Unsere Gäste im Blick: Bayer 04 Leverkusen
Am Samstag empfangen wir um 15.30 Uhr Bayer 04 Leverkusen zu unserem ersten Spiel in der 1. Bundesliga in der URSAPHARM-Arena. Unsere Gäste wurden am 1. Juli 1904 als „Turn- und Spielverein der Farbenfabriken vormals Friedrich Bayer & Co.“ gegründet. Dem voraus ging im Februar 1903 ein Brief des Angestellten Wilhelm Hauschild, der von 170 Angestellten unterzeichnet wurde und an die Firmenleitung übergeben wurde. Darin stand die Bitte, einen konzerneigenen Sportverein zu gründen. Am 31. Mai 1907 wurde schließlich die Fußballabteilung des Vereins ins Leben gerufen, die ihre Farben auf Schwarz und Rot festlegte, in denen unsere Gäste noch heute auflaufen.
Im Streit zwischen Turnern und Fußballern in den 1920er Jahren kam es zur Trennung der beiden Abteilungen, welche erst 1984 wiedervereinigt wurden. Aus dieser Zeit stammt auch das noch heute von den Bayer 04-Fans verwendete Kürzel „SVB“, liefen die Fußballer schließlich lange Jahre als Sportvereinigung Bayer 04 Leverkusen auf.
Der Sportverein und das Bayer-Werk sind schon immer eng miteinander verbunden. Diese Verbindung ist auch heute noch überall zu sehen und zu spüren. Bis in die 1970er Jahre war sogar der Großteil der Spieler im Werk beschäftigt. Was unseren Gästen den Spitznamen Werkself einbrachte. 1999 erfolgte schließlich die Ausgliederung in das Fußballunternehmen Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH, an der die Bayer AG jedoch alle Anteile hält.
1963, als die Bundesliga gegründet wurde, zählte Bayer 04 nicht zu den Gründungsmitgliedern, obwohl man zuvor in der erstklassigen Oberliga spielte. So startete Bayer 04 1963 in der Zweitklassigkeit, welcher der Verein (bis auf ein zweijähriges Intermezzo in der Drittklassigkeit) bis 1979 angehörte. 1979 gelang der Aufstieg in die 1. Bundesliga und diese musste Bayer 04 seitdem nie wieder verlassen.
Im Jahr 1988 gelang der bis dahin größte Erfolg der Vereinsgeschichte: Bayer 04 gewann im Finale gegen Espanyol Barcelona den UEFA-Cup. Ebenfalls 1988 übernahm Reiner Calmund den Posten des Managers und prägte den Verein fortan für 16 Jahre.
Nach dem DFB-Pokal-Sieg im Jahr 1993 folgten ein paar schwierige Jahre. Spätestens unter Trainer Christoph Daum, der 1996 das Ruder übernahm, wurde Bayer 04 jedoch zu einer der Topadressen im deutschen Fußball. Dreimal wurde man bis 2000 Vizemeister – In der Saison 1999/2000 dramatisch erst am letzten Spieltag. Unter Klaus Toppmöller wurde 2001/2002 schließlich zur bislang erfolgreichsten Saison. Bayer 04 wurde Zweiter in der Bundesliga, erreichte im DFB-Pokal das Finale gegen den FC Schalke 04 und wurde in der Champions League ebenfalls erst im Finale von Real Madrid gestoppt.
2024 konnte Bayer 04 seinen Vize-Fluch endgültig ablegen. Nach einer Saison ohne eine einzige Niederlage, ein Kunststück, das bisher noch keinem anderen Verein in Deutschland geglückt war, gewann die SVB das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal. Einzig im Finale der Europa League musste man sich gegen Atalanta Bergamo geschlagen geben.
Beheimatet sind unsere Gäste in der BayArena, die bis 1998 Ulrich-Haberland-Stadion hieß und 30.210 Plätze bietet.
In der Historie von Bayer 04 haben so einige Spieler ihre Spuren hinterlassen. Darunter unter anderem: Udo Lattek, Ulf Kirsten, Bum-Kun Cha, Paulo Sérgio, Bernd Schneider, Michael Ballack, Stefan Kießling, Oliver Neuville und Rudi Völler, der ebenfalls auf der Trainerbank Platz nahm. Andere bekannte Trainer in der Leverkusener Geschichte waren unter anderem: Erich Ribbeck, Rinus Michels, Dragoslav Stepanovic, Christoph Daum, Rudi Völler, Berti Vogts, Klaus Augenthaler
Auch in den Reihen der SVE befinden sich drei Spieler, die eine Leverkusener Vergangenheit haben. Neben Francis Onyeka, der seit diesem Jahr von Bayer 04 ausgeliehen ist, haben Amara Condé und Tim Boss in der Jugend für Bayer 04 gespielt.
Rekordspieler Leverkusens: Rüdiger Vollborn (487 Einsätze)
Rekordtorjäger: Ulf Kirsten (240 Tore in 448 Spielen)












