Stehende Ovationen für die FrauenElv im DFB-Pokal


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Kuriose Szenen spielten sich am Samstagabend nach dem Zweitrundenspiel im DFB-Pokal in der URSAPHARM-Arena ab. Während der deutsche Meister FC Bayern München seinen 6:0 (4:0)-Erfolg weitgehend emotionslos zur Kenntnis nahm, ließen sich die Spielerinnen der SV Elversberg von den 1678 Zuschauern mit stehenden Ovationen und einer La-Ola-Welle für einen leidenschaftlichen Auftritt feiern. „Natürlich waren uns die Bayern deutlich überlegen, haben das Spiel zu jeder Zeit bestimmt und auch hochverdient gewonnen. Aber jeder im Stadion hat gesehen, mit welcher Energie wir uns entgegengestellt und unser Tor verteidigt haben. Mit nur sechs Gegentoren wäre mancher Bundesligist froh“, sagte SVE-Trainer Kai Klankert: „Das Ergebnis ist lange nicht so deutlich, wie viele das erwartet haben. Und ich denke, dass die Bayern mit ihrer Chancenwertung auch nicht ganz so zufrieden sein dürften.“

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Der FC Bayern hatte von Beginn an die Kontrolle, bemühte sich, Chancen herauszuspielen. Doch die SVE-Spielerinnen machten die Räume geschickt eng, hatten viele gute Zweikampf-Aktionen und warfen sich in jeden Schuss. Kam einer durch, konnten sich Torfrau Nadine Winckler sowie die 20 Minuten vor dem Ende eingewechselte Allison Wagner auszeichnen. Insgesamt sechs Mal waren sie dann doch chancenlos. Die Tore für den FC Bayern erzielten Jovana Damnjanovic (10./38./58.), Maximiliane Rall (12.), Carina Wenninger (32.) und Sarah Zadrazil (84.). Dass drei der sechs Gegentreffer aus Standardsituationen heraus fielen, unterstrich auf der einen Seite die deutliche körperliche Überlegenheit des deutschen Meisters, zeigte aber auch, wie stark die FrauenElv verteidigte, indem sie nur drei Tore aus dem Spiel heraus zuließ.

Immer wieder bemühte sich die SVE nach Ballgewinnen, auch eigene Angriffe zu starten. Mehrere vielversprechende Vorstöße wurden von den Bayern allerdings konsequent und gut verteidigt. Einmal allerdings nicht. Nach einer Flanke von Luisa Blumenthal verpasste Claudia Pilger unter dem Jubel der Zuschauer nur knapp das zwischenzeitliche 1:2.

Für die FrauenElv ist der DFB-Pokal zumindest für diese Saison beendet. Nach einem spielfreien Wochenende geht es am 10. Oktober mit dem Auswärtsspiel in der 2. Bundesliga gegen den 1. FC Nürnberg weiter. Das nächste Heimspiel ist eine Woche später, am 17. Oktober, gegen den SV Henstedt-Ulzburg.

SVE: Winckler (72. A. Wagner) – Theil, Martin, S. Wagner (86. Sauer), Reiter, Pilger (72. Berwind), Hager, Dörr, Reifenberg (72. Festa), Volpert, Blumenthal (55. Matheis).