Pokal-Kampf endet mit einem 1:2


Es war ein Kampf bis zum bitteren Ende – aber unsere Elv musste am Samstagabend im Finale um den Saarlandpokal eine knappe Niederlage gegen den 1. FC Saarbrücken hinnehmen. Im Endspiel in der URSAPHARM-Arena an der Kaiserlinde unterlag unser Team von Trainer Horst Steffen mit 1:2 (1:2).

Im Vorfeld des Spiels gab es gute und schlechte Nachrichten. Die guten: Luca Dürholtz und Kevin Koffi waren trotz zuvor gesundheitlicher und verletzungsbedingter Probleme für den Pokal-Einsatz bereit und standen von Beginn an auf dem Platz. Auch Mike Eglseder war wieder fit. Die schlechten: Manuel Feil hatte sich im Abschlusstraining am Oberschenkel verletzt und musste passen – für ihn rückte Benno Mohr in die Start-Elv.

Saarbrücker Führung zur Pause

Beide Mannschaften legten an der Kaiserlinde von Beginn an ein hohes Tempo hin – für die 6.213 Zuschauer bot sich schnell an spannendes Spiel zwischen zwei lauffreudigen Teams. In den ersten zehn Minuten der Partie ergaben sich auf beiden Seiten schon ein paar Strafraumszenen, die allerdings noch nicht allzu viel Gefahr mit sich brachten. Und mit der ersten richtigen Möglichkeit der Partie erzielte der FCS dann den Führungstreffer. Nach einem Saarbrücker Eckball stieg Manuel Zeitz am zweiten Pfosten in die Luft und erzielte mit dem Kopf das 1:0 für den Gegner (10.). Ein früher Schock, der unsere Mannschaft allerdings nicht aus der Bahn warf – im Gegenteil. Die Antwort kam nur wenige Minuten später: In der 13. Minute wurde Nils Winter kurz vorm FCS-Strafraum von den Beinen geholt. Israel Suero Fernández stellte sich für den Freistoß bereit, nahm noch einmal Maß und zimmerte den Ball direkt zum 1:1-Ausgleich ins obere linke Eck (14.)! Ein absolut sehenswerter Freistoßtreffer.

Der Rest der ersten Halbzeit entwickelte sich zu einer ausgeglichenen Partie, in der beide Mannschaften phasenweise jeweils etwas mehr vom Spiel hatten. In der 18. Minute hätte Sinan Tekerci nach dem Zuspiel von Suero Fernández beinahe den Führungstreffer erzielt, aber es fehlten Zentimeter und FCS-Keeper Ricco Cymer war zuerst am Ball. Vier Minuten später zog Lukas Kohler gefährlich ab, sein Schuss wurde aber noch abgefälscht und zur Ecke geklärt (22.). Wenige Minuten vor der Pause hatte auf der anderen Seite Saarbrückens Fanol Perdedaj eine große Chance, traf den Ball jedoch nicht richtig und setzte ihn weit ins Toraus (37.). Dafür saß der nächste Versuch der Saarbrücker. In der 39. Minute eroberte der FCS den Ball knapp hinter der Mittellinie, tankte sich über wenige Stationen bis zum Tor vor, und Sebastian Jacob verwertete die Hereingabe von links, um den 2:1-Führungstreffer für den Gegner zu erzielen. In der 42. Minute hatte Jacob erneut eine gute Möglichkeit, unser Keeper Frank Lehmann war aber zur Stelle und verhinderte den nächsten Gegentreffer. Nach dieser unterm Strich ausgeglichenen ersten Halbzeit ging es mit dem knappen Rückstand in die Kabinen.

Offensivlauf wird nicht mehr belohnt

Die zweite Halbzeit wurde dann zu einer reinen Nervensache! Nachdem Perdedaj für Saarbrücken noch eine gute Chance hatte (54.) und aufseiten unserer Elv Benno Mohr und erneut Suero Fernández (56.) den Ausgleich hätten herbeiführen können, wurde es in der letzten halben Stunde erst richtig hitzig und turbulent – denn unsere Elv, für die mittlerweile Julius Perstaller (62./für Mohr) auf dem Platz war, spielte noch eine Weile in Überzahl weiter. Nach einem Handspiel musste der Saarbrücker und Ex-Elversberger Marco Kehl-Gomez mit Gelb-Rot vom Platz (65.) – und damit begann in der Schlussphase der Offensivlauf unserer Elv. Immer wieder suchte unser Team den Weg zum FCS-Tor, aber der Gegner aus der Landeshauptstadt warf sich in jeden Ball und verteidigte gut, die Großchancen blieben noch aus. Gute 15 Minuten vor Schluss wechselte unser Trainer Horst Steffen erneut und brachte Gaetan Krebs für Patryk Dragon (74.), in der 87. Minute ging der angeschlagene Lukas Kohler vom Platz; für ihn kam mit Kevin Lahn noch eine weitere Offensivkraft. Unser Team gab sich auch bis zur letzten Sekunde nie auf. Auch nicht, als Mike Eglseder in der Nachspielzeit nach einem wiederholten Foulspiel ebenfalls mit Gelb-Rot aus dem Spiel musste (90.+2). Der Drang nach vorne hielt an – und besonders bitter war die letzte Situation des Spiels. In der letzten Minute der Nachspielzeit kam unsere Elv noch einmal richtig gefährlich in den gegnerischen Strafraum. Leandro Grech köpfte nach einem Freistoß in Richtung Tor, der Ball senkte sich hinter Cymer hinab, prallte aber noch an die Latte und von dort ins Aus (90.+4). Der Ausgleichstreffer und die Verlängerung wären nach diesem Kampf auf jeden Fall verdient gewesen, aber es sollte nicht mehr sein. Wenig später pfiff der Schiedsrichter den Pokal-Krimi ab.

Nichtsdestotrotz kann unser Team auf eine tolle Rückserie zurückblicken. Auch wenn die Final-Niederlage zum Abschluss noch eine Weile schmerzen wird, wird der Blick auch wieder nach vorne gehen. Für unsere Mannschaft stehen jetzt erstmal einige freie Tage und der verdiente Urlaub an. Und Mitte Juni geht es dann mit frischen Kräften in die Vorbereitung auf die neue Saison 2019/2020.