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1. Mannschaft|Allgemein|

Freudentaumel an der Kaiserlinde: SVE schlägt Preußen Münster und steigt in die 1. Bundesliga auf

Unsere Elv hat es geschafft: Die Mannschaft von Vincent Wagner hat ihr Heimspiel gegen Preußen Münster mit 3:0 gewonnen und steigt damit als Tabellenzweiter in die 1. Bundesliga auf. Vor 9.307 Zuschauerinnen und Zuschauern in der restlos ausverkauften Kaiserlinde legte die SVE durch einen frühen Doppelschlag in der ersten Hälfte den Grundstein für den Sieg.

Alois Schwartz musste bei seinem letzten Spiel als Preußen-Coach gleich auf zwei Dutzend angeschlagene oder gesperrte Spieler verzichten, so fehlten u.a. Kapitän Jorrit Hendrix (Rotsperre), Jannis Heuer, Torge Paetow (beide Gelbsperre) und Marvin Schulz (angeschlagen). Der Saarländer Joshua Mees, der in der Rückrunde immer wieder mit Muskelverletzungen zurückgeworfen wurde, stand erstmals seit Ende April wieder im Kader und durfte gleich von Beginn an ran.

Ganz anders die Situation bei Vincent Wagner, dem der gesamte Kader zur Verfügung stand. Gegenüber dem Spiel von Düsseldorf nahm der SVE-Coach zwei Änderungen an seiner Startformation vor: Lukas Pinckert rückte nach seiner Verletzung wieder in die Innenverteidigung und ersetzte Florian Le Joncour. Auch Bambasé Conté durfte erstmals nach seiner langen Verletzung wieder von Beginn an ran und verdrängte Immanuel Pherai auf die Bank.

Unsere Elv legte mit viel Schwung und Tempo los und drängte die Preußen gleich in die eigene Hälfte. Folglich dauerte es auch nicht lange, ehe die Elversberger Fans erstmals jubeln durften. Nach einem feinen Spielzug über rechts – Lukasz Poreba hatte auf Tom Zimmerschied durchgesteckt und dieser passte scharf in die Mitte – war es Bamba Conté, der den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Weiter ging es in dem hohen Tempo und der zweite Treffer sollte nicht lange auf sich warten lassen. Erneut ging es schnell – dieses Mal über die linke Seite – und nach einer Hereingabe von Lasse Günther stand David Mokwa in der Mitte goldrichtig und schob zum 2:0 ein. Nach dieser furiosen Auftakt-Viertelstunde nahm die SVE den Fuß ein wenig vom Gaspedal und ließ es in der Folge ein wenig ruhiger angehen. Spielkontrolle hieß die Devise der Mannschaft von Vincent Wagner, die trotzdem zu weiteren Chancen kam. So in der 30. Minute, als Mokwa frei vor Preußen-Keeper Johannes Schenk auftauchte, den Ball aber deutlich über den Kasten setzte. Somit blieben die Gäste in der Partie, die in der Folge auch das ein oder andere Mal insbesondere nach Standardsituationen gefährlich vor dem SVE-Tor auftauchten, insgesamt im Abschluss aber zu harmlos blieben. Somit blieb es beim 2:0 zur Pause.

Mit viel Offensivdrang startete unsere Elv in die zweite Halbzeit: Das dritte Tor sollte her, um Ruhe in das Spiel zu bringen und Preußens leise Hoffnung auf einen Punktgewinn früh zu ersticken. So kam die Mannschaft von Vincent Wagner gleich zu drei Möglichkeiten, doch Mokwa mit einer verunglückten Ballannahme, Lukas Petkov mit einem harmlosen Schlenzer und Pinckert mit einem zu unplatzierten Kopfball nach einer Ecke ließen einen möglichen Treffer liegen. Stattdessen konnte sich Münster aus dem Anfangsdruck wieder befreien und das Spiel wieder offener gestalten. Da die SVE aber weiter hochkonzentriert und zweikampfstark zu Werke ging, kamen die Preußen nicht wirklich gefährlich in die Offensive. Stattdessen legte die SVE in der 66. Minute den dritten Treffer nach. Günther hatte links Conté herrlich in Szene gesetzt, der ließ seine Gegenspieler austanzen und passte quer in die Mitte zu Mokwa, der den Ball ohne große Mühe zum 3:0 im Tor der Preußen unterbringen konnte. Dabei bleib es bis zum Schlusspfiff, und als Schiedsrichter Timo Gerach die Partie nach 90 Minuten beendete, kannte die Freude auf dem Platz und auf den Rängen keine Grenzen mehr. Nach Platz 11 in der ersten Zweitligasaison und Rang 3 und Relegation im zweiten Jahr ist die SVE in ihrem dritten Zweitligajahr als Tabellenzweiter in die 1. Bundesliga aufgestiegen. Verrückter kann ein Fußballmärchen kaum sein!