Big Points gegen Walldorf! Unsere Elv siegt 1:0


Wichtiger Sieg auf der Zielgerade! Die SV Elversberg hat am 33. Spieltag der Regionalliga Südwest zuhause wieder zugeschlagen und sich die drei Punkte gesichert. Gegen die starken Gäste vom FC-Astoria Walldorf gewann die Elv von Trainer Michael Wiesinger am Ostersamstag mit 1:0 (1:0). Das Tor des Tages erzielte vor 1.509 Zuschauern in der URSAPHARM-Arena an der Kaiserlinde Markus Obernosterer.

Vor der Partie hatte die SVE allerdings erst noch etwas zu kämpfen. Neben dem Langzeitverletzten Sven Sellentin und Marco Kofler (Reha) waren einige Spieler unter der Woche angeschlagen und konnten nicht vollständig trainieren. Dadurch ergaben sich im Vergleich zum vorangegangenen Auswärtsspiel in Worms (0:0) zwei personelle wie taktische Wechsel in der Elversberger Start-Elv: Kevin Maek, der in den vergangenen Tagen mit muskulären Problemen zu tun hatte, nahm genauso auf der Bank Platz wie Moritz Göttel; für die beiden rückten Edmond Kapllani und Niko Dobros in die Anfangsformation zurück.

Die Gäste aus Walldorf, die als Tabellenelfter vor einer Woche noch gegen den Ersten Mannheim nach einer 3:0-Führung beim 3:3 einen Punkt holten, wechselten ebenfalls: Der gegen Mannheim Gelb-gesperrte Astoria-Kapitän Timo Kern kehrte zurück, für ihn musste am Samstag Harun Solak weichen.

A48H6886Obernosterer trifft mit dem Pausenpfiff

Bei zuvor zehn Punkten aus vier Heimspielen ging unsere Elv mit viel Selbstvertrauen in die Partie gegen Walldorf. Das machte sich auf dem Platz direkt bemerkbar. Die SVE begann druckvoll und mit mehr Ballbesitz. Die ersten Annäherungsversuche konnte der FC-Astoria in den ersten Minuten noch gut entschärfen – und zeigte nach 18 Minuten dann auch die eigenen Offensiv-Qualitäten. Nach einem Walldorfer Pass von rechts stoppte Marcel Carl den Ball für Nikolai Groß ab, der mitten im Lauf Leandro Grech und Marco Kehl-Gomez stehen ließ, allein auf Daniel Batz im SVE-Tor zulief, aus knapp 14 Metern aber nur das Außennetz traf. Die SVE ließ sich davon aber nicht beirren – im Gegenteil. Das Team von Trainer Wiesinger erhöhte noch mal das Tempo. Die größte Möglichkeit hatte nach etwa 25 Minuten Edmond Kapllani. Nachdem Simon Handle auf der rechten Seite seine Gegenspieler austanzte, setzte er eine zielgenaue Flanke nach innen zu Kapllani, der auch mit viel Schwung in seinen Kopfball sprang. Gäste-Keeper Jürgen Rennar streckte allerdings seine Hand blitzschnell aus und konnte das Elversberger Tor gerade noch verhindern. Kurz nach Kapllanis Kopfball war auch Schluss für den Elversberger Stürmer. Noch in der ersten Halbzeit musste der Toptorschütze der SVE, der in der Vorwoche muskuläre Probleme hatte, verletzungsbedingt vom Platz. Für ihn kam nach knapp einer halben Stunde Moritz Göttel ins Spiel. Und der war dann auch wenig später am entscheidenden Treffer beteiligt. In den letzten Sekunden der ersten Halbzeit schickte Lukas Kohler einen langen, aber genauen Ball nach vorne auf Göttel, der von rechts fast bis an den Fünf-Meter-Raum einlief, den Ball flach auf die andere Seite verlagerte und damit Markus Obernosterer bediente. Der freistehende Österreicher legte sich noch ganz kurz den Ball zurecht und hämmerte ihn dann zum 1:0 in die Maschen (45.+2). Unmittelbar nach dem Elversberger Führungstreffer schickte Schiedsrichter Manuel Bergmann die Mannschaften zur Halbzeitpause in die Kabinen.

