Auch jetzt werden die Spielerinnen weiterentwickelt


Die FrauenElv operiert aktuell mit einem eigenen Trainingskonzept. Das kommt bei der Mannschaft an.

Vor genau einem Monat, am 15. März, fiel die erste Partie der FrauenElv der Corona-Krise zum Opfer. Nach der Absage des Heimspiels gegen den 1. FFC Montabaur konnten auch die folgenden Partien der Regionalliga Südwest gegen den SC Bad Neuenahr und den TSV Schott Mainz nicht ausgetragen werden. Auch das Saarlandpokal-Viertelfinale beim SC Falscheid musste abgesagt werden.

“Natürlich würden wir viel lieber miteinander auf dem Platz stehen”, sagt Trainer Kai Klankert: “Aber wir können auch in dieser schwierigen Situation unsere Spielerinnen weiterentwickeln.” Klankert und Co-Trainer Pascal Völkle haben ein Trainingskonzept entwickelt, das die Spielerinnen individuell fordert, immer wieder ans Limit bringt, aber auch den Spaß am Fußball nicht zu kurz kommen lässt.

“Wir haben den Spielerinnen zunächst zwei Wochen Pause gegeben, weil klar war, dass die Spielpause länger dauern wird”, sagt Völkle: “Seither trainieren wir vier Mal in der Woche – absolvieren läuferische Einheiten, Krafteinheiten und teaminterne Wettbewerbe. Die Mannschaft nimmt das überragend gut an.”

Die Laufeinheiten im Home Office werden gesteuert, mit individuellen Zielen versehen. Die Spielerinnen kommunizieren per App mit dem Trainerteam. Andere Übungen werden per Video übermittelt – insbesondere auch die Wettbewerbe, die die Spielerinnen untereinander bestreiten. “Fußballer wollen sich messen. Fußballer wollen gewinnen. Das ist auch unser Grundgedanke an dieser Stelle”, sagt Trainer Klankert: “In den Wettbewerben gehen unsere Spielerinnen voll ans Limit, um für eine teaminterne Tabelle Punkte zu sammeln. Der Ehrgeiz ist überragend.” Mal sind es Laufprogramme, mal Krafteinheiten, aber auch Übungen mit Ball, die bewertet werden. “Wir versuchen, immer wieder neue Reize zu setzen. Bisher funktioniert das ganz gut.”

Dieses Programm will das Trainerteam der FrauenElv weiter konsequent durchziehen. “Wir sehen an vielen Beispielen, wie sich die Spielerinnen aktuell weiterentwickeln”, sagt Co-Trainer Völkle: “Wir können davon nur profitieren.” Denn früher oder später geht es wieder auf den Platz. Ob noch in dieser oder erst der nächsten Saison, ist noch offen. “Aber das ist für uns jetzt nicht relevant”, erläutert Völkle: “Entscheidend ist, dass wir die Spielerinnen besser machen. Auch in der aktuellen Situation.”