Packendes Topspiel zwischen Darmstadt und der SVE endet 3:3
Unsere Elv hat im Samstagabend-Topspiel der 2. Bundesliga beim SV Darmstadt 98 einen Punkt erkämpft und dabei einen zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand wettgemacht. Die 17.810 Zuschauer im ausverkauften Merck-Stadion am Böllenfalltor sahen eine packende Partie mit zahlreichen Chancen und einem am Ende leistungsgerechten 3:3-Unentschieden.
Florian Kohfeldt, Trainer des SV Darmstadt 98, wechselte gegenüber der 2:3-Niederlage von Fürth auf zwei Positionen. Für Fabian Nürnberger – er hatte sich in Fürth am Oberschenkel verletzt – und Killian Corredor begannen Raoul Petretta und Yosuke Furukawa.
SVE-Coach Vincent Wagner musste weiterhin auf Bambasé Conté verzichten (Muskelverletzung), außerdem stand Florian Le Joncour krankheitsbedingt nicht zur Verfügung. Felix Keidel war nach seiner Fußverletzung wieder mit von der Partie und stand von Beginn an auf dem Platz.
Die SVE begann mit viel Ballbesitz, Darmstadt lauerte auf Umschaltmomente. Erstmals gefährlich wurde die Elv in der 11. Minute, als Lukas Petkov nach schönem Pass von Manu Pherai in letzter Sekunde von Patric Pfeiffer am Abschluss gehindert wurde. Stattdessen klingelte es kurz darauf auf der anderen Seite. Einen scharf vors Tor gezogenen Eckball konnte Nicolas Kristof aus dem Strafraum fausten, allerdings landete der Ball genau auf dem rechten Fuß von Hiroki Akiyama, der sofort abzog. Noch leicht abgefälscht von Pfeiffer schlug der Ball unhaltbar für Kristof im SVE-Gehäuse ein (14.). Und es kam noch schlimmer aus Elversberger Sicht: Nach einem Ballverlust unmittelbar nach dem eigenen Anstoß landete das Spielgerät bei Fraser Hornby, der sich nicht lange bitten ließ und zum 2:0 für die Lilien einnetzte (15.). Die Mannschaft von Vincent Wagner brauchte in der Folge nur einige Minuten, um sich von diesem Doppel-Schock zu erholen und kam gegen zunehmend passiv agierende Darmstädter schnell zu eigenen Chancen. In der 24. Minute war es David Mokwa, der nach einer Flanke von Tom Zimmerschied nur knapp über das Tor köpfte. Zwei Minuten später zappelte der Ball dann im Tor der Lilien, als Zimmerschied im Gedränge etwa zehn Meter vor dem Darmstädter Tor an den Ball kam und sofort abzog – keine Chance für Marcel Schuhen (26.). Nach 34 Minuten war der Zwei-Tore-Rückstand aus Sicht der SVE dann egalisiert. Lukas Petkov legte vor dem Darmstädter Strafraum den Ball zurück auf Maxi Rohr, der aus 25 Metern nicht lange fackelte und mit einem scharfen Schuss ins rechte untere Eck zum 2:2 traf. Die SVE war jetzt am Drücker und drauf und dran, die Partie komplett zu drehen. Nachdem Pherais Schuss noch knapp über den Querbalken strich (39.), dezimierte sich die Heimelf kurz vor der Pause selbst. Pfeiffer, in der Situation letzter Mann, räumte den davoneilenden Mokwa ab und Schiedsrichter Richard Hempel aus Dresden schickte den Darmstädter Abwehrspieler mit der Roten Karte vom Feld. Den fälligen Freistoß aus 16 Metern schnappte sich Petkov, der wuchtig abzog und mit etwas Glück – der Ball wurde noch entscheidend abgefälscht – die 3:2-Pausenführung erzielte (45.+2). Was für eine emotionale Achterbahnfahrt im ersten Spielabschnitt!
Genau wie die erste Halbzeit brauchte auch Durchgang zwei nicht lange, um Fahrt aufzunehmen. Und wieder war es die Heimelf, die zuerst zuschlug. Nach einem langen Ball von Schuhen kam der Ball über Horny links raus auf Lidberg, der zwei SVE-Abwehrspieler auf sich zog und die Kugel wieder quer zu Hornby legte. Der Schotte hatte keine Mühe, völlig frei vor Kristof das 3:3 zu erzielen (51.). In der Folge überließen die Darmstädter unserer Elv zwar weitestgehend das Spielfeld, blieben aber bei schnellen Gegenstößen immer brandgefährlich. So entwickelte sich bis in die Schlussphase ein Spiel, in der die SVE immer wieder anrannte und auf Sieg spielte, sich aber nur noch wenige Großchancen erspielen konnte. Auf der anderen Seite musste man immer auf der Hut sein, denn auch die Kohfeldt-Elf war mit dem einen Punkt nicht zufrieden und setzte immer wieder gefährliche Nadelstiche. Bis weit in die Nachspielzeit blieb es beim 3:3, und dann war sie auf einmal da, die Riesenchance auf den Elversberger Sieg: Nach einer Flanke von rechts landete der Ball bei Zimmerschied, der aus kurzer Distanz an Schuhen scheiterte und auch der Nachschuss von Luca Schnellbacher fand nicht den Weg ins Netz, da Matej Maglica auf der Torlinie rettete. Somit blieb es am Ende beim 3:3-Unentschieden und einem Punkt für beide Teams.
Nächste Woche steht für unsere Elv das nächste Top-Spiel auf dem Programm: Am Sonntag, 03. Mai, empfängt die Mannschaft von Vincent Wagner um 13.30 Uhr den SC Paderborn 07 in der URSAPHARM-Arena an der Kaiserlinde.











