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Punkteteilung im weit entfernten Auswärtsspiel bei Holstein Kiel

Rund 700 Kilometer Anreise, eine steife Brise an der Ostsee und ein Gegner, der quasi über Nacht zur Wundertüte wurde: Unsere SVE war am Samstagmittag in der 2. Bundesliga zu Gast bei Holstein Kiel. Im Auswärtsspiel gegen die Störche gelang der Elv von der Kaiserlinde dabei ein am Ende verdientes 1:1 (0:0)-Unentschieden.

Die Vorbereitung glich unter der Woche einem Puzzle: Erst am Dienstag hatte die KSV Holstein mit Tim Walter einen neuen Cheftrainer vorgestellt. Mit welcher taktischen Marschroute und Formation Kiel ins Rennen gehen würde, war im Vorfeld völlig offen. Walter entschied sich letztlich für eine Vierer- statt Dreierabwehrkette und vier Änderungen in der Startelf: Anstelle von Krumrey stand Weiner im Tor, außerdem rückten Ivezic, Kapralik und Tohumcu für Komenda, Rosenboom und Davidsen in die Anfangsformation. SVE-Coach Vincent Wagner, der weiterhin auf Bambasé Conté verzichten musste, antwortete derweil mit Kontinuität. In Kiel startete dieselbe Mannschaft, die eine Woche zuvor zuhause gegen Braunschweig mit 3:1 erfolgreich gewesen war.

„Gerade mit einem neuen Trainer werden sich die Kieler Jungs zeigen wollen“, hatte Wagner bereits im Vorfeld gewarnt – und damit sollte er rechtbehalten. Der Gastgeber startete mutig und ging früh ins Pressing. Unsere Elv hatte Schwierigkeiten, sich entscheidend vors gegnerische Tor zu kombinieren. Dementsprechend waren auch Elversberger Torchancen in der ersten Halbzeit Mangelware. Bis auf einen Schuss aus der zweiten Reihe von Lukasz Poreba, den KSV-Keeper Weiner allerdings problemlos abfangen konnte (33.), kam offensiv nicht viel zustande. Holstein Kiel kam zwar auch nicht auf eine Reihe an Möglichkeiten, hatte das Chancenplus dennoch auf seiner Seite. Nicolas Kristof war aber zur Stelle – sowohl in der 3. Minute, als er einen Flachschuss von Tohumcu abfing, als auch kurz vor der Pause, als er den platzierten Distanzschuss von Kelati um den Pfosten lenken konnte (44.). In einer ersten Halbzeit ohne viele Höhepunkte konnte unsere Elv mit dem torlosen Zwischenstand zufrieden sein.

Nach der Pause starteten beide Teams zunächst personell unverändert in den zweiten Spielabschnitt, allerdings nahm unsere SVE ein paar Anpassungen vor – und erarbeitete sich jetzt nach und nach mehr Zugriff auf die Partie und den Gegner. In der 56. Minute war es erneut Poreba, der es aus der Distanz versuchte – diesmal deutlich druckvoller, allerdings zischte die Kugel einen Meter über das Kieler Tor hinweg. Zwei Minuten später klärte Kiel eine gefährliche Hereingabe von Gyamerah kurz vor dem abschlussbereiten Mokwa (58.). Die ereignisreichste Phase der Partie gab es dann nach etwa einer Stunde. In der 61. Minute startete der kurz zuvor eingewechselte Lasse Günther über links durch und spielte den scharfen, flachen Pass nach innen, wo Mokwa herangerauscht kam und den Ball am zweiten Pfosten zur Elversberger 1:0-Führung ins Tor grätschte. Die Antwort der Gastgeber kam aber prompt: Nur zwei Minuten später setzte Kiel zum schnellen Angriff an, Therkelsen kam aus zehn Metern zum Abschluss und stellte auf 1:1 (63.). Der Rest der Partie ist schnell erzählt: Beide Mannschaften agierten in der Schlussphase offensiv bemühter, gleichzeitig wurde es aber auch ein zerfahrenes Spiel mit vielen Unterbrechungen. Nennenswerte Torchancen gab es nicht mehr – und so blieb es am Ende bei einer Punkteteilung, mit der die SVE gut leben kann.

Am kommenden Wochenende geht es nun wieder an der Kaiserlinde weiter. Am Freitag, 06. März, gehen in der URSAPHARM-Arena dabei die Flutlichter an, wenn unser Team um 18.30 Uhr den 1. FC Magdeburg zum Heimspiel empfängt.