FrauenElv startet am Sonntag in die Rückrunde


A48H5271

Die Wintervorbereitung ist beendet – für die FrauenElv geht es an diesem Wochenende endlich wieder um Punkte! Zum Jahresauftakt 2022 und zum Rückrunden-Start in der 2. Bundesliga empfängt das Team am Sonntag, 27. Februar, um 11.00 Uhr den SV Meppen in der URSAPHARM-Arena an der Kaiserlinde. Vor dem Heimspiel gegen den Tabellenführer haben wir uns ausführlich mit Trainer Kai Klankert unterhalten.

image00067_hochKai, am Sonntag um 11:00 Uhr startet für euch mit dem Heimspiel gegen das Spitzenteam SV Meppen das Jahr 2022 und die Mission Klassenerhalt in der 2. Frauen-Bundesliga. Wie nimmst du die Stimmung vor diesem Auftaktspiel innerhalb der Mannschaft wahr?

Es ist eine Mischung aus Anspannung und Vorfreude, dass es nun endlich wieder losgeht. Vorbereitungen sind immer lang, anstrengend und nervenzehrend. Wir alle sind froh, dass wir jetzt wieder in unserem normalen Spielrhythmus sind.

Mit der Partie schließt sich gewissermaßen ein kleiner Kreis, denn das Hinspiel in Meppen war schließlich euer erstes Spiel in der 2. Bundesliga. Auswärts gab es damals eine 0:5-Niederlage. Inwiefern habt ihr dieses Erlebnis noch in Erinnerung?

Das Spiel ist bei uns allen noch sehr präsent. Wir hatten versucht, uns bestmöglich auf die 2. Bundesliga vorzubereiten. Aber an dem Tag waren wir der Aufgabe definitiv noch nicht gewachsen. Meppen war uns klar überlegen und hat auch in dieser Höhe verdient gewonnen.

Aktuell führt Meppen mit 34 Punkten ganz klar die Tabelle der Liga an und hat bisher in dieser Saison eine sehr starke und konstante Leistung abgerufen. Wie könnt ihr das Team von Theodoros Dedes trotzdem ärgern?

Die Entwicklung des SV Meppen ist wirklich beeindruckend. Nicht nur in dieser Saison. Das ist ein Prozess, der seit Jahren anhält und fortgeführt wird. Meppen ist in vielen Bereichen erstliga-tauglich. Wir sind davon noch ein gutes Stück entfernt. Aber wir sind auch nicht mehr die Mannschaft vom ersten Spieltag. Wie wir Meppen ärgern können? Indem wir alles investieren, unsere beste Leistung auf den Platz bringen.

Wie habt ihr eure Vorbereitung erlebt und wie wirst du als Trainer deine FrauenElv auf das erste Heimspiel im neuen Jahr vorbereiten?

Die Vorbereitung im Winter ist mit der im Sommer nicht zu vergleichen. Natürlich hat man immer angeschlagene oder verletzte Spielerinnen, hier und da mal eine Quarantäne oder auch ein Corona-Fall, obwohl alle Spielerinnen vollständig geimpft sind. Der größte Unterschied besteht darin, dass wir im Sommer am 27. Juni nach dem Relegations-Rückspiel in Siegen erst wussten, in welcher Liga wir spielen. Und sieben Wochen später war schon der Saisonstart in der 2. Liga. Wir hatten nach neun Monaten Corona-Pause eine körperlich und mental unglaublich harte Phase rund um die Relegation. Danach fast keine Regeneration, eine zu kurze und schwierige Vorbereitung. Das hat sich natürlich auf die Vorrunde ausgewirkt. Die Situation ist jetzt anders. Wir haben intensiv gearbeitet und sind sehr viel stabiler als im Sommer.

Welche Veränderungen gab es innerhalb des Kaders und wie seid ihr zum Auftakt personell aufgestellt?

Wir hatten einige Veränderungen in der Winterpause. Mehrere Ergänzungsspielerinnen haben uns verlassen, aus unterschiedlichen Gründen. Letztlich fehlte in vielen Fällen die Bereitschaft, auf diesem hohen Niveau an sich zu arbeiten und sich durchzusetzen. Qualitativ ist unser Kader jetzt dank unserer beiden Neuzugänge Dilara Soley Deli und Gurbet Akcay deutlich stärker. Beides sind Kandidatinnen für die Startelf. Zum Start sind wir allerdings nicht komplett. Dilara fällt wegen einer Bänderverletzung im Sprunggelenk noch aus, ebenso Anina Haßler. Und Anja Selensky steht nach einer Verletzung vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining, der Auftakt gegen Meppen kommt aber noch zu früh.

Mit 11 Punkten steht deine Mannschaft derzeit auf dem 13. Tabellenplatz. Wie blickst du auf euer erstes halbes Jahr in der 2. Bundesliga zurück?

Sehr positiv, obwohl unsere Leistungen natürlich sehr wechselhaft waren und dementsprechend auch die Ergebnisse und Punkteausbeute. Wir hatten beim Start des Frauen-Projekts der SVE das Ziel formuliert, innerhalb von drei Jahren die 2. Liga erreichen zu wollen, und haben eine Punktlandung hingelegt. Von daher freuen wir uns, auf diesem Niveau agieren zu können und nehmen jede Herausforderung an. Genau das wollten wir ja.

Ihr wollt möglichst viele Punkte in den verbleibenden Spielen sammeln, um die Klasse zu halten. Wie geht ihr diesen Abstiegskampf an und was forderst du diesbezüglich von jeder Spielerin?

In erster Linie wollen wir in der Rückrunde bessere und konstantere Leistungen abrufen. Wir wissen, dass uns der Abstiegskampf körperlich und mental alles abverlangen wird. Unser Ziel ist es, Woche für Woche Topleistungen abzurufen. Das ist die Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Das ist, was wir von unseren Spielerinnen erwarten. Gelingt uns das, werden wir mehr Punkte holen als in der Vorrunde und auch nicht absteigen. Und ganz ehrlich, wir sind sehr zuversichtlich, was das angeht.