Matchday-Talk eingefahren haben. Ich bin jedenfalls der Meinung, dass wir sehr gut vorbereitet sind. Für dich persönlich ist es bereits die siebte Saison bei der SVE. Wie blickst du auf die kom- mende Spielzeit – und ganz besonders auf das anspruchsvolle Auftaktprogramm mit Leverkusen, Gladbach, Bayern und Schalke 04? Ich habe mit dem Verein unglaublich viel erlebt, wes- halb er mir auch sehr, sehr ans Herz gewachsen ist. Ich verbinde einfach viel mit diesem Verein und fühle mich hier wohl. Es ist mittlerweile meine siebte Saison und ich glaube, das spricht für sich. Wenn man so lange bei einem Verein ist, ist man vielleicht nicht nur auf dem Papier mit ihm verbunden, sondern vor allem auch mit dem Herzen. Deshalb freut es mich riesig – für den Verein, aber auch persönlich für mich –, dass wir es gemeinsam noch einmal in die Bundesliga ge- schafft haben. Es war ein harter und steiniger Weg. Wir mussten einige Enttäuschungen hinnehmen, haben aber jeder Widrigkeit getrotzt und immer weitergemacht. Umso schöner ist es jetzt, diesen Moment gemeinsam erleben zu dürfen. Daher freue ich mich auch enorm über dieses Auftaktprogramm und allein schon darauf, diese großen Mannschaftsnamen zu lesen. Gegen sol- che Teams zu spielen, davon hat jeder von uns als Kind geträumt. Jetzt wird dieser Traum tatsächlich wahr. Ich persönlich möchte deshalb einfach jeden Moment mit dieser Mannschaft genießen. Wir haben wieder eine richtig geile Truppe, viele Jungs sind geblieben, mit de- nen ich besondere Erinnerungen und den Aufstieg in die Bundesliga verbinde. Auch die neuen Spieler haben sich super eingefügt. Die Vorfreude auf die Saison und gerade auf dieses Auftaktprogramm ist deshalb riesig. Jetzt wollen wir es einfach genießen und zeigen, was wir können. Deine Kinder verfolgen jedes deiner Spiele mit großer Spannung und sind nach den Partien zuhause oft mit dir auf dem Rasen. Wie erleben sie es in ihrem jungen Alter, dass ihr Papa jetzt Bundes- ligaspieler ist? Die Jungs realisieren wahrscheinlich noch gar nicht, welches Privileg sie haben, immer mit auf den Rasen kommen zu dürfen. Für sie ist das einfach normal. Ich glaube, jedes andere Kind, das ein bisschen älter ist und versteht, was da eigentlich passiert, würde sich 18 riesig darüber freuen. Aber sie sind einfach noch zu jung, um das wirklich zu begreifen. Sie kennen es von klein auf und deshalb gehört es für sie ein Stück weit zur Normalität dazu. Ich glaube aber, wenn wir irgend- wann einmal gemeinsam am Tisch sitzen, die Jungs älter sind und wir uns die Bilder von heute anschauen, dann werden sie vielleicht sagen: „Boah, cool. Mein Papa hat Bundesliga gespielt und es von ganz unten nach ganz oben geschafft.“ Vielleicht sind sie dann ein bisschen stolz auf mich – vielleicht auch nicht. (lacht) Das wird sich zeigen, je nachdem, wie es bei uns weitergeht. Für mich ist es jedenfalls jedes Mal etwas Besonderes, wenn ich sie mitnehmen kann. Sie erden mich auch immer wieder. Wenn ein Spiel mal verloren geht und du nach Hause kommst, die Jungs lachen und auf dich warten, ist die Enttäuschung ganz schnell vergessen. Ich glaube, das kennt jeder Familienvater: Auch wenn der Tag mal schwierig war, ist es etwas ganz Besonderes, wenn die eigenen Kinder zu Hause auf dich warten. Ich bin deshalb auch sehr dankbar, dass meine Frau das alles mitmacht und die Jungs zu den Spielen bringt. Es ist schließlich nicht immer ganz einfach, die beiden 90 Minuten im Zaum zu halten und dafür zu sorgen, dass sie auch sitzen bleiben (lacht). Umso mehr freue ich mich, dass sie dabei sind und meine Frau das so toll managt. •