisten Bälle konnte Frank Lehmann problemlos aus der Luft abfangen, bevor es brenzlig wurde. Unsere Elv kam noch zu der ein oder anderen guten Szene durch Lukas Kohler (15.) und Manuel Feil (30.), die die Wolfsburger allerdings auch sicher klären konnten. Insgesamt eine richtig gute erste Halbzeit, in der unsere Elv den Bundesligisten durch eine starke Abwehrleistung im Griff hatte. 0:0 zur Pause, alles war noch offen.

Die Chancen zur Sensation waren da

Nach den guten ersten 45 Minuten gab es keinen Grund für Wechsel – und so schickte Trainer Seitz die gleiche Truppe auf den Platz, die in der ersten Halbzeit ein starkes Spiel abgeliefert hatte. Nach dem Wiederanpfiff musste sich unser Team allerdings zwei Mal strecken, um den Rückstand zu verhindern. Erst konnte Luca Dürholtz nach einem VfL-Eckball einen Abschluss vor der Linie klären (51.), kurz darauf parierte Lehmann den nächsten Wolfsburger Angriff, den Abpraller beförderte Oliver Stang mit dem Kopf dann ins Toraus (54.). Nach den beiden guten Aktionen der Wölfe ging auch ein Ruck durchs Stadion. Die Fans trieben unsere Elv noch mal lautstark an – und das zeigte Wirkung. 20 Minuten vor Spielende hatte unser Team zwei richtig dicke Chancen auf die Führung! Erst zog Manuel Feil aus rund 20 Metern mit einem richtig strammen Schuss ab, Wölfe-Keeper Koen Casteels machte sich ordentlich lang, aber der Ball zischte Zentimeter über die Querlatte ins Aus (70.). In der nächsten Aktion hatte Kevin Lahn das erste Tor auf dem Fuß, in allerhöchster Not konnte aber John Anthony Brooks den Ball von der Linie kratzen (71.). Nachdem es wiederum eine Minute später nach einem Wolfsburger Handspiel im Strafraum eigentlich Elfmeter für unsere Elv hätte geben müssen, kam es, wie es kommen musste: Der Bundesligist ging in Führung. In der 74. Minute landete eine Wolfsburger Flanke bei Daniel Ginczek, der zum 1:0 einnicken konnte. Trainer Seitz ging danach mit einem Doppelwechsel noch mal mehr Risiko, A48H2027schickte in der 78. Minute mit Kevin Koffi einen zweiten Stürmer auf den Platz und brachte mit Alban Meha den Freistoß-Spezialisten ins Spiel (für Dürholtz und Tekerci). Und unsere Elv machte auch in den Schlussminuten noch weiter Druck. Der Ausgleich war mehrmals zum Greifen nah, aber Casteels bewahrte sein Team vor der Verlängerung. Trotz einer engagierten Schlussphase, in der unsere Mannschaft noch mal richtig mutig aufspielte, blieb es bei der knappen 0:1-Niederlage.

Mittwoch in der Liga gegen Walldorf

Die Enttäuschung unmittelbar nach der Partie war bei unserer Elv natürlich da, dennoch gibt es keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen. Es war ein starker Auftritt gegen den Bundesligisten, ein Spiel, das durchaus auch anders hätte ausgehen können. Zum Abschluss geht auch ein großer Dank an die Fans, die die Mannschaft über das Spiel angetrieben und unterstützt haben. Für unsere Elv gilt es jetzt, den Schwung und den guten Auftritt aus dem DFB-Pokal-Spiel mit in den Liga-Alltag zu nehmen. Bereits am kommenden Mittwoch, 22. August, geht es in der Regionalliga Südwest weiter. Dann empfängt unser Team zum Nachholspiel den FC-Astoria Walldorf in der URSAPHARM-Arena an der Kaiserlinde, Spielbeginn ist um 19.00 Uhr.