Unsere Gäste im Blick: SC Preußen Münster
An diesem Sonntag empfangen wir am letzten Spieltag dieser Saison um 15.30 Uhr den SC Preußen Münster an der Kaiserlinde. Der SC Preußen wurde am 30. April 1906 gegründet, hat heute 15.000 Mitglieder und heißt mit vollständigem Namen SC Preußen von 1906 Münster (Westf.).
Wer im Hinspiel kurz vor Weihnachten 2025 dabei war, konnte es anhand der vorherrschenden Farben im LVM-Preußenstadion erkennen: die Vereinsfarben unserer Gäste sind Schwarz-Weiß-Grün, und der preußische Adler als Wappentier des Vereins ziert das Logo unserer Gäste. Zuhause sind unsere Gäste in Münster an der Hammer Straße. Dort steht bereits seit 1926 das Preußenstadion, das sich aktuell genau wie unsere URSAPHARM-Arena im Umbau befindet.
Die Gründung des Vereins erfolgte durch Schüler des heutigen Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasiums unter dem Namen „FC Preußen“. 1921 nahm der Verein nach einer Umbenennung in „Sportclub Preußen“ seinen noch heute gültigen Namen an.
Bereits in den frühen Vereinsjahren konnten unsere Gäste ihre ersten Erfolge feiern. So gewannen sie in den Jahren 1914 und 1921 die Westfalenmeisterschaft. Kurz vor dem Umzug in das Preußenstadion wurde in Münster deutsche Rundfunk-Geschichte geschrieben: am 01. November 1925 wurde beim Heimspiel gegen den DSC Arminia Bielefeld erstmals ein Radio-Livekommentar gesendet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte der SC Preußen mehrere Auf- und Abstiege und konnte sich schließlich Ende der 1940er Jahre endgültig in der damals erstklassigen Oberliga West etablieren. Den Höhepunkt dieser Entwicklung stellte das Jahr 1951 dar, in der das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft erreicht wurde, das vor 100.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion mit 1:2 gegen den 1.FC Kaiserslautern verloren ging.
Nach einem 4. Platz in der Oberliga in der Folgesaison folgten nur noch Mittelfeldplätze. Dennoch wurde der SC Preußen 1963 als Gründungsmitglied in die Bundesliga aufgenommen. In diese startete man 1963 vor 38.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion. Damit war das Preußenstadion das erste ausverkaufte Stadion der Bundesliga-Geschichte. Am Saison-Ende stand jedoch der Abstieg der Münsteraner. Es sollte bis heute die erste und letzte Saison in der 1. Bundesliga gewesen sein.
1981 führte der DFB die eingleisige 2. Bundesliga ein. Der SC Preußen qualifizierte sich mit einem 13. Platz nicht für diese und spielte daher fortan erstmals drittklassig. Nach einem zweijährigen Intermezzo in der 2. Bundesliga ab 1990, spielten die Preußen 15 Jahre in der 3. Liga, ehe es 2006 – zum 100-jährigen Vereinsjubiläum – erstmals in die 4. Liga ging. 2011 folgte die Rückkehr in Liga 3 und 2020 der erneute Abstieg in Liga 4. 2023, ein Jahr nach unserer SVE, machte es der SC Preußen unserer Elv nach und stieg zunächst in Liga 3 und im Folgejahr 2024 in die 2. Bundesliga auf.
In der bewegten Geschichte unserer Gäste hatten einige Trainer das Sagen an der Seitenlinie. Darunter waren neben den auch bei der SVE bekannten Horst Steffen und Neale Marmon unter anderem auch Roger Schmidt oder Benno Möhlmann. Auch unter den ehemaligen Spielern findet man zum Beispiel mit Ansgar Brinkmann, Erwin Kostedde oder Christoph Metzelder einige bekannte Namen. In den Reihen unserer Elv befindet sich mit Luca Schnellbacher zudem ein Spieler, der bereits das Trikot mit dem preußischen Adler trug und 2020 aus Münster nach Elversberg wechselte.
Rekordspieler: Karl Heinz Krekeler mit 350 Spielen
Rekordtorschütze: Siegfried Rachuba mit 102 Toren
Die letzten fünf Zweitliga-Spiele des SC Preußen Münster:
29. Spieltag: Preußen Münster – SpVgg Greuther Fürth 0:0
30. Spieltag: FC Schalke 04 – Preußen Münster 4:1
31. Spieltag: Preußen Münster – Arminia Bielefeld 2:3
32. Spieltag: Hannover 96 – Preußen Münster 3:3
33. Spieltag: Preußen Münster – SV Darmstadt 98 1:1











