U17 verpasst Punktgewinn im letzten Spiel knapp


Beinahe wäre es den B-Junioren der SVE noch gelungen, im letzten Saisonspiel der Bundesliga Süd/Südwest einen Punkt einzufahren. Doch ein Gegentreffer in der Nachspielzeit verhinderte den Erfolg im Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt. Unsere U17 von Trainer Sebastian Schummer unterlag am vergangenen Sonntag letztlich mit 3:4. Bericht folgt.

Für das Team war es am Sonntag „super schade“, sagte Trainer Schummer. Der Gastgeber war in der Anfangsphase richtig stark, drückte die SVE in die eigene Hälfte und drängte auf die Führung – die auch schnell gelang. Die Frankfurter Florian Zorn (3.) und Younes Hida (8.) stellten in noch nicht mal zehn Minuten die 2:0-Führung für die Eintracht her. „Wir haben ein paar Minuten gebraucht, um uns zu schütteln und neu zu ordnen, konnten den Spieß aber dann komplett umdrehen“, sagte Schummer. Nach den ersten zehn Minuten stabilisierten die Elversberger Junioren die eigene Defensive und stellten die Frankfurter mit starken Kontern vor große Probleme – schließlich gelang es unseren B-Junioren sogar, das Spiel zu drehen! Nach einem schönen Solo von Lars Gindorf konnte zunächst Niklas Schulz den 1:2-Anschluss herstellen (12.). Knappe zehn Minuten später konnte Dominik Kaiser eine Flanke von Silas Schmitt zum 2:2-Ausgleich verwerten (23.), und noch in der ersten Halbzeit gelang der SVE dann der 3:2-Führungstreffer, als erneut Kaiser nach einer Flanke von Riccardo di Giovanni erfolgreich war (39.)!

„Bei Temperaturen um die 30 Grad hat man dann in der zweiten Halbzeit aber gemerkt, dass uns diese Aufholjagd ordentlich Kraft gekostet hat“, sagte Schummer. Frankfurt wurde wieder stärker und kam zu guten Chancen. Trotzdem schaffte es die SVE noch lange Zeit, einen weiteren Gegentreffer zu verhindern. Kurz vor Schluss fiel der Ausgleich für die Eintracht dann aber doch, als Kahan Kuscu das 3:3 erzielte (71.). Trotzdem: Unsere Junioren warfen in den Schlussminuten noch mal alles rein und bündelten die letzten Kräfte! Die SVE hatte noch zwei richtig starke Möglichkeiten, das Spiel für sich zu entscheiden, konnte die Chancen aber nicht verwerten. Stattdessen wurde es in der letzten Minute der Nachspielzeit dann richtig bitter. Im letzten Angriff des Spiels konnte die Eintracht einen Elversberger Stellungsfehler nutzen und das entscheidende Tor zum 4:3 durch Ali Loune (80.+1) markieren. „Es war super bitter, dass wir uns nicht mit einem Punktgewinn oder sogar einem Sieg aus der Liga verabschieden konnten“, sagte Schummer abschließend: „Wir haben zum Abschluss noch mal alles rausgehauen und eins unserer besten Spiele gezeigt. Wir haben uns nach dem frühen Rückstand zurückgekämpft, die Tore klasse herausgespielt und hätten uns zumindest das Unentschieden mehr als verdient gehabt.“

“War für uns alle ein lehrreiches Jahr”

Für die B-Junioren heißt es nun, sich vorerst noch mal aus der Bundesliga Süd/Südwest zu verabschieden. Als Tabellenletzter geht es nun wieder zurück in die Regionalliga Südwest. „Es war eine super schwierige Saison mit einigen Höhen, aber auch vielen Tiefen, die nun zu Ende geht“, bilanzierte Schummer: „Ich denke, wir haben uns auf dem höchstmöglichen Niveau gegen die besten Spieler in ganz Deutschland anständig verkauft und waren näher dran und konnten viele Spiele enger gestalten, als es die Abschlusstabelle vermuten lässt.“ Highlights waren sicherlich die Siege gegen Karlsruhe, Frankfurt und Freiburg, auch die Unentschieden in den hart umkämpften Partien gegen die Stuttgarter Kickers, Hoffenheim und Heidenheim. „Gegen die Spitzenteams der Liga hat man gemerkt, dass dort einfach völlig andere Mittel zur Verfügung stehen, da konnten wir nicht mithalten“, sagte Schummer: „Schade waren die vielen sehr knappen Niederlagen mit nur einem Tor Unterschied. Da wäre es schön gewesen, wenn wir aus dem ein oder anderen dieser Spiele noch einen Punkt oder auch mal einen Sieg hätten mitnehmen und das Abstiegsrennen damit länger offen halten können.“ Ein positiver Aspekt der Saison war allerdings auch der Sieg im B-Junioren-Saarlandpokal. „Acuh wenn wir da als Favorit reingegangen sind, war es noch lange keine Selbstverständlichkeit“, meinte Schummer, der insgesamt eine positive Bilanz dieser Saison zieht: „Insgesamt haben viele der Jungs viel mitgenommen und gelernt und eine echt gute Entwicklung genommen, was sich auch daran zeigt, dass trotz unseres starken 2000er Jahrgangs viele unserer eigenen Jungs den Sprung in die U19 schaffen werden. Von daher war es für uns alle ein extrem lehrreiches Jahr, und in der kommenden Saison gilt es, alles daran zu setzen, um noch mal um die vorderen Plätze mitzuspielen.“ Jetzt geht es für das Team allerdings erstmal in die wohlverdiente Sommerpause…