A48H7099Spiel bleibt bis zum Schluss spannend

Das Tor zum Ende der ersten Hälfte kostete allerdings auch. Vorlagengeber Göttel hatte sich beim Lauf in den Strafraum offenbar verletzt, musste in die Kabine humpeln, konnte allerdings auch in der zweiten Halbzeit zunächst noch auflaufen. Und in den zweiten 45 Minuten wurde unsere Elv noch dominanter. Nach 54 Minuten landete der Ball über Merveille Biankadi und Simon Handle bei Obernosterer, der Gäste-Keeper Rennar mit einem strammen Schuss prüfte und zur Flugparade zwang. Nur zehn Minuten später wurde Obernosterer erneut in Szene gesetzt. Nach einem Ballgewinn im eigenen Strafraum brachte die SVE den Ball zu Biankadi, der ein gutes Auge bewies, den langen Ball zu Obernosterer schob, der wiederum im direkten Duell mit Walldorfs Rennar den Kürzeren zog. Danach verflachte das Spiel etwas, die Spannung blieb zwar hoch, zwingende Torchancen kamen allerdings selten zustande. Nach knapp 70 Minuten zeigte die Elversberger Bank dann den nächsten Wechsel an – erneut verletzungsbedingt. Moritz Göttel schien der Schlag bei seiner Torvorlage in der ersten Hälfte doch mehr beeinträchtigt zu haben. Der Stürmer verließ den Platz, Trainer Wiesinger ließ auf dem Feld in der Offensive rotieren und schickte für den Stürmer Linksaußen Maximilian Oesterhelweg ins Spiel. Nur zwei Minuten später die nächste schöne Chance für die SVE; diesmal durch Handle, der sich über rechts mit hohem Tempo durchtankte, allerdings im Abschluss knapp scheiterte. In den letzten Minuten den Spiels versuchten die Gäste noch mal, mit allen Mitteln den Ausgleich herbeizuführen. Aber die Elversberger Defensive warf sich in die Bälle, verteidigte beherzt und sicher. Und auf der anderen Seite hatte die SVE sogar durch einige Konter die Möglichkeit, kurz vor Spielende zu erhöhen. So setzte der kurz zuvor eingewechselte Florian Bichler (für Handle) den mitlaufenden Merveille Biankadi mit einem Traumpass in Szene, Biankadis Flanke in den Strafraum, wo Oesterhelweg und Obernosterer lauerten, kam aber nicht mehr präzise genug an den Mann. An den drei Punkten änderte das aber nichts mehr. Kurz darauf war Schluss, und unsere Elv sicherte sich in diesem knappen und spannenden Spiel den letztlich verdienten Sieg.

Derby in einer Woche

A48H7426Trainer Wiesinger sprach seiner Mannschaft nach dem Abpfiff ein “Riesen-Kompliment” aus. “Für uns waren das heute richtige Big Points, ein Arbeitssieg gegen einen gefährlichen Gegner. Wir haben gelegentlich ein bisschen mit dem Feuer gespielt, aber am Ende war jeder für jeden da, die Mannschaft hat zusammengearbeitet, um den Sieg über die Zeit zu retten. In dieser Saisonphase war es für uns elementar wichtig, Stärke zu zeigen und einfach zu gewinnen.” Für die SVE geht es nun am kommenden Samstag, 22. April, mit dem Saar-Derby beim 1. FC Saarbrücken weiter. Ein brisantes Spiel, da die Gastgeber noch in Lauerstellung auf Tabellenplatz drei liegen. Der Vorsprung unserer Elv beträgt aktuell neun Punkte – allerdings hat der FCS auch zwei Spiele weniger bestritten und ist erst am Ostermontag beim Tabellenführer Mannheim zu Gast. Der zweite Verfolger TSV Steinbach hat derweil im Rennen um die ersten beiden Tabellenplätze einen Rückschlag erlitten: Am Samstag unterlag der TSV gegen Offenbach mit 0:1. Steinbach liegt jetzt (bei einem Spiel weniger) elf Punkte hinter unserer Elv